Montag, 18. Dezember 2023

Die perfide Kriegführung der israelischen Armee (IDF) mit Schrapnell-Munition gegen Zivilisten und Journalisten – die Kinder von Gaza sind besonders „weiche Ziele“! IDF-Chef Gallants humane Kriegführung im Kampf gegen „human animals“

 

 

 

 

 

Ecce Homo - Memento.
Christus am Kreuz im Arkau-Wald, Bad Mergentheim.

 

Die perfide Kriegführung der israelischen Armee (IDF) mit Schrapnell-Munition gegen Zivilisten und Journalisten – die Kinder von Gaza sind besonders „weiche Ziele“! IDF-Chef Gallants humane Kriegführung im Kampf gegen „human animals“

Wo die alte „Zivilisation“ aufhört zu sein, um einer neuen Form der „Zivilisation“ den Weg zu bahnen, Netanjahus „Zivilisation“, sind alle Regeln und Gesetze außer Kraft gesetzt und jedes Mittel, jedes Verbrechen erlaubt, auch gegen die UNO, gegen das Völkerrecht, vor allem aber gegen Kinder, Zivilisten, Journalisten, gegen alles, was natürlich ist und der Wahrheit verpflichtet.

Dieser neue Heros der „Zivilisation“ gibt vor, wer ausrottet, wer ausgerottet wird und wie: auch mit Schrapnell-Munition[1], die besonders gut wirkt, wenn es um effizientes Töten geht, wenn die nächste Generation der Palästinenser vernichtet werden soll, noch bevor die Kinder ihr Menschsein entfalten, denn sie sind wohl alle Feinde Israels!? Trägt das Volk der Juden diese sich selbstvernichtende Politik mit? Die Harakiri-Kurs in den Untergang, betrieben von wenigen Köpfen, die sich einer Ideologie verschrieben haben, die zutiefst rassistisch und inhuman ist?

Also müssen die Kinder sterben, quasi im Präventivschlag, damit ein Volk leben kann, ein starkes Volk, während das andere, das schwach ist, wehrlos, untergeht!?

Das sind die Wertvorstellen einer neuen Humanität, die gerade durchgesetzt wird – vor den Augen der Welt – mit den Mitteln des Krieges, des Krieges gegen Zivilisten, gegen Kinder, während diejenigen, die sich zivilisiert wähnen, tatenlos zuschauen – und dabei vergessen, dass es diese Art des Übermenschentums schon einmal gab und auch das, wohin es führte!

Gestern, am 17. Dezember eine Episode aus dem Westjordanland in Tulkarem: eine Drohne hat einen Verdächtigen ausgemacht, einen Palästinenser aus dem Widerstand: es knallt – ein Schrapnell-Geschoss schlägt auf der Straße ein, tötet den Verdächtigen, und, während ein weiterer erschossen wird, schlagen viele Tausend Splitter in die Wände ein, durchdringen Eisen und Stahl, … aber auch, in allen Ecken von Gaza, oben, unten in der Mitte, die Köpfe der spielenden Kinder, die es in großer Zahl in Gaza.

Im Splitter-Hagel starb am Tag davor der Kameramann[2] von Al Jazeera, verblutend, ohne dass ihm geholfen werden konnte. Einer weniger aus der schwindenden, fast schon gänzlich dezimierten Schar der Aufrechten, die über die Wahrheit in Gaza berichten, über die humane Kriegführung der IDF gegen „menschliche Tiere“! Gezielt liquidiert!

Jäger, die mit Schrot schießen, wissen, wie solche Munition wirkt.

Die IDF weiß das auch – und setzt die perfide Waffe trotzdem ein, um möglichst viele zu töten, zu verletzen, zu schädigen, ohne Rücksicht auf Kinder[3]!

Der Humanist mit dem menschenfreundlichen Antlitz IDF-Chef Gallant will es so, vielleicht, weil das das Rezept ist, um „human animals“ galant umzubringen im 21. Jahrhundert, das als ein Jahrhundert neuer Krieg begann – in Namen von Ideologien und Religionen, die nicht neu sind, sondern allbekannt auch mit dem, wohin sie führen!

Und trotzdem darf Israel weiter machen – mit dem Segen der zivilisierten Welt, nein, nicht nach dem Willen der Völker, aber nach dem Willen hochzivilisierter Politiker, die sich zum Teil Demokraten nennen und gar Christen.



[1] Israel‘ s Army (IDF) against the „PRESS“ – Der Al Jazeera-Journalist Wael Dahdouh von einem Schrapnell-Geschoss verletzt – wie die vielen, mit Cluster-Munition bombardierten, schwer entstellten Kinder von Gaza

https://de.wikipedia.org/wiki/Schrapnell

 

https://de.wikipedia.org/wiki/AHEAD_(Munition)

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Streumunition

 

[2] Vgl. dazu meine Beiträge zu dem Fall und zur gezielten Liquidierung von Journalisten in diesem Krieg in nie dagewesener Dimension.

Drei jüdische Geiseln der Hamas sterben im „friendly fire“, erschossen von Soldaten der israelischen Armee (IDF) - ein Kamera-Mann von Al Jazeera gezielt getötet?

Bzw.

Der gezielt von der IDF ermordete Kameramann Samer Abu Daqqa: „Gott segne alle Journalisten“ - Samer Abu Daqqa ist tot, liquidiert – die Jagd auf die letzten Journalisten in Gaza geht weiter – gezielt abgeschossen, gegen das Völkerrecht!

 

[3] Morde langsamer, Netanjahu, wir sind doch im Heiligen Land am Werk, nicht in Uganda, in Afrika Busch, viel zu nahe am „alten Europa“ – und wir killen doch im Namen der „Zivilisation“! – Ein weiser Rat eines alten Mannes aus dem Weißen Haus, der wiedergewählt werden will! – „Palestinian lives matter“.

 

Lebendig begraben -


 „bulldozerd[1]“ – Bulldozer der israelischen Verteidigungsarmee (IDF) überrollen noch lebende Menschen in einem Krankenhaus in Gaza und begraben so die wehrlosen Kranken unter Sand und Schutt ... bei lebendigem Leibe - das  ist Netanjahus "Zivilisation"!

 

 

„Herr, sollen wir auch Katholiken schlagen?

Der Unsern viel sind in diesen Mauern,

ist hier gestattet Mitleid und Bedauern?“

 

Der Abt entgegnet: „Dessen ist nicht not

Schlagt Ketzer, Katholiken, alle tot!

Wenn sie gemengt auch durcheinander liegen,

Gott weiß die Seinen schon herauszukriegen!“

 

 

Lenau, Die Albigenser, Beziers

 

Reut es dich? Dich reut’s,

Daß du gekommen bist ans Kreuz!

Lenau, Die Albigenser, Das Mädchen von Lavaur

 

Hoch „zivilisiert“ ist das, was Netanjahu anordnet und die Truppe von Gallant - im Kampf gegen „human animals“ - ausführt:

Lebende, am Boden liegend,

schwache, wehrlose Menschen überrollt und begraben!

Mit dem Segen des Westens, der, ach, so „zivilisierten“ Welt!

Als, kurz nach den Anschlägen von 7. Oktober der Aufmarsch der Reservisten an der grenze zu Gaza erfolgte, wurden viele Panzer zusammengezogen, vermutlich aus Waffen aus Deutschland, um „gegen die Hamas“ vorzugehen, auch Bulldozer!

Wozu diese Bulldozer, fragte ich mich beim Anblick der Kolosse, wohl ahnend, wofür man sie einsetzen würde! Natürlich, nicht nur um Hindernisse aus dem Weg zu räumen, damit die Panzer freie Bahn haben beim Eindringen in die Stadt Gaza, sondern auch so, wie man diese nützlichen Vehikel in den von Israel besetzten Gebieten einsetzt, wo Wasserversorgungsanlagen zerstört, Stromleitungen gekappt und ganze Häuser platt gemacht werden, die Heimstätten jener Beherrschten aus Jenin oder Hebron, die dem palästinensischen Widerstand zugerechnet werden, weniger in Betlehem, denn dort schaut die Welt hin zur Weihnachtszeit, die Christenwelt, verlogen und heuchlerisch wie seit 2 000 Jahren schon, während die gleichen Bigotten in Gaza wegschauen, wo die „Räder rollen müssen bis zum Sieg“, zum Endsieg über Zivilisten, der „Völkermord“ heißt, den es früher unter den Nazis an Juden gab, jetzt aber, ausgeführt von frommen Juden, an unschuldigen Palästinensern, an Arabern, die nichts dafür können, dass sie als Araber in diese Welt hineingeboren wurden, in Palästina, im „Heiligen Land“, in einer Ecke der Welt, in welcher es heute grausamer zugeht als einst in Uganda im Busch.

Bulldozer überrollen Menschen, Lebende,

genauso rücksichtlos, wie man dort auf Journalisten Jagd macht

Netanjahu bläst zum Halali – Gallant führt aus, der Verteidigungsminister mit dem humanen Antlitz, nicht immer – nach dem „nomen est omen“ – galant, dafür aber effizient, wobei keiner nach der Zahl der Toten im Schutt fragen wird!

Sind es 10 000 Menschen, Kinder, Frauen, sind es mehr, sind es weniger, die noch dort unter liegen für alle Zeit und Ewigkeit? Vergessen, ohne in einer Statistik aufzutauchen?

Gott wird es wissen!

Und wird sich die Rechten[2] zusammensuchen!

Welcher Gott?

Der Gott, der gerade wegschaut?

Der Gott der Menschen, die mit ihm wegschauen?

Juden, Christen, Moslems – sie alle ducken sich weg, denn sie sind ja nicht betroffen!

Ein paar Unverzagte graben noch mit bloßen Händen nach Blutenden[3], die sich noch regen unter dem zum Staub gewordenen beton – doch sie können die schweren Platten über den schon zerfetzten, entstellten menschlichen Körpern nicht hinwegheben, um die Leiden zu befreien.

Welch ein Tod – das Bombenopfer blicht dem Rettenden in die Augen … und muss doch sterben, weil die Retter zu spät kommen, weil die Retter nicht durchgelassen werden zu dem Journalisten, den man gerade erledigt hat.

Was die zivilisierte Menschheit der Kulturnationen nicht sehen will, bringt der Sender des Emirs von Katar, trotzdem, naturalistisch, realistisch, authentisch, wenn auch grausam und nicht für alle zarten Seele geeignet:

Das große Sterben nach dem großen Morden

in Namen der Zivilisation und der Humanität -

gegen UNO und Völkerrecht,

plastisch:

Blut, Blut, Blut,

auch, damit die vielen Frommen aus den großen drei monotheistischen Weltreligionen später nicht sagen können:

Das haben wir nicht gewusst!

Den deutschen Satz!

Wie mehrfach von mir, dem einsamen „Rufer in der Wüste“, an dieser Stelle betont:

Es ist alles gut dokumentiert,

mit modernen Medien eingefangen,

was an Mord und Völkermord geschieht,

heute Anno Domini 2023,

in den von Israel besetzten Gebieten, wo täglich Menschen totgeschlagen werden,

speziell aber in Gaza,

wo es täglich so viele Tote gibt, dass die „zivilisierte“ Welt sich entschieden hat,

wegzuschauen,

damit das fromme Gewissen nicht belastet wird und die vielen zarten Seelen.

Der ICC und andere Einrichtungen, die vielleicht einmal ohne zu über Kriegsverbrechen richten werden, so, wie man in Nürnberg über deutsche Taten im Krieg richtete, ohne zu vergessen, danach auch ein paar Gestalten am Strick baumeln zu lassen, werden später viel Dokumentationsmaterial vorfinden, das eine klare Sprache spricht, über Bulldozer und Bomben, über Opfer und Töter, fein säuberlich von Al Jazeera festgehalten – heute, für die Sendung, morgen – für Aufarbeitung der Verbrechen gegen die Menschheit!



[1] Ein neues Wort? Nie gehört bisher! Auch bei anderen Begriffen musste ich noch dazulernen, denn der „Wortschatz des Grauens“ ist uns seit dem Holocaust abhandengekommen in dieser zivilisierten Welt!

[2] Vgl. dazu die – hier bereits zitierten - Dichterworte Lenaus, die seinerzeit in der Provence bei Belagerung, Erstürmung und Ausrottung der Katharer von „christlichen“ Mörderhorden des Papstes ausgesprochen wurden, damals, als Juden in Europa noch Verfolgte der Christenheit waren.

 

Vgl. dazu auch: Ein „Massaker“ im Flüchtlingslager Jabalia - über 100 Tote? Die Hölle hat ein Gesicht – Gaza. Die Philosophie der Gewalt und der schmutzige Vergeltungskrieg. Über 3 500 Kinder tot, doch Netanjahu will keine „Feuerpause“. Das Leiden der Kinder von Gaza will man in Deutschland nicht sehen – und die Bilder des Leidens der Vielen auch nicht!

Bzw.:

Gegen die „böse Hamas“, mit allen Mitteln, zerstörerisch, ohne Rücksicht auf menschliche Verluste – gegen das „Netzwerk Hamas“, über das man im Westen nicht viel weiß, gegen die „Kämpfer der Brigaden“ im Untergrund, besonders aber gegen die - angeblich als „menschliche Schutzschilde“ missbrauchten - Gaza-Bewohner, die trotzdem nicht weichen wollen: „Ich bleibe daheim, in Gaza, will im eigenen Land sterben, denn sicher ist es nirgendwo in Gaza!“– Ferner über die „Dr. Jeckyl and Mister Hide-Gestalten“ aus den Katakomben von Gaza und über ein mögliches „Stockholm-Syndrom“ bei den entführten Geiseln

[3] Die Bilder dazu auf Al Jazeera, auch für Leute, die kein Englisch verstehen. Die Bilder sprechen für sich und klagen an.

 

 

 


Der Gaza-Krieg Israels (auch aus ethisch-moralischer Sicht)


 

 Entwurf:

Carl Gibson, 

Natur- und Lebensphilosoph, 

 ethisch ausgerichteter Zeitkritiker, 

politischer Essayist,

Naturfotograf, 

 im September 2022

    Hamas ist Gaza und Gaza ist die Hamas - 

„Die Hütten stürzen, und du fühlst ein Grauen[1] - „indiscriminate bombing“ oder „collective punishment“? 

Wissen die Kriegführenden Israels sehr wohl, was sie von erster Stunde an tun? 

Muss ganz Gaza vernichtet werden?

Tobt dort heute also ein Kulturkampf mit biblischen Wurzeln gegen die Nachkommen jener Bewohner von „Filistin“ weltanschaulich-religiös motiviert?

Wissen die Kriegführenden Israels sehr wohl, was sie von erster Stunde an tun?

Das ist wohl so!

Und alle, die sich auf die Seite Israels, allen voran die USA und der gesamte Westen, wussten auch, was dort ablief, als die ersten Bomben auf Gaza fielen und – vor den Augen der Welt – nicht nur Hütten stürzen ließen, sondern ganze Wohnhäuser mit Menschen darin, ohne jede Vorwarnung und schlimmer, vernichtender, als bei den verheerendsten Erdbeben.

Biden, Scholz, Macron, Sunak und alle anderen aus den Regierungen der westlichen Welt wussten auch ganz genau, was in Gaza geschah – und doch stellten sie sich an die Seite der Vergeltenden, die, hochgerüstet und bis zu den Zähnen bewaffnet, eine Miliz bekämpften, eine Terror-Miliz zwar, aber doch nur eine Miliz, während Israels Armee (IDF), auch dazu da, um Israels Grenzen und Bürger zu schützen, für das Bekämpfen ganz anderer Feinde ausgerüstet worden war.

Der Kampf gegen die Hamas unter dem Diktum „Release the captives and smash Hamas“ – ein Programm oder nur ein Vorwand, um zu dem zu schreiten, was die UNO unter Generalsekretär Guterres dann sehr bald „collective punishment“, also „kollektive Bestrafung genannt hat?

Das war es von Anfang an!

Und alle im Kriegskabinett Israels wussten, das es so war, waren auch überzeugt, dass es so sein musste, Netanjahu, Gallant, Gantz und sogar Präsident Herzog. Ihnen allen war bewusst, dass die Hamas Gaza war und Gaza die Hamas. Sie alle kannten die Vorgeschichte in Gaza, das Zusammenwachsen[2] der Bevölkerung mit dem Netzwerk, das als Geheimorganisation begann, bevor die kämpfenden Brigaden aufgebaut waren.

Also bestrafte man gleich alle 2, 3 Millionen Palästinenser auf dem engen Raum Gaza, weil man so die Hamas am besten traf – und überall, denn die Hamas war Gaza und Gaza war die Hamas!

Das war so, wenn auch schwer der Welt zu vermitteln der arglosen Welt ohne Vorwissen, die – von der ersten Stunde an – zusah, was vernichtet wurde und vor allem wie, die aber nur schwer begreifen wollte, das unschuldige Kinder etwas mit einer Terror-Miliz zu tun haben könnte, mit Geiselnehmern, mit „human animals“ und Bestien, die Babys köpfen und Frauen vergewaltigen, alles nur, um Israel zu vernichten.

Als dann, von Gallant recht bald verkündet, die „Belagerung von Gaza“ angekündigt wurde, unbegreifbar für die wirklich noch zivilisierte Welt, als die Maßnahme schlechthin im Kampf gegen die „human animals“ - noch vor dem großen Waffengang des Truppeneinmarsches in Gaza – wurde auf einen Schlag klar, dass mit „human animals“ nicht nur die Krieger aus dem Widerstand im seit 1967 besetzten Streifen gemeint waren, sondern die gesamte Bevölkerung, die es zu treffen, ja, auszurotten galt – über eine „ethnische Säuberung“, „ethnic cleansing“, über eine Vertreibung vom Norden, über die Mitte, nach Süden, indem zunächst der Norden zur Wüste gemacht wurde, unbewohnbar für Menschen, deren Häuser man gezielt vernichtet, deren Bäckereien man bombardiert und deren Wasserversorgung man systematisch zerstörte und bis zum heutigen Tag immer noch zerstört, damit kein Leben mehr in Gaza möglich ist, weder unten im Streifen, noch oben oder der Mitte!

Gaza muss vernichtet werden[3]!

Gaza muss zur Wüste gemacht werden!

Um jeden Preis!?

Dann ist am Ende auch die Hamas erledigt, denn die Hamas ist Gaza und Gaza ist die Hamas!

Ein alter Konflikt, ein biblischer Konflikt. Die Philister hatten Samson geblendet, den jüdischen Helden, der so viele aus ihren Reihen mit einem Knochen erschlagen hatte; nun galt es also, mit den – wenn auch nur mythischen – Nachkommen jener Bewohner von „Filistin[4] abzurechnen, die den Judenstaat von heute bedrohen, weil es so viele sind in einem engen Landstrich und dahinter in einem Land, Palästina, das gleich von zwei Völkern beansprucht wird.

Also wird sich auch heute der Stärkere durchsetzen, mit oder ohne einen stärkeren Gott, wie damals, vor 3 000 Jahren, als es des eine Gottes Wille war, dass ein Volk das andere verdrängt, ausrottet, so wie Josua Amalek[5] ausrottete und alle Nachkommen des Amalek.

Tobt hier also ein Kulturkampf, ein religiöser Kampf gegen einen Beel-Sebub, den die islamistischen Araber und Muslime der Welt Allah nennen?

Ist der „Zug der Vernichtung“ gegen die Palästinenser aus Gaza und dem Westjordanland, ein Kreuzzug ohne Kreuz, also weltanschaulich- religiös motiviert?

Wie auch immer!

Was heute zählt, nach dem „Holocaust“, ist die Art, wie dieser Krieg geführt wird – mit der „Zivilisation“ human – oder gegen die „Zivilisation“, inhuman!

Damit sich ein „Holocaust“ nie wieder wiederholt auf diesem blauen Planeten Terra, hat die Menschheit Regeln eingeführt, auch für Tage des Krieges, Regeln, die man zu einem „Völkerrecht“ gebündelt hat, zu einer übergeordneten Ethik, an deren Gebote und Regeln sich alle halten müssen, auch die Großen, auch die Juden im Judenstaat!

So will es die Zeit – und so wollen es die Völker der Welt! Die Alternative dazu ist das, was wir heute in Gaza vorfinden – und dahinter der drohende Untergang.

 



[1] Lenau. Doppelsonett „Einsamkeit“.

 

[2] Das war schon vor den beiden Intifadas so, etwa seit 1990, was man auch bei profunden Kennern der Materie – wie Peter Scholl-Latour – nachlesen kann, u. a. auch in: Das Schwert des Islam. Revolution im Namen Allahs.1991.

[3] Vgl. dazu meinen Beitrag.

 

[4] Peter Scholl-Latour erwähnt den arabischen Begriff für Palästina in: Das Schwert des Islam. Revolution im Namen Allahs.1991. S. 34.

 

[5] Vgl. dazu meine Beiträge.

 

 

1.      Der gezielt von der IDF ermordete Kameramann Samer Abu Daqqa: 

„Gott segne alle Journalisten“ - 

Samer Abu Daqqa ist tot, liquidiert – die Jagd auf die letzten Journalisten in Gaza geht weiter – gezielt abgeschossen, gegen das Völkerrecht!

Samer Abu Daqqa ist tot, liquidiert [1]

Das kriegführende Israel Netanjahus will keine internationalen Journalisten in Gaza, auch nicht im Westjordanland. Die letzten dort noch anwesenden Journalisten arbeiten unter Lebensgefahr und werden von der IDF gejagt, systematisch abgeschossen[2].

Das kriegführende Israel Netanjahus will nicht, dass man ihm beim großen Morden zuschaut, dieses große Morden auch noch dokumentiert.

Also bringt man alle um, die der Wahrheit dienen, die Fakten vermitteln, während man selbst nur plumpe Mythen in die Welt transportiert, um die Menschen zu belügen.

Doch die Menschen sind noch nicht alle verblödet!

Samer Abu Daqqa, ein freundlicher Mann und Profi in seinem Fach, schlief nur noch 3 Stunden am Tag – der Rest war Pflicht, Berufsausübung als Kameramann von Al Jazeera, fast rund um die Uhr, um der Welt das Geschehen so zu vermitteln, wie es ist, wie es stattfindet, authentisch, wenn auch blutig und grausam!

Weil Israel nicht will, dass die Welt dabei zusieht, wie Netanjahu und Gallant „Zivilisation“ und „Humanität“ vereidigen und retten, weitaus brutaler und unmenschlicher als Josua vor über 3 000 Jahren, musste Samer Abu Daqqa sterben, von Schrapnell-Geschossen durchsiebt, und vor sowie neben ihm weitere 90 Medienarbeiter seit dem 7. Oktober!

Eine besondere Spezialität der IDF:

das Ausrotten der ganzen Familie des Journalisten –

19 bis 22 Angehörige finden so gezielt den Tod,

um den Journalisten vom Arbeiten abzuhalten!

Medien-Infrastruktur wird gleich mit zerstört im Westjordanland, etwa jener Verlag, der doch nur der Propaganda diente!

Autoren weinen in die Kamera, Journalistenverbände[3] protestieren gegen diese Übergriffe der inhumanen Art – doch was können die vielen kleinen Ohnmächtigen ausrichten in Tagen, in welchen selbst die UNO nichts mehr ausrichten kann, überhört wird, während das kriegführende Israel Netanjahus immer noch macht, was es will – und auch nicht vor hat, mit dem großen Morden in Gaza aufzuhören, ganz egal, wie viele unschuldige Kinder noch sterben müssen, kranke, Alte, Schwangere und andere Zivilisten!?

„Gott segne alle Journalisten“ – sagte Samer Abu Daqqa zuversichtlich und fromm zugleich, als er noch lebte!

Hat Gott ihn abberufen?

Oder hat Gott nur weg geschaut von der Erde, von der Kreatur der perfekten Art, die er geschaffen hat? Richtungweisend für die Menschen, die auch wegschauen, ohne sich zu schämen, Menschen zu sein!?

Welcher Gott?

Der Stärkere, der Schwächere?

Nach dem Ende werden wir es wissen, wenn wir noch da sind!



[1] Vgl. dazu meinen Bericht: Drei jüdische Geiseln der Hamas sterben im „friendly fire“, erschossen von Soldaten der israelischen Armee (IDF) - ein Kamera-Mann von Al Jazeera gezielt getötet?

 

[2] Mehrfach berichtete ich darüber an dieser Stelle.

Vgl. dazu:

 

Israel‘ s Army (IDF) against the „PRESS“ – Der Al Jazeera-Journalist Wael Dahdouh von einem Schrapnell-Geschoss verletzt – wie die vielen, mit Cluster-Munition bombardierten, schwer entstellten Kinder von Gaza.

„Berichten werde ich bis zuletzt. Ich widme mein Leben Palästina“, das ist die - wie Worte des Abschieds klingende - Botschaft der jungen Journalistin Hind Khoudary, die bereit ist, für die wahrhaftige Berichterstattung aus Gaza alles zu geben, selbst das Leben.

Bzw.

29 Journalisten[2] tot in Gaza, 59 UNO-Mitarbeiter, Ärzte, Ingenieure, Fachleute und Helfer aller Art, tot in Gaza! Weshalb lässt die Regierung Netanjahu keine internationalen Journalisten vor Ort arbeiten, um realistisch über das Geschehen zu berichten? Hat Netanjahu etwas zu verstecken?

[3] Der internationale Verband will Israel vor den ICC schleifen, verklagen. Nur noch im Irak-Krieg gab es mehr Opfer unter Journalisten als jetzt in Gaza, über 70 % aller Presse-Morde weltweit.

 

 


 

Gespräch mit einer Mumie – US-Sicherheitsberater Sullivan in Ramallah. 

Ist der Präsident der Palästinensischen Autonomie Abbas nur eine Marionette Israels - und sollte Abbas zurücktreten? 

Was will das Volk der Palästinenser?

Er sitzt da wie das Orakel von Delphi, umgeben von ebenso alten Männern und schweigt.

Er schwieg auch, als die ersten Bomben fielen, denn er hatte ja nichts zu sagen in Gaza, wo die Hamas regierte, gewählt von den Bürgern von Gaza.

Was im Westen oft nicht bekannt ist oder ignoriert wird: das Westjordanland und Gaza sind von Israel besetzte Gebiete, seit 1967, und Israel, das genau weiß, was dort vor sich geht, wer regiert und wer was intern bestimmt, macht dort als – mit eiserner Faust waltende – Besatzungsmacht, was es für richtig hält, genauer, was es will.

Der alte Abbas – eine Art Pontius Pilatus, dem die Hände gebunden sind?

In Riad hatte er dann doch noch geredet. Ich hörte ihm aufmerksam zu. Die Rede war anständig, gut. Nur zu sahen hat er trotzdem nichts, daheim, wo er formal regiert, das Volk der Palästinenser vertritt, das den Besatzern praktisch rechtlos ausgelieferte Volk, aus dessen reihen es auch Widerstand gibt, bewaffneten Widerstand gegen die jüdischen Besatzer – und das seit Jahrzehnten, was Israel hart durchgreifen lässt, schon vor dem 7. Oktober, noch viel drastischer aber danach.

Etwa 200 Palästinenser wurden von IDF-Soldaten erschossen. Was ist das schon gemessen an den 200 Toten[1] in Gaza, die dort innerhalb von 24 Stunden sterben?

Im Westen ignoriert – über 4 000 Palästinenser wurden von der IDF eingefangen, inhaftiert – und werden dort in den Gefängnissen vorerst auf unbestimmte Zeit festgehalten, ohne Anklage, nur so, zur Befragung, um feststellen, wer mit der Hamas sympathisiert oder gar Mitglied der Hamas ist, des aktiven Widerstands gegen die Besatzer!

Um die 6 000 Palästinenser[2] sitzen bereits in den Zellen – „politische Häftlinge“!?

Was kann Abbas dagegen tun?

Nichts!

Blinken kommt und schüttelt ihm die Hand! Eine Art Alibi? Regieren wird Abbas in Gaza nicht. Das steht für alle Seiten fest. Doch man tut so, als ob!

Das beruhigt in den USA, auch in Europa!

Schließlich redet man miteinander, wenn auch nur Bla-Bla[3].

Dynamisch wirkt der alte Mann nicht mehr!

Wer Jassir Arafat[4] noch erlebt hat, der ein charismatischer Führer war, ein Führer der Palästinensischen Befreiungsfront (PLO), der hat eine Vorstellung davon, was die Palästinenser heute nötig haben, nicht einen Geheimbund, der aus dem Untergrund heraus agiert und mit Mitteln und Methoden des Terrorismus operiert, sondern einen politischen Führer mit „Charisma und Augenmaß“, der dem Volk der Palästinenser eine Perspektive bietet, eine realistische Perspektive – und keine antiquierte Floskel wie die „Zwei-Staaten-Lösung[5]“, die sich mit dem Israel der Jetztzeit, das die besetzten Gebiete nicht aufzugeben bereist ist, nicht umsetzen lässt.

Die USA und der Westen zementierten diesen Status quo – und dabei wird es auch nach den Gaza-Krieg bleiben, ganz egal, wer dort bestimmt, wenn überhaupt noch Leben dort möglich sein wird.

Wenn die USA die Floskel einer „Zwei-Staaten-Lösung“ trotzdem noch herumreichen, heuchlerisch und unwahrhaftig wie immer, dann nur als Volksverblödung nach innen, um die Amerikaner in Trance zu halten wie die Regierenden in Deutschland den Michel.

Die Leidtragenden aber bleiben die Palästinenser, das geopferte Volk, die vielen Kinder!



[1] Diese Zahl nennt der Sender Al Jazeera aus Katar, der noch Journalisten vor Ort hat, die unter Lebensgefahr berichten und systematisch abgeknallt werden, die gesamte Sippe noch dazu, als Warnung für andere, die in gleicher Mission folgen könnten, während der britische Sender BBC, der auch die Welt unterrichten will, nur 19 Opfer an jenem Tag (13. bzw. 14. Dezember) meldet. Woher will der Sender BBC das wissen, wo er doch keine Journalisten vor Ort hat?

 

[2] Vor Wochen habe ich mir Zahlen auf Wikipedia angesehen, dort werden um die 1 000 genannt.

Was stimmt wirklich?

https://de.wikipedia.org/wiki/Pal%C3%A4stina_(Region)

 

[3] Vgl. dazu meinen Beitrag „Blinken-Bla-Bla“.

 

[5] Vgl. dazu meinen Beitrag. Darüber hinaus: Zum Thema „Genozid“ – wer es besser sagen kann als ich hier im Essay in verkürzter Form, vor allem „professionell“ und viel differenzierter: craig-mokhiber,

https://sdgs.un.org/panelists/mr-craig-mokhiber-29717

Er trat zurück im Protest:

https://www.theguardian.com/world/2023/oct/31/un-official-resigns-israel-hamas-war-palestine-new-york

Die „Zwei-Staaten-Lösung“ bezeichnete er als „offenen Witz“ innerhalb der UNO-Gemeinschaft (open joke!).

Die deutsche Textfassung des anklagenden Rücktrittsschreibens hier:

https://juedische-stimme.de/r%C3%BCcktrittsschreiben:-craig-mokhiber,-leiter-der-ohchr-vertretung-in-new-york

 

 

Israel‘ s Army (IDF) against the „PRESS“ – Der Al Jazeera-Journalist Wael Dahdouh von einem Schrapnell-Geschoss verletzt – wie die vielen, mit Cluster-Munition bombardierten, schwer entstellten Kinder von Gaza

Der Fall Wael Dahdouh ist nicht unbekannt – vor Wochen wurde seine gesamte Familie ausgelöscht, gefolgt von Familien weiterer Al Jazeera-Journalisten, die 19 bis 22 Familienangehörige bei einem Vergeltungsbombardement verloren, denn, wie mehrfach von mir hier angesprochen, macht die IDF gezielt Jagd auf die Familien von Berichterstattern, um die Mutigen vom Berichten der Wahrheit an der Front und auf dem Boden der Tatsachen abzuhalten!

Das „demokratische“ Israel des Netanjahu will das so!

Bisher starben angeblich 87 Journalisten, allesamt Araber, Palästinenser, denn, was immer wieder erwähnt muss, internationale Journalisten werden von der Besatzungsmacht Israel nicht nach Gaza gelassen.

Keine Geringere als US-Botschafterin der UNO, die Schwarze Linda-Thomas Greenfield, hatte, erfüllt von Empathie, den Fall Wael Dahdouh vor den Augen der Welt angesprochen, ganz ohne Krokodilstränen, nur so, von Mensch zu Mitmensch, denn der Schmerz eines Nächsten, der alles verliert, kann auch von Fremden nachvollzogen werden!

Auch in Israel und von allen Juden?

Das Ermorden der Journalisten hat System[1] und geht weiter

Nun liegt Wael Dahdouh im Krankenhaus, eine Verletzung am Arm, eine am Bauch, eine am Bein!

Wird er überleben - der Aufrechte, der gleich nach dem Attentat auf seine Frau, seine Kinder, das Berichten wieder aufnahm, um der Welt von der Wahrheit in Gaza zu künden?

Schrapnell[2]-Munition, die Kinder trifft und entstellt: im Ersten Weltkrieg wurde sie eingesetzt, um Pferde zu töten, um „weiche Ziele“ zu treffen in der Sprache des zynischen Militärs!

Weiche Ziele gibt es viele in Gaza!

Wer einen großen Stein im Wald in einen Ameisenhaufen wirft, wird dort auch viele weiche Ziele treffen – so auch im dicht besiedelten Gaza, wo man die Menschen zu einem großen Haufen zusammengetrieben hat, Kinder jeden Alters, Babys, Schwangere und die Kinder im Bauch, ….

Vielleicht treffen die schlimmen Splitter aus Geschosse und Bomben auch einen Hamas-Kämpfer, der sich aus den Katakomben, die man jetzt fluten will, nach ober oben verirrt hat. Hauptsächlich aber sterben Zivilisten im tödlichen Hagel, über den man in Deutschland kaum spricht, am wenigsten in der Weihnachtszeit, wo es doch harmonisch zugehen soll in der eigenen heilen Welt!

Was die Menschheit eigentlich ächten sollte, Waffen gegen „weiche Ziele“, in Gaza eingesetzt, auch, um Esel zu töten[3], bringen den Herstellern der westlichen Welt guten Gewinn, sichern Arbeitsplätze und machen einige sogar reich.

Je mehr Krieg, desto besser!

Wen schert da ein totes Kind, die Familie eines Journalisten?

 

 



[1] Vgl. dazu meine Berichte.

 

[3] Vgl. dazu meinen Beitrag „der Esel von Gaza“, in welchem es auch um Killen vor Journalisten geht.

 


 

Nachtrag[1]:

Während ich, der immer noch von der Krankheit Gezeichnete, in Solidarität mir den Journalisten in Gaza – gleichzeitig aber im Protest gegen die feigen Journalisten des Westens, die kuschen und sich ducken, nur um den Job behalten – hier weiter schreibe, aktualisiere, wurde Wael Dahdouh im Nasser-Krankenhaus versorgt. Er sprach über seine Verwundung und die glückliche Rettung.

Kurz darauf wurde ein Kamera-Mann von Al Jazeera von ähnlichen Geschossen schwer getroffen und starb; er verblutete, noch bevor ihm geholfen werden konnte. Ein Profi in besten Jahren.

Auch er ließ sein Leben in er Ausübung seines gefährlichen Berufes mitten im Krieg, damit die Welt mehr von der Wahrheit in Gaza erfährt, von den hehren Taten der IDF, die im gleichen Augenblick drei Geiseln der Hamas erschießen. Sie waren zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort, zwischen den Fronten, im Gefecht!

Sie israelische Armee gibt das sogar zu!

Es ist eben Krieg! Und, wo gehobelt wird, fallen bekanntlich Späne, viele Späne sogar!

So denkt auch Netanjahu, der den gut ablaufenden Geiselaustusch nicht schnell genug fadenscheinig beenden konnte, um weiter seinen Krieg zu führen, einen Krieg, der Israel ruinieren und weltweit isolieren wird, nur, um weiter töten zu lassen, um sich selbst zu retten, eine Weile noch!

Die Angehörigen der Geiseln, die er drei Wochen lang im uninformiert im Regen stehen ließ, sind sehr empört und machen ihn, den blutrünstigen in eigener Sache, Netanjahu, für den Tod der drei Juden verantwortlich.

Doch der Machtzyniker schaut weg und macht weiter, gedeckt von Biden, von Scholz und der EU.

 



[1] 15. Dezember, 20 Uhr.

 



   Die israelische Verteidigungsarmee (IDF) tötet Neugeborene, Kinder, Frauen, „Babys“ – noch ein Massaker an palästinensischen Zivilisten in einer UNO-Schule in Gaza, bei dem der Westen demonstrativ wegschaut!?

Soldaten der IDF stürmen die Schule, in die sich, wie ich gestern schon berichtete, eine größere Gruppe Zivilisten im Norden Gazas geflüchtet hatten; sie nehmen die Männer fest, führen sie ab – die in den Klassenräumen an Boden unter kauernden Frauen, Kinder, darunter auch Babys, werden einfach erschossen. Nach dem Abzug der Soldaten sehen Angehörige das Gauen – ein neues Massaker nach anderen Massakern: Dutzende Leichen liegen in den Räumen herum, schlimmer als nach einem Erbeben, doch nicht viel anders als nach dem Bombardement weiter unter in Rafah, an der Grenze, wo es doch sicher sein sollte, wo nun aber, wo Menschen lebten, nur noch ein großer bunter Schutthaufen übrig ist, ein Berge des Todes, nach dessen Anblick die Hölle nach dem Tod ihren Schrecken verloren hat.

Die Hölle von Gaza – wer schaut noch hin? Wer erträgt diese Bilder noch, Bilder des Grauens, die nun, nach über 18 000 toten Zivilisten, darunter 8 000 Kinder, von Tag zu Tag schrecklicher werden, während die „zivilisierte Welt“ wegschaut, wegschaut vom „Völkermord“ an den Palästinensern, von „kollektiver Bestrafung“, von „ethnischer Säuberung“, vom Kampf eines Staates gegen die UNO, aber auch gegen die Weltöffentlichkeit, die sich ihre Meinung bildet, nein, nicht über die billigen Statements und Legenden der Politikern, sondern über aufrichtige Medienberichterstattung, wenn Medien überhaupt berichten dürfen oder können.

Für CNN waren die paar Dutzend toten Zivilisten keine Meldung wert, nach dem, was ich ad hoc verifizieren konnte; für die BBC auch nicht! Und das deutsche Fernsehen ARD und ZDF[1]? Brachten sie etwas darüber, nachdem doch US-Botschafterin Linda Thomas-Greenfield vor der UNO – wie von mir mehrfach berichtet – die von der Hamas getöteten „babies“ angesprochen hatte, „Babys“, deren Leichen kein westlicher Journalist zu sehen bekam, „Babys“, die anfangs als „geköpft“ der Welt serviert wurde, nicht anders als in der dunklen Zeit Europas antijüdische Mythen zwecks Auslösung von Pogromen gegen Juden.

Was sind schon ein paar Dutzend tote Zivilisten in Gaza, wenn es davon schon 18 000 gibt, unendlich mehr als in den beiden Intifadas und im Libanon-Krieg?

Fakt ist: der Westen begnügt sich mit den Mythen der IDF und der Regierung Netanjahu, während die Fakten, die anklagenden Tatsachen, einfach ignoriert werden!

Es wird schlicht nicht darüber berichtet!

Für den Sender Al Jazeera hingegen, der seit dem 7. Oktober sein großes Thema gefunden und auch dabei bleibt, steht das neue Massaker an palästinensischen Zivilisten an erster Stelle, am 13. Oktober und am 14. Oktober immer noch, weil es wichtig ist, die Welt zu informieren über „Kriegsverbrechen“, die sich im Gaza-Streifen ereignen, die dem Westbürger, der kein Englisch spricht, aber verborgen bleiben.

Völkerrechtler raten dem arabischen Sender im Besitz des Emirs von Katar, die Dokumentationen an den ICC weiter zu reichen, damit später einmal über die „Kriegsverbrechen“ gerichtet werden kann.

Wie soll der mündige Westbürger das Handeln der eigenen Politiker im Umgang mit dem Konflikt verstehen, beurteilen, wenn er nicht informiert wird, weder in den USA, noch in Europa?

Dafür speist man ihn mit irrealen Chimären ab, mit einer „Zwei-Staaten-Lösung“, die, nach Biden, angeblich angestrebt werden soll, die eigene Bevölkerung vertröstend, aus der Sorge heraus, dass die Weltöffentlichkeit gegen Israel wenden könnte, also auch gegen die USA, noch mehr aber, weil die Umfragewerte in den Keller sausen, der Alte Mann aus dem Weißen Haus aber wiedergewählt werden will.



[1] Gegen die Art, wie das öffentlich-rechtliche Fernsehen Deutschlands über den Gaza-Konflikt berichtet, habe ich mehrfach protestiert, doch was vermag ein Stimme aus dem Volk, ein kleiner wirkungsloser Blogger gegen den Tenor der großen Medien, die sich den Vorgaben aus der Politik unterwerfen, beugen, dahinter auch das Recht im Verfälschen der Wahrheit?

 

 

 

 

 

 

Stärken Netanjahus Kriegsverbrechen die Hamas? 

Über „Früchte des Zorns“ und eine Welt am Abgrund nach dem sich von Anfang an abzeichnenden Pyrrhus-Sieg

Netanjahu bei der Truppe.

Er will sich als der Handelnde präsentieren, der alles im Griff hat. Denn auch er befindet sich inzwischen im „Wahlkampf“, wie Biden in den USA, will beindrucken, punkten, siegen, auch an der Wahlurne!

Doch daraus wird wohl nichts, denn aus dem scheinbaren Sieger im Feld kann über Nacht ein Verlierer, ein klassischer „Loser“, erschlagen von Fakten und einer falschen Strategie.

Was sagen die Bilder aus?

Eine deprimierende Truppe? Verzagte Gesichter, wenig motiviert, besonders angesichts der jüngsten Verluste!

Zehn Soldaten wurden in Jerusalem zu Grabe getragen, feierlich, darunter ein junger Oberst, der bisher ranghöchste unter den gefallen der IDF.

Sterne am Himmel Israels?

Hamas-Videos verweisen auf höhere Opferzahlen, als die IDF zu geben will.

Ein schwieriger Krieg war vorausgesagt worden, ein Krieg, der – auch aus der Sicht des Westens - so nicht geführt werden sollte, mit offensichtlichen Kriegsverbrechen von den ersten Bomben auf Gaza angefangen – bis zum heutigen Tag, mit Massakern an der Zivilbevölkerung, die nicht sein mussten, um die Hamas-Miliz zu bekämpfen.

Was wurde bisher erreicht außer 18 000-facher Mord und Verwüstung?

Ja, da liegen noch 10 000 unter den Trümmern, alles Hamas-Anhänger, Sympathisanten?

50 000 Menschen sind verwundert, teils schwer entstellt, t amputierten Gliedern, von Cluster-Bomben verunstaltet.

Die Hamas aber ist immer noch da – und in der Lage, zu kämpfen und Israel auch von Norden Gazas aus mit Raketen zu beschießen, während Israel nun den Süden bei Rafah genauso grausam und opferreich bombardiert wie die Mitte rund um Khan Younis und davor Gaza-Stadt.

Dabei ist die Hamas soagr populärer geworden und fern davon entfernt, ganz zu verschwinden, was Macron früh ahnte, aber erst spät zugab.

Je mehr Kriegsverbrechen vor den Augen der Welt begangen werden, desto stärker wird die Hamas und findet noch mehr Rückhalt in der eigenen Bevölkerung, aber auch bei Völkern, die dem Westen nicht verbunden sind.

Ein Pyrrhus-Sieg[1], selbst, wenn er noch eintreten sollte?

Was mir, dem einfachen Staatsbürger, von erster Stunde an bewusst war, als ich am Bildschirm zusah, wie Netanjahu diesen Vergeltungskrieg gegen „human animals“ führt und ausführen lässt, über eine „Belagerung“ von über 2 Millionen Zivilisten ein Großstadt, wie sie die Menschheit bisher so noch nie erlebt hat, mit einer Vernichtung von Menschenmassen jenseits der Vorstellung, hat US-Verteidigungsminister Austin[2] jüngst auf den Punkt gebracht, als er auf die „taktische Niederlage“ hinwies, die sich einstellt, wenn das Maß aus den Augen verloren wird, wenn die Hybris arroganter Machtpolitiker sich breit macht, nur, um zu vernichten, blind und ohne Rücksicht auf die Zukunft des jüdischen Volkes, das - bei der Kultivierung dieser, so noch nie gekannten Hasskultur – nie wieder recht in Frieden mit den Palästinensern und anderen arabischen Nachbarn wird leben können.

Netanjahu hat sein Volk aus der „Zivilisation“ hinauskatapultiert, indem er es retten wollte, auch noch die westliche Welt dahinter!

Das alles ist jetzt schon gescheitert, denn inzwischen hat auch der – mitschuldige – Westen alles verloren, was zu verlieren war, die Werte, die Prinzipien, die „Kultur und Zivilisation“ und die Humanität, die auch noch auf der Strecke blieb, während die Feinde der Freien Welt, wie mehrfach von mir ausgeführt, frohlocken können, angefangen von den kleinen, politisch fast unbedeutenden Milizen Hamas, Hisbollah, Huthi und anderen, bis hin zu den Supermächten, die systemische Rivalen sind.

Netanjahu – kein Retter des Abendlandes, vielmehr ein Totengräber!

Der Alte Mann aus dem Weißen Haus, der seinen alten Bekannten vor den „Fehlern[3]“ einer USA im Vergeltungskrieg – doch gegen das Völkerrecht – früh gewarnt hatte, aber unfähig war, den wildgewordenen Rachenegel zu stoppen, hat mitgewirkt an dem Status quo der Katastrophe, die wir jetzt haben – und US-Präsident Joe Biden wird die Folgen ausbaden müssen; und nach ihm die USA, wohin auch immer dieser Konflikt jenseits der Vorstellung, in welchem der gesamte Westen eklatant über bodenlose Heuchelei versagte, noch führen wird.

 



[2] Vgl. dazu meinen Beitrag.

[3] Biden, der Israel die Solidarität der USA zusicherte, sprach eindeutig von „Mistakes“ – und meinte damit die Vendetta des George W. Bush im Irak, die zum Sturz von Diktator Saddam Hussein und einer Entlastung Israels führte, aber nicht zu blühenden demokratischen Landschaften im Nahen Osten und am Golf, sondern zur Destabilisierung ganz Nordafrikas, was dann der Öffentlichkeit als „arabischer Frühling“ angedient, verkauft wurde!

 

 

      Ist die „Zwei-Staaten-Lösung“ nur ein billiger Witz? 

Dazu Netanjahus aktuelle Botschaft: 

Dieser Krieg wird weiter gehen, so verbrecherisch wie bisher, auch ohne die USA!

Die „Zwei-Staaten-Lösung“ ist ein Witz[1]?

In der Tat, besonders jetzt, nach vollendeten Tatsachen und nach über 18 000 toten Zivilisten!?

Wie sollen zwei Völker friedlich zusammenleben, koexistieren, wenn ein Volk das andere beherrscht, bekämpft, totschlägt, ja, aus einem Übermenschentum heraus die anderen sogar mit Tieren gleichsetzt, mit „human animals[2]“, obwohl die Babys der Palästinenser aus Gaza bestimmt keiner Hamas angehören.

Netanjahu will keine „Zwei-Staaten-Lösung“.

Und alle, die ihn wählten und vielleicht noch wählen werden, wollen auch keine „Zwei-Staaten-Lösung“!

Das sind auch diejenigen im Volk der Juden, die diesen Krieg heute immer noch mittragen, ohne Rücksicht darauf, wie er geführt wird.

Während US-Präsident Biden, der den israelischen Kriegsherrn nie im Griff[3] hatte, allmählich ins Wanken gerät, befürchtend, eine Ausweitung des Konflikts zu einem eskalierenden Regionalkrieg und mehr, würde die globalen US-Interessen gefährden, macht es Netanjahu, verantwortlich für die 18 000 toten Zivilisten, inzwischen sehr deutlich:

Dieser Krieg wird weiter gehen, so verbrecherisch wie bisher, auch ohne die USA!

 



[1] Ein Trostpflaster? Von Experten lange schon so gesehen -  

vgl. Zum Thema „Genozid“ – wer es besser sagen kann als ich hier im Essay in verkürzter Form, vor allem „professionell“ und viel differenzierter: craig-mokhiber,

https://sdgs.un.org/panelists/mr-craig-mokhiber-29717

Er trat zurück im Protest:

https://www.theguardian.com/world/2023/oct/31/un-official-resigns-israel-hamas-war-palestine-new-york

Die „Zwei-Staaten-Lösung“ bezeichnete er als „offenen Witz“ innerhalb der UNO-Gemeinschaft (open joke!).

Die deutsche Textfassung des anklagenden Rücktrittsschreibens hier:

https://juedische-stimme.de/r%C3%BCcktrittsschreiben:-craig-mokhiber,-leiter-der-ohchr-vertretung-in-new-york.

 

[2] Einfache Palästinenser, Menschen, die lange im Westen gelebt du gewirkt haben, die sich in englischer Sprache gut ausdrücken können, wehren sich, indem sie – angesichts der verzweifelten Situation im inzwischen apokalyptischen Gaza nun betonen: „we are not animals“!

 

[3] Vgl. dazu meine frühen Beiträge, u. a. Biden schwimmen die Felle davon.

 

 

 

 



Von dem Ausdruck „killing babies“ der US-Botschafterin Linda Thomas-Greenfield bei der UNO 

zu den „indiscriminate bombings“ des US-Präsidenten Joe Biden – 

ist die US-Heuchelei vor den Augen der Welt noch zu steigern oder führt diese sich selbst ad absurdum?

Die Botschafterin[1], eine Schwarze als Aushängeschild der toleranten, nicht länger rassistischen[2] USA, hatte noch nicht richtig zu Ende geredet, als in einer Schule in Gaza eine ganze Gruppe Zivilisten – angeblich richtig hingerichtet wurden, exekutiert, einfach über den Haufen geschossen, Menschen, die in der Schule Zuflucht gesucht hatten, Frauen, Kinder und Babys.

Die Tötung der Babys beim Hamas-Angriff: mehr als eine Legende? Wie viele Babys wurden getötet? Wo sind die Beweise?

Anfangs war von „geköpften Babys“ die Rede, eine Botschaft, immer wieder in die Welt gesetzt und wiederholt von dem Netanjahu-Berater Mark Regev[3], von Verteidigungsminister Gallant und Netanjahu, ohne dass Beweise vorgelegt worden wären.

Und nun kommt die Botschafterin Thomas-Greenfield daher und erhärtet vor der UNO noch einmal den Mythos (?), während in Gaza über 8 000 Kinder in der Tat tot sind und täglich weitere Opfer dazu kommen, geborgen heute aus den Regenfluten in der Stadt, die die große Not ohne Hygiene und mit Seuchengefahr noch weiter verschlimmern.

Hochgradig heuchlerisch ist das!

Doch der Rest der Welt ist noch nicht ganz verblödet – und nimmt die Worte als das, was sie sind billige Parolen in einer grotesken Show, in einer Maskerade, in einer Farce, die die Fakten verhöhnt, die Betroffenen, die Menschen und die Völker.

Der Kämpfer der Hamas – ein brutale Terror-Miliz, die im Kampf gegen die Besatzer aus Israel nicht zimperlich ist! Das ist bekannt.

Weniger bekannt aber ist, dass Soldaten der IDF, deren Häuserkampf jetzt viel brenzlicher und opferreicher wird, wehrlose Schutzsuchende[4] einfach erschießen, exekutieren, nur, um möglichst viele Palästinenser in Gaza zu töten.

Als Selenskyj mit ähnlichen Worten in der Ukraine aufschrie, hörte die zivilisierte westliche Welt aufmerksam zu, entrüstete sich moralisch und rief: Putin, der Barbar, Putin, der Kriegsverbrecher, stoppt Putler[5]!

Wer stoppt Netanjahu?

Biden bestimmt nicht!

Der Alte Mann aus dem Weißen Haus hat sich nun aber wieder einmal verplappert, als die „indiscriminate bombings“ der IDF in Gaza erwähnte, die es von erster Stunde an gab, die es so aber nie hätte geben dürfen, weil – laut Völkerrecht, das auch für Israel gilt – zwischen Kombattanten und Zivilisten unterscheiden werden muss, ohne gleich alle totzuschlagen[6] wie im Alten Testament oder im frühen Mittelalter in der Provence bei Ausrottung der Katharer (Albigenser) durch die christlichen Horden des Papstes.

Indem der schon altersschwache Präsident diese nicht zulässigen Bombardierungen ansprach – und er tat es wieder einmal, um diesen Zauberlehrling und Altbekannten aus Amerika wieder einmal zurückzupfeifen, zur Mäßigung bei der Vergeltung zu bewegen – gabe zu, dass es diese Verstöße gegen das internationale humanitäre Recht gibt, ja, das diese anhält und täglich immer viele Opfer in Gaza fordert, ausgelöschte Menschenleben durch die IDF, über die man im Westen nicht spricht. (Oder nur hinter vorgehaltener Hand – wie früher in der DDR, noch früher aber bei Hitler!)

Nichts davon bleibt der Welt verborgen!

Alles wird dokumentiert, für die Zeit danach, wenn alle Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden für ihre Kriegsverbrechen und Mordtaten an Zivilisten – wie einst in Nürnberg!



[2] Ich hatte angenommen, die Schwarze habe sich dem Veto-Akt vor Tagen im Sicherheitsrat der UNO aus Anstandsgründen entzogen – das war wohl nicht so! Und man kann wohl nicht anständig bleiben, wenn man einer Supermacht dient. Der Beweis dafür – Anthony Blinken, der, wie die Botschafterin vor einem Jahr noch den aufrichtigen Mann mimte, Putin Kriegsverbrechen vorwerfend, jetzt aber, in unglücklicher Mission unterwegs, seinen guten Ruf ramponierte, weil er eine Politik vertreten muss, die wohl seine Politik nicht war und einem persönlichen Ethos zuwiderlief.

Näheres in meinen Beiträgen zu Blinkens Reisen vor Wochen in den Nahen Osten.

 

[3] Vgl. dazu meine Beiträge zu den „geköpften Babys“.

[4] Zum Thema „Genozid“ – wer es besser sagen kann als ich hier im Essay in verkürzter Form, vor allem „professionell“ und viel differenzierter: craig-mokhiber,

https://sdgs.un.org/panelists/mr-craig-mokhiber-29717

Er trat zurück im Protest:

https://www.theguardian.com/world/2023/oct/31/un-official-resigns-israel-hamas-war-palestine-new-york

Die „Zwei-Staaten-Lösung“ bezeichnete er als „offenen Witz“ innerhalb der UNO-Gemeinschaft (open joke!).

Die deutsche Textfassung des anklagenden Rücktrittsschreibens hier:

https://juedische-stimme.de/r%C3%BCcktrittsschreiben:-craig-mokhiber,-leiter-der-ohchr-vertretung-in-new-york.

[5] Vgl. dazu meine Beiträge, die ich damals schrieb und hier publizierte. Zu Berater Mark Regev:

https://en.wikipedia.org/wiki/Mark_Regev

 

[6] Vgl. auch dazu meine Beiträge.

 

 

 




153 Staaten der Welt wollen eine „Feuerpause“ im Gaza-Krieg mit inzwischen 18 500 toten Zivilsten, nur 10 Länder sind dagegen, 20 enthalten sich – ein klares Votum!?

Einige Wochen nach Kriegsbeginn waren es 120 Staaten der Welt, die eine „Feuerpause“ wollten.

Dagegen waren damals, als sich Deutschland der Stimme enthielt, neben Israel und der Schutzmacht USA, nur ganz wenige Staaten. Zu den Ländern die gegen die „Feuerpause“ stimmten, zählte Paraguay, ein Staat, in welchem es besonders liberal-demokratisch zugeht und – merkwürdigerweise – „Austria“ – (erit in orbe ultima) – das gute, alte Österreich!

Was die Diplomaten der Österreicher veranlasste, sich gegen das- von gesundem Menschen-Verstand und nicht erst kantischer Vernunft bestimmte, natürliche - Empfinden der zivilisierten Welt zu stellen, steht in den Sternen.

Gestern, am 12. Dezember 2023, stimmten 153 Nationen, große und kleine aus der Schar von 193, gegen das Fortbestehen des Grauens in Gaza, was kaum noch zu überbieten ist, angesichts der Abhängigkeiten[1] bestimmter Staaten von Israel und den USA.

Das Votum – eindeutig!

Die Welt will Frieden, auch im Heiligen Land, wo, nicht erst jetzt, ein Volk ein anderes Volk bekämpft – in einem unverhältnismäßigen Vergeltungskrieg, aus dem schnell und über Nacht[2] ein ganz großer Krieg erwachsen kann.

„Heuchlerisch“, nennt der Botschafter Israels bei der UNO die Botschaft der Völker, ein Repräsentant, dem die Worte ausgehen und die Argumente, weil da nichts mehr ist, womit man die Völker der Welt noch überzeugen könnte von einem „gerechten Krieg“ und einen „Recht auf Selbstverteidigung“, weder moralisch nach den 18 500 toten Zivilisten, noch „völkerrechtlich“, das es die „Besatzungsmacht Israel“ selbst ist, die – als souveräner Staat und Besatzer – in dem von Israel besetzten Gaza Krieg gegen eine Miliz führt.

Ein Besatzer, der sich gegen den Angriff aus dem Widerstand verteidigt?

Das wurde dem gesamten Westen als Mythos gereicht – und im Westen auch so geschluckt, weil das dort „politischer Wille“ war und ist.

Nur besteht die Welt nicht nur aus dem Westen!

Auch diese jüngste Resolution ist – ungeachtet der gewaltigen Mehrheit – „nicht bindend!

Also kann Netanjahus Israel mit seinen rassischen Ministern und völkisch fragwürdigen Überzeugungen weiter Krieg führen – gegen das Volk der Palästinenser, für deren Sache man etwa in Deutschland nicht offen eintreten soll, da man das als „antisemitisch“ auslegen könnte, nur, weil man sich daran gewähnt hat, „anti-israelisch“ mit „antisemitisch“ gleichzusetzen.

Aber auch wenn diese jüngste Resolution „bindend“, abgesegnet vom Sicherheitsrat der UNO – Israel würde sich trotzdem nicht daran halten und weiter Krieg führen, so, wie der Judenstaat bisher auch andere bindende Resolutionen missachtet hat, sich darüber hinwegsetzend, quasi als „Enfant terrible“ der Staatenwelt, das, trotzig - wie ein verwöhntes Kind reicher Eltern – macht, was es will, ohne Sitten und Regeln zu beachten.

Ein Zynismus dieser Art, der menschverachtend ist und staatenverachtend, verbindet dieses Israel des Netanjahu mit Diktatoren wie Kim aus Nordkorea, der – als kleiner Raketenmann mit der Bombe – auch machen kann, was er will, ohne dass ihn die Supermacht USA, deren Flugzeugträger er bereit ist, zu versenken, wirklich stoppen könnte, ohne einen Atomkrieg zu riskieren!

Ja, aus Israel hat die Bombe!

Und ein Minister aus dem Kabinett des Netanjahu, ein menschenverachtender Rassist, würde Gaza längst atomar[3] zerstört haben, wenn es nach ihm gegangen wäre, vielleicht in Berufung auf Josuas Vertilgung des Amalek[4]!

Was wird aus der Welt, wenn kleine oder große Staaten mit der Bombe weiterhin machen dürfen, was sie wollen, Putin in der Ukraine, Netanjahu in Gaza, Xi Jinping bald in Taiwan?



[1] Was auch auf die Republik Österreich zutrifft?

 

[2] Ohne im Westen Beachtung zu finden, bombardiert Israel Stellungen im Südlibanon und in Syrien, während Hisbollah und die Huthi im Jemen, die gerade einen Frachter mit angeblich israelischer Fracht beschießen, dagegenhalten.

 

[3] Erinnert sei an das Vorgehen des Saddam Hussein, der seinerzeit „Giftgas“ gegen die eigene Bevölkerung einsetzte, gegen eine „Minderheit“ im Staat Irak, die zufällig „Kurden“ hießen, nicht „Palästinenser“ wie heute, in dem von Israel seit 1967 besetzten Gaza.

 

[4] Vgl. dazu meine Beiträge. Bedenklich ist: in den Köpfen einiger Rassisten Israels spukt auch heute noch das weltanschauliche Gedankengut aus der Zeit vor 

3 000 Jahren, verbrieft in den fünf Büchern Mose und in Alten Testament.

 

 


Israels Armee (IDF) will die Hamas-Tunnels in Gaza fluten – Gefahr für die dort noch festgehaltenen Geiseln? 

Biden, in Sorge um das Schwinden der internationalen Akzeptanz bei dieser Art der Kriegführung, ermahnt bei Netanjahu zur Zurückhaltung, halbherzig, wie immer – 

noch ein Zwischenbericht nach 65 Tagen Krieg in Gaza aus der Feder von Carl Gibson

Kommt es - noch - auf gute 100 Menschenleben an, bei 18 500 toten Zivilisten?

Das fragen sich vielleicht auch die Zyniker Macht um Netanjahu und Gallant sowie aus dem Kriegskabinett, die für diese 18 500 toten Zivilsten verantwortlich sind, darunter inzwischen bestimmt mehr als 8 000 Kinder.

Was von Anfang an festzustehen schien, als die ersten Bomben fielen und ganze Häuser-Kolonnen stürzen ließen wie bei einem Erdbeben: die Geiseln, um deren Befreiung es doch eigentlich gehen sollte – neben der Ausrottung der Hamas – waren wohl von Anfang an „abgeschrieben“, als eine Art „Kollateralschäden“ verbucht, als Opfer für den Staat im Sinne einer makabren Staatsräson, die von Willen-zur-Macht-Politikern vertreten wird, die sich gerne selbst als „Demokraten“ bezeichnen, sogar als Behüter und „Verteidiger der Zivilisation“, ihren Staat ebenso als „Demokratie[1]“ sehend, vielleicht sogar als Vorzeige-Demokratie oder als „Demokratie der Zukunft“, und somit für einen Staat, den man früher einmal repressive „Diktatur“ nannte.

Der Einzelne ist nicht, das Volk ist alles!

Wie oft schon schrieb ich gegen diesen Zynismus an, gegen die zynische Haltung der Mächtigen und der Macht dem Individuum gegenüber, gegen die Menschenverachtung von oben herab, die den Deutschen aus der jüngsten Geschichte vertraut ist, die in Putins Reich Geltung hat, wo gerade jetzt wieder ein namhafter Dissident[2] von der Bildfläche verschwindet, die vor allem aber im roten Imperium der Mitte des Xi Jinping gilt?

Netanjahu hat vermutlich andere Ziele, als das Leben von über 100 Geiseln zu retten. Selbst die „Ausrottung der Hamas“ in Gaza ist wahrscheinlich nur ein Vorwand, um den ganz großen Krieg gegen die Ajatollahs aus Teheran zu führen, in dem die USA – sehr zum Missfallen von Biden – verstrickt werden soll! Das Szenario eines Rücksichtslosen, der bisher walten durfte, ohne Menschenleben zu achten, eigene und fremde?

Man hätte den – von Katar, Ägypten und den USA eingefädelten - Austausch von „Geiseln“ der Hamas-Miliz gegen Inhaftierte Palästinenser aus den von Israel besetzten Gebieten im Westjordanland, der so gut funktionierte und vielen Menschen die Freiheit brachte, doch fortsetzen können, ohne diesen – mit fadenscheinigen Argumenten – abzubrechen, um weiter bombardieren zu können!

Das sollte nicht sein – was eindeutig auf „Kriegsziele“ hinter der „Geiselbefreiung“ verweist!

Wenn jetzt die Tunnel[3] geflutet werden sollen, damit die Kämpfer der Hamas aus den Katakomben von Gaza hochkommen wie die Ratten und andere Geschöpfe bei Hochwasser, dann werden die dort unten wohl festgehalten Geiseln auch sterben.

Das weiß auch Biden! Also frohlockt es nicht bei solchen Meldungen!

Ganz im Gegenteil; der stärkste alte Mann der Welt ist sogar in Sorge und mahnt zur „Mäßigung“ bei den undifferenzierten Bombardements, die alle töten, Geiseln wie Zivilisten, jetzt, nach 18 500 toten Zivilisten in Gaza, befürchtend, das Verständnis der Völker der Welt für die Vergeltungsorgie im Vernichtungskrieg Israels in Gaza gegen Palästinenser werde schwinden, was auch zutrifft, denn gerade heute votierte das Gros der Menschheit gegen die Fortsetzung des Krieges, ausgetragen mit barbarischen, antizivilisatorischen und besonders inhumanen Mitteln.

153 Staaten der Welt wollen eine „Feuerpause“ im Gaza-Krieg mit inzwischen 18 500 toten Zivilsten, nur 10 Länder sind dagegen, 20 enthalten sich – ein klares Votum!?

Während in den von Israel besetzten Gebieten im Westjordanland die „Raids“ weitergehen, ganze Armee-Kolonnen mit Schwerbewaffneten und Bulldozern gegen Widerständler vorgehen, Verhaftungen vornehmen, Wasserversorgungsanlagen zerstören, Straßen aufreißen, vor allem aber täglich Menschen töten, auch Kinder, nehmen in Gaza die Häuserkämpfe an Wucht zu, Mann gegen Mann, wobei auch israelische Soldaten fallen[4], weit über 100 sind es inzwischen nach israelischen Quellen, darunter 20 zu Tode gekommen durch eigene Kugeln und Geschosse, im „friendly fire“!

Auch das gehört zum Krieg.

Während am Boden schwere Kämpfe toben, gehen aus der Luft die Bombardierungen weiter.

In den letzten Krankenhäusern nur noch Horror-Bilder, die man im West-Fernsehen[5] nicht sieht!

Zu schrecklich, um gesendet[6] zu werden, wie die BBC schon Wochen feststellte.

Die IDF sprengte eine - von der UNO betriebene – Schule. Weit über 100 Mitarbeiter der UNO sind inzwischen tot, die meisten nicht im Norden von Gaza getötet, sondern in der Mitte des engen Streifens, bei Khan Younis, und im Süden, bei Rafah, wo es angeblich sicher sein sollte!

An keinem Ort ist man sicher vor Bomben in Gaza!

In den Straßen überall in Gaza – Rechtlosigkeit, ein Sodom und Gomorrah!

Nach dem bereits zusammengebrochenen Gesundheitssystem bricht nun auch noch die öffentliche Ordnung in sich zusammen - die Verhungernden ohne sauberes Trinkwasser, Toiletten, Duschen stürzen sich in ihrer Verzweiflung auf alles, was sie noch am Leben hält.

Ein Laster kippt Güte auf die Straße, Mehl, Wasserflaschen – wie im Westen Müll auf die Müllhalde! Die Verzweifelten[7] aus der Masse greifen zu – wie auf dem Ameisenhaufen: jeder trägt das weg, was er gerade erhaschen kann, keine Ordnung, kein System – nur Chaos!

Gewolltes Chaos? Cui bono?

Die UNO ist machtlos – denn Israel hat sich gegen die UNO gestellt, gegen die Völkergemeinschaft, am Boden in Gaza über die waltende IDF, in New York, in der Vollversammlung, de facto gegen den Rest[8] der Welt, beschützt nur noch von den USA, auf die aber alles zurückfällt, was in Gaza an Unrecht geschieht.

Viele Juden Amerikas haben etwas dagegen und sagen: „Nicht in meinem Namen“, „not in my name“ - junge Leute in schwarzen T-Shirts mit weißen Davidssternen und Kopfbedeckung friedlich im Kapitol, dort aber höflich vom Sicherheitspersonal hinaus geleitet, zivilisiert, ohne sie gleich abzuführen und sie für 20 Jahre im Gefängnis verschwinden zu lassen, aber auch „Elderly Jews“, Juden, die noch wissen, was KZ-Unrecht in der Diktatur bedeutet, willkürlichen Verfolgung durch ein repressives System, das macht, was es will.

Was erfährt der Deutsche von solchen Protest, der medial abgeschirmte Westeuropäer?

Nicht viel!

Wenn er dann diesen Krieg nicht versteht, den Krieg hinter dem Krieg und die Kriege, die noch folgen werden, denn die Bilder aus Gaza nähren den Hass in der Welt und fördern den Terrorismus noch in Generationen, dann braucht man sich später, wenn er selbst zum Opfer wird, nicht zu wundern über das, was man in Unvernunft politisch kurzsichtig selbst gesät hat.

 

 



[1] Als „selbst erklärte“ – self declared“ – Demokratie, was auch von bestimmten deutschen Sozialdemokraten mitgetragen und abgesegnet wird, ganz so, wie ein anderer SPD-Kanzler Putin das Zeugnis eines Demoraten ausstellte, sogar eines „lupenreinen Demokraten“!

 

[2] Nawalny.

[4] Vgl. zu den öffentlich genannten Opferzahlen meinen Beitrag „Kämpfen die Hamas-Krieger …“

 

[5] Aus meiner Sicht ist das eine echte Desinformation der Bürger. Dagegen habe ich in einem Extra-Beitrag vor Tagen noch einmal ausdrücklich protestiert.

 

[6] Al Jazeera zeigt den Schrecken trotzdem, das nackte Grauen, das so unter die Haut geht, dass auch ich immer wieder wegsehen musste, gerade dann, wenn das Leid der Kinder gezeigt, der von Schrapnell-Geschossen entstellten Gesichter, der Beinamputierten, alles Bilder, die nicht in die vorweihnachtliche Idylle einer heilen Christenwelt aus dem Heiligen Land passen.

Der Westen verschließ sich der Realität des Krieges, schweigt, verdrängt und billigt – die Grausamkeiten wie die Kriegsverbrechen.

 

[7] „desperate“ – ein häufig gehört Wort bei den Berichterstattern aus Gaza in diverser Konstellation, ebenso verzweifelt weitergereicht von den wenigen Aufrechten dort, die weiter berichten, obwohl die IDF über Drohnen und über Scharfschützen auch auf Journalisten Jagd macht und diese über den Haufen schießt wie die spielenden Kinder in den von Israel besetzten Gebieten im Westjordanland.

 

[8] Vgl. dazu meine Beiträge seit Kriegsbeginn.


 

 




Nichts kommt „aus dem Vakuum“, weder bei Putin, noch im Gaza-Krieg Israels

Alles hat Ursachen, Gründe, die oft sehr weit zurückreichen, die aber, wenn es zum Krieg oder zur reinen Vergeltung kommt, verdrängt und vernebelt werden, um „vollendete Tatsachen“ zu schaffen, und um dann, nach dem Sieg einer Partei oder eines ganzen Blocks von Staaten, über die Legitimität der erfolgten Vernichtung zu reden, über die „neue Ordnung“ und über „die Schuld an den großen Kriegen“ – bis hin zur durchgeführten „Siegerjustiz“, die die Mächtigen, die Gewinner des Krieges, dann auch nach ihren Vorstellungen von Recht und Gerechtigkeit durchsetzen.

Im Ersten Weltkrieg war das so, als Europa neu aufgeteilt wurde, nach dem Zweiten Weltkrieg ebenso, nur noch drastischer zum Schaden der Deutschen, wobei nachträglich willige Historiker das Tun der Machtpolitiker tatkräftig unterstützten.

Und heute?

Weshalb soll es heute anders sein, anders, wo doch nur kleine Nationen betroffen sind, im Irak, in Palästina, und nicht ganze große – wie die Nation der „Kultur und Zivilisation“ der Deutschen in Deutschland und in Österreich?

Guterres, der ein kluger Mann ist, ein erfahrener Politiker, vor aller aber „ein anständiger Mensch“ auch als Politiker, was einer Spezies entspricht, die im – ach, so „zivilisierten Westen“ - praktisch schon ausgestorben ist, hat auf das „Vakuum“ hingewiesen, auf die „Leere“, aus der nichts kommt, damit aber auch – sehr wirkungsvoll - auf die „echten, wahren Ursachen[1] und Gründe“ verweisend, die zu dem Unheil dieser Tage führten, zu einem Vernichtungskrieg an Zivilisten, wie ihn diese Welt in dieser noch nicht erlebt hat – mit blutüberströmten Kindern zu Tausenden, mit Leichenbergen in Krankenhäusern und Massengräbern, die die vielen durch Bomben anonym aus der Luft getöteten Menschen kaum noch fassen können.

Portugiesen wie Antonio Guterres, Spanier, Griechen – sie alle haben Diktaturen oder Bürgerkriege erlebt – also regt sich von dort auch noch etwas „zivilisatorischer Widerstand“ gegen das Große Morden des Netanjahu in Gaza, gedeckt von einem zutiefst heuchlerischen Westen in verabscheuungswürdiger Kumpanei, während die Deutschen, in historischer Schuld gefangen, sich provinziell verkriechen, kleinkariert mit ihrem Kanzler ohne Vision und Ethos, unehrlich, vor allem aber feige hinter Notlügen Zuflucht suchend , um so vom eigenen moralischen Versagen in großer Not abzulenken.

Auch das eine „Art Staatsräson“, um geduckt schlimme Zeiten zu überstehen, sich selbst rettend, wie andere sich über Vernichtung retten, doch noch für kurze Zeit, denn es wird auch ein Aufwachen geben nach dem Großen Morden , nach dem Versagen des gesamten Westens, die, auf meine Lebenszeit bezogen, mit dem Zweiten Irak-Krieg eingesetzt hat – in einen selbstherrlichen Krieg gegen das Völkerrecht, nach der Überwindung der kommunistischen Welt in Osteuropa, geführt nur aus der politischen Arroganz einer Supermacht heraus, die allein dastand, gesteuert von zynisch-amoralischen Lobbyisten aus dem Hintergrund, die über Krieg nicht nur noch mehr Macht gewinnen wollten, sondern vor allem Geld, schnelles Geld über Mord und Totschlag in der Ferne.

Dass dabei ganz Nordafrika destabilisiert wurde und der Nahe Osten noch dazu, scherte jene Leute um George W. Bush kaum.

Doch die Früchte jener Saaten ernten wir heute, beginnend mit der so noch nie gekannten Menschenvernichtung jenseits der Vorstellung - und wieder im industriellen Maßstab – bis hin zur endgütigen Ausrottung, nein, nicht nur der „Zivilisation“, denn das ist bereits erfolgt, sondern der gesamten Menschheit.



[1] Der Westen hat quasi ein Monopol auf seine Sicht der Dinge. Das war bei dem Einmarsch der Russen in die Ukraine so, wo die langjährigen Entwicklungen in der Ukraine ignoriert und verdrängt wurden, die zur Krim-Annexion und zu dem Angriffskrieg führten; das ist aber auch heute so, wo man die Ereignisse vom 7. Oktober als einseitig als einzige Ursache ansetzt, ohne die historischen Entwicklungen seit 1948 mit Kriegen und Vertreibung zu beachten, die zu Widerstand, Aufruhr und Rebellion führten.

Die Moral, die der Westen bis zu einem gewissen Grad in der Auseinandersetzung mit Putin noch hatte, ist inzwischen dahin! Denn:

Alles, was der Westen Putin in Ukraine-Krieg vorwarf, ist bei Netanjahus blutiger Vergeltung in Gaza okay.

Die Beweise dafür kann man in den Protokollen des UNO-Sicherheitsrates nachlesen; oder, noch bequemer, am Bildschirm verfolgen – als „große Retrospektive westlicher Heuchelei!“

 - (In den mit - Vorwürfen aller Art gespickten - Ausführungen zum Thema „Völkerrechtsverletzungen“ vorgetragen von Außenminister Anthony Blinken und UNO-Botschafterin Greenwood.)

 

 

 

 

       Alles, was der Westen Putin in Ukraine-Krieg vorwarf, ist bei Netanjahus blutiger Vergeltung in Gaza okay: 

Netanjahus Israel schafft die Humanität ab … und vielleicht auch noch die gesamte Menschheit 

- Israel und die USA pfeifen auf das Völkerrecht – und sie pfeifen auch auf die UNO, während Putins Russland, fast schon reingewaschen und rehabilitiert, wieder moralisches Oberwasser bekommt.


Das sage ich nicht als Deutscher – das sage ich als Mensch, als Weltbürger!

Was in Gaza in Gaza abläuft, Kriegsverbrechenden am laufendenden Band, das ist nicht nur ein Kampf der aktuellen Regierung des Staates Israel nach innen, in welchem die die Bekämpfung der Terror-Miliz längst nur noch ein Vorwand ist – das ist, nach inzwischen 18 000 toten Zivilisten, davon 7 000 Kinder, ein Krieg gegen die gesamte Menschheit, der sich, immer noch gestoppt, vor den Augen der Welt vollzieht, denn die Welt ist vernetzt – und die Szenen des Grauens von Gaza, Horror, lassen sich nicht verbergen, längst auch nicht mehr legitimieren, denn Israel ist mit seiner Vergeltung, die man im internationalen Recht, im Völkerrecht „kollektive Bestrafung“ nennt und als Kriegsverbrechen einordnet, unvorstellbar weit über jedes vorstellbare Maß hinausgeschossen.

Die Welt ist Zeuge – und die Welt wird Anklage erheben in vielen Formen, auch, wenn angeblich zivilisierte Demokratie wie Deutschland, immer noch eng an der Seite des unverhältnismäßig gegen Zivilisten kriegführenden Staates Israel nach innen, sich der Verantwortung gegenüber der gesamten Menschheit entziehen, kleinkariert, ideologisch motiviert, ohne einen Blick für das Ganze – und ohne Vision.

Israel und die USA pfeifen auf das Völkerrecht – und sie pfeifen auch auf die UNO, während Putins Russland, fast schon reingewaschen und rehabilitiert, wieder moralisches Oberwasser bekommt.

Während Putin, der de facto Rehabilitierte, am Golf persönlich Flagge Zeit, ohne dort, bei den Freunden und Beschützern der Hamas, eine Verhaftung befürchten zu müssen, greift Sergej Lawrow, der alte Fuchs dort, an gleichen Golf, in die Völkerrechtsdebatte ein, um über die Zurückweisung einer „kollektive Bestrafung“ den Zynikern der Macht aus Israel und den USA demonstrativ ins Gesicht schlagend, Israel, dessen Image in der der Welz inzwischen schweren Schaden genommen hat ebenso wie dem systemischen Rivalen USA, der westlichen Supermacht, die bei aller militärischen Stärke unter der Politik des alten Mannes aus dem Weißen Haus Biden moralisch ins Hintertreffen gerät.

Wie von Anfang an vor mir herausgestellt, überdecken, überlagern Netanjahus Schreckenstaten in Gaza die Kriegsverbrechen der russischen Armee in der Ukraine, die Morde in Butscha wie die Belagerung von Mariupol, was eine Neutralisierung zur Folge hat, der sich dann auch eine moralische Aufwertung anschließt.

Putins Russland bekommt – über die Taten in Gaza hinaus – aber besonders deshalb wieder Oberwasser in der Weltpolitik, weil der – ach, so moralische – Westen über Israel und angeführt von einer bigotten USA, einseitig wurde, Partei ergriff, die Fakten verdrehte, log, täuschte, im großen Chor, ein Land heuchlerischer als das andere, das Völkerrecht eben so aus den Augen verlierend wie Prinzipien, Werte, die „Zivilisation“ und die „Humanität“.

Sie alle, Israel, die USA, der gesamte Westen, von der EU, den Briten bis Kanada und Australien, haben sich viele politische Fehler geleistet und damit viel von ihrer Glaubwürdigkeit eingebüßt in diesem – immer noch nicht bewältigten – Konflikt, was den Feinden der freien Welt, den autoritären Regimen in Moskau, Peking und in Teheran nützen wird.

 

 

 

 

 

 

Carl Gibson:  

 „AMERICA FIRST“,  Trumps Herausforderung der Welt –  Wille zur Macht  und  Umwertung aller Werte!? 

 



    „Ihr Völker der Welt, schaut auf diese Stadt“ – schaut auf Gaza! Nach dem Willen einiger US-Politiker soll es noch viel mehr tote Kinder und Opfer unter den Zivilisten in Gaza geben!

7 000 tote Kinder sind noch nicht genug in Gaza?

Das sagt angeblich Lindsay Graham[1] in den USA, dem es nicht blutig genug sein kann!

Er gilt als Freund der Ukraine und hatte seinerzeit die Liquidierung Putins gefordert, den klassischen Tyrannenmord, wie man ihn, seit Caesars Tod, im – noch nicht christlichen - Abendland kennt, was dazu führte, dass die Russen ein Haftbefehl gegen ihn ausstellten.

Jetzt schreit dieser Demagoge der rücksichtslosen Art, ein Republikaner, der auch schon einmal Präsident der USA werden wollte, wohl, um in die Schlagzeilen zu kommen, nach einer Nichtbegrenzung der Opfer unter den Zivilisten in Gaza, was, so umgesetzt, einer neuen Barbarei Tür und Tor öffnet!

Wie viele Unschuldige sollen noch sterben? Und weshalb? Nur, weil man die Kinder, auch die Frühgeborenen aus Brutkasten, zu Komplizen[2] der Hamas erklärt, zu „menschlichen Schutzschilden“, die sich selbst den Bomben ausliefern – aus einem Fanatismus des Bleibens, das Ausharrens heraus wie einst die Deutschen im Krieg unverzagt heroisch und in Nibelungentreue an der Seite des Führers?

Doch dieser Zyniker der Macht mit dem freundlichen Antlitz steht nicht allein da mit seinen inhumanen Anschauungen.

Es gibt dort andere, einflussreiche Senatoren, die etwa den - durchaus integren - US-Verteidigungsminister Austin kritisch auf Korn nehmen, jetzt, nachdem er den engsten Partnern im Heiligen Land die Leviten gelesen hat, unverblümt und überdeutlich, indem er auf das strategische Niederlage Israels hingewiesen hatte, die sich einstellt, wenn die Moral aus dem Auge verloren wird, wenn es zu einem eklatanten moralischen Versagen  kommt, was längst der Fall ist, auch die die Schutzmacht USA dahinter - dies vielleicht orientiert an dem Fehler des Schwarzen Colin Powell, der es bis zum hochdekorierten General und Kriegsheld gebracht hatte, um dann – ihm Dienst einer falschen Sache – von der CIA und den Leuten um Präsident George W. Bush vor der UNO verheizt zu werden – als einer, der die Welt belog, um den Irak-Krieg möglich zu machen.

Dafür schämte sich Powell bis zu seinem Lebensende.

Also fuhr General Austin, der auch in Europa Gehör und Glaubwürdigkeit finden will, wenn er in Ramstein zur Ukraine-Krieg Stellung nimmt, dazwischen, im Bund[3] mit Blinken, dem glücklosen Außenminister, und mit Vize-Präsidentin Harris, doch nicht im Auftrag von Präsident Biden, sondern vielmehr gegen diesen, gegen den Alten Mann aus dem Weißen Haus, der, wohl schon von Alterssenilität gezeichnet, längst das Augenmaß verloren hat und dahinter auch den Blick für die wahren Interessen der USA in der Konfliktregion und als Supermacht in der Welt.

Abgesehen von dem Bürgerkrieg, der schon lang her ist, wurden alle Kriege der USA im Ausland geführt, die beiden Weltkriege, der Korea-Krieg, der nie erklärte Krieg in Vietnam – und fast immer „gewonnen“. Auch der Zweite Irak-Krieg, der zum Sturz von Saddam Hussein führte und zu der Entlastung Israels, eine Entlastung von äußerer Bedrohung durch Feinde aus der islamischen Welt, die noch deutlicher ausfallen könnte, wenn der Iran auch schon besiegt wäre.

Also fordern diverse Falken überwiegend aus dem republikanischen Lager, Schwarze[4] wie Weiße, die Enthauptung der Schlange aus Teheran, populistisch, um Profil zu gewinnen, aber auch aufgestachelt durch die eine andere Lobby, die alle so und anders an großen Kriegen sehr gut verdienen![5]

Dass es in den USA - die nun, nach dem Veto[6] im UNO-Sicherheitsrat die internationale Glaubwürdigkeit praktisch schon verspielte, mit Israels Taten der kriegsverbrecherischen Art aber auch das Image einer „moralisch agierenden Supermacht“, was gegenüber Putin und Xi Jinping in der Taiwan-Frage noch ausgespielt wurde - auch Opfer geben könnte nach den Erfahrungen am 11. September, daran denken die Selbstherrlichen nicht.

Die Arroganz der Supermacht, die glaubt, mit ihren Waffen überall und immer gewinnen zu können, kann bald ins Auge gehen, weil die Welt, wie oft von mir betont, inzwischen eine andere geworden ist.



[2] Soll man, wenn etwa die deutsche Kanzlerin politische Fehler begeht, alle CDU-Wähler totschlagen und die gesamte Sippschaft noch dazu, auf dass es nie wieder CDU-Unterstützer gäbe? So etwa denken Netanjahu und die zynischen Berater hinter Netanjahu, entschlossen, alle zu töten, die den Interessen Israels schaden, auch wenn sie unschuldig zwischen die Fronten geraten und als Menschen mit bloßen Leib den Kriegszielen entgegenstehen.

[3] Vgl. dazu meinen Beitrag.

[4] „the decapitation of the snake“, inzwischen ist der Mann aus den rennen.

 

[5] Vgl. dazu meinen Beitrag.

 

[6] Als stiller Beobachter aus der ferne hatte ich den Eindruck, dass die Botschafterin der USA bei der UNO, die schwarze Greenwood, die vor einem Jahr noch – ebenso wie Blinken – dem Aggressor Putin den Spiegel vorhielt, die vielen Kriegsverbrechen in der explizit betonend, das Bombardieren von Krankenhäusern, Belagerung, Deportation, also alles, was Netanjahu und die IDF jetzt in Gaza taten, sich dem Termin möglicherweise entzog, sich „vertreten“ – von einer wenig überzeugenden Gestalt, ihrem Vize, vielleicht um den hochanständigen UNO-Generalsekretär nicht zu brüskieren.

 

 

       

„Es gibt keine humanitäre Krise in Gaza“ – in der Tat! 

Aber es gibt eine „humanitäre Katastrophe“ dort, in Gaza, heute, nach zwei Monaten Krieg und Belagerung – 

Israels Staat und die IDF gegen die die WHO und UNICEF der UNO

Bereits kurze Zeit nachdem IDF-Chef und Verteidigungsminister Gallant die Belagerung von Gaza angekündigt hatte, im deklarierten Kampf gegen „human animals“, plakativ ausgerufen, ohne präzise zu erläutern, wen er, der ausgewiesene Humanist mit dem freundlichen Antlitz, mit den „Tieren in Menschengestalt“ meinte, die Terroristen der Hamas oder die 2,3 Millionen Einwohner von Gaza, allesamt Palästinenser, zeigten sich die Folgen dieser auch abrupt umgesetzten inhumanen „Belagerung[1] einer Millionenstadt durch die israelische Armee, in welcher vorgesehen war, schlimmer als in der Antike oder im finsteren Mittelalter, vor allem aber noch viel grausamer, die Menschen in der Stadt von Trinkwasser, Nahrung und der Energieversorgung radikal abzuschneiden.

Das ist ein Kriegsverbrechen!

Das wissen die Völkerrechtler der Welt, aber auch die West-Politiker der Regierenden, tragen dieses Kriegsverbrechen aber trotzdem mit!

Wie soll der Mensch so überleben, fragte ich mich als ein Autor, der fünf Bücher[2] zur Daseinsvorsorge in „zivilisierter“ Welt geschrieben hatte!?

Kann man heute so etwas Drastisch-Drakonisches an Isolation und Bestrafung über das Entziehen von elementaren Grundbedürfnissen menschlicher Existenz im 21. Jahrhundert noch irgendwo auf der Welt durchsetzen, auch noch im Namen der „Zivilisation“?

Das wollte ich nicht glauben – die Welt wird dagegen aufstehen, rebellieren, nahm ich an, denn solche Maßnahmen heben die „Humanität“ auf!

Ich habe mich geirrt!

Das „demokratische“ Israel, gesteuert von einer sehr rechten Regierung mit rassistischen Ministern, hat der Welt bewiesen, dass das geht!

Barbarei im Namen der aufgeklärten, westlichen Welt – und gedeckt von dieser!

Alles propagandistisch untermauert von Anfang an, währen der Westen einseitig Partei ergriff, um sich auf die Seite der Barbaren zu schlagen, die Barbarei auch noch rechtfertigend.

Alle voran, hinter der Ägide der – amoralischen USA versteckt – die sauberen Deutschen … aus dem Volk der Dichter und Denker … der Richter und Henker …nach Diktator Hitler und den Lehren aus dem Holocaust!

„Es gibt keine humanitäre Krise in Gaza[3]“,

hieß es damals, eine Botschaft, in die Welt gestreut von einem menschlichen Sprechautomaten, einem redenden Roboter der israelischen Armee, der heute immer noch reden darf, wohl, weil er das Narrativ der IDF, die immer wieder mit plump fabrizierten Fakes[4] auffällt, korrekt verbreitet.

Heute, nachdem aus der

humanitären Krise“

längst eine – die ganze UNO-Welt in Sorge versetzende -

„humanitäre Katastrophe“

wurde!

Man muss nicht unbedingt dem zuhören und folgen, was die Gegenseite sagt, wie es die arabisch-islamische Welt sieht:

es reicht, wenn man aufmerksam das verfolgt, was die UNO dazu sagt, die „Völkergemeinschaft“, die nicht nur aus den verlogenen Staaten der westlichen Welt besteht!

Nicht nur die „Moral“ ist inzwischen kollabiert, sondern das gesamte Gesundheits- und Hygiene-System in Gaza,

wo ausgehungerte Menschen ohne sauberes Trinkwasser, ohne ausreichende Nahrung, ohne Toiletten, ohne Hygiene und Krankenversorgung auskommen müssen, denn vom den 36 Kliniker der Stadt, existieren nur noch eine Handvoll, Kliniken, wo sich Leichenberge stapeln und die kleinen Kinder ihren schwerverletzten, auf dem Boden in ihrem Blut schwimmenden Eltern beim Sterben zusehen, während Scharfschützen der IDF auch noch in die Klinik schießen, um Ärzte zu töten oder einheimische Journalisten.

Darüber schweigt sich Deutschland aus.

Die WHO schreit auf!

Die UNICEF schreit auf.

Der Deutsche aber schaut „Wetten, dass“ – und feiert Weihnachten

mit einem Kirchgang, um fromm zu lauschen, was Gauck zu sagen hat, Steinmeier … und der Kanzler Scholz in seinem zeitgemäßen Halleluja der hanseatischen Art … „selig ist, wer vergisst“ …

Nancy Faeser aber wird vielleicht dafür sorgen, dass diejenigen zum Schweigen gebracht und sogar abgeführt werden wie die zittrige alte Oma, weil sie zu laut aufschreien, die „Staatsräson“ des Kanzlers in den Dreck ziehend, so aber die nationalen wie Sicherheitsinteressen Deutschlands gefährdend.

 



[1] Vgl. dazu meine Beiträge.

 

[2] Man findet diese in wissenschaftlichen Bibliotheken, selbst in Kanada.

[3] Vgl. dazu meinen – seinerzeit, kurz nach der Belagerung, hier auf dem Blog publizierten Bericht:

„Es gibt keine humanitäre Krise in Gaza“ – der Geist, der stets verneint als Sprecher der israelischen Armee – Wer bombardierte das Krankenhaus in Gaza und ist für angeblich 500 toten Schutzsuchenden und Patienten verantwortlich?

[4] Etwa am 10 Dezember mit einem Video über die angebliche Kapitulation von Hamas-Kämpfer in zwei Fassungen, einmal mit dem Gewehr des Kapitulierenden in der rechten Hand und einmal in der linken. Die Welt lacht darüber. Die IDF -mit dem Schuh des Hamas-Kämpfer in der Klinik und dem Tunnel, den Israel dort wohl selbst anlegte vor der Hamas-Zeit – wird auf diese Weise immer unglaubwürdiger.

 

 


 

 

     Neue Barbaren in einer großen Barbarei - wie kann ein deutscher Kanzler das stützen, was von erster Stunde an ein Kriegsverbrechen ist? 

Gaza – wie tief ist die Menschheit bereits gesunken?

Ein Kriegsverbrechen, für jedermann als solches zu erkennen?

Dagegen muss man aufstehen, ganz egal, ob man etwas von Völkerrecht versteht oder sich Moralphilosoph nennt, einfach so und ganz elementar, als Mensch, ohne zu fragen, wer da ein Kriegsverbrechen begeht, ob er Russe ist oder Jude, ob es im Busch[1] geschieht oder im Heiligen Land.

Es reicht nicht aus, Amerikaner zu sein oder Jude, um ein Kriegsverbrechen zu begehen. Wie deutsche Kriegsverbrechen nach dem Zweiten Weltkrieg beurteilt und gerichtlich verurteilt wurden, so muss die Welt auch heute richten, nach Milosevic im Jugoslawien-Krieg, nun auch über Putins Taten in der Ukraine, aber auch mit gleicher Konsequenz über Netanjahus ein Kriegsverbrechen in Gaza.

Wenn das nicht mehr möglich ist, darf sich die Menschheit nie wieder zivilisiert nennen und noch weniger human.

Dann leben wir als neue Barbaren weiter - in einer großen Barbarei.

 



[1] Der Völkermord in Ruanda wird gerade in Paris verhandelt.

 

 

 

 

    Die Glaubwürdigkeit der USA in der Welt ist erschüttert: 

Wie ein störrischer alter Mann aus dem Weißen Haus der westlichen Supermacht eine „strategische Niederlage“ beschert und so, ohne Augenmaß, dafür aber mit Blindheit geschlagen, den „moralischen Bankrott“ der USA herbeigeführt – 

in falscher Solidarität durch das „Veto“ zur Unzeit, die Zeichen der Zeit verkennend wie die Empfindungen der Völker der Welt. 

Über den moralischen Selbstmord der USA, ohne auch nur einen Schuss abzugeben.

Hat US-Präsident Joe Biden die Warnungen seiner eigenen Leute ignoriert, in den Wind geschlagen, als er das Veto im Sicherheitsrat der UNO gegen die „Feuerpause“ anordnete?

Hat er die warnenden Worte von Blinken[1], Austin und Harris einfach weggewischt, um ein dummes Zeichen zu setzen mit einem Veto, dass die USA in der Welt isoliert, als die eigentlichen Interessen der Supermacht USA in der gesamten Welt torpediert?

Das kommt davon, wenn ein alter Mann im Weißen Haus bestimmt.

Trump, der seinen Amtseid gleich auf zwei Bibeln ablegte, unfreiwillig aber konkret hinweisend auf die Heuchelei, die mit ihm von Amerika aus auf die Welt zukommen wird, war eine politische Katastrophe; er selbst ein Psychopath, der sich eigene Welten schuf, irreale, subjektive Welten, vorbei an nackten Fakten und Wahrheiten, ein nationales Unheil, das noch wiederkommen kann, um dann das wahre Gesicht zu zeigen, die – von mir oft beschriebene - Fratze der Diktatur.

Doch Trump, der in Putin ein Genie sah, hat keine Kriege geführt!

Biden galt seinerzeit als Antidot gegen Trump – und er wurde dann auch gewählt, als das kleinere Übel.

Seit längerer Zeit aber fragen sich manche gute US-Bürger mit Recht: ist dieser Biden, der so unnatürlich über den Rasen huscht, hin zum Hubschrauber, der ihn irgendwohin fliegt, nicht zu alt, um den mächtigsten Staat der Welt noch „gesund“ zu regieren, langfristig vorausschauend? Oder ist das Bewusstsein des Alten schon eingetrübt?

Weiß Biden noch, was er tut?

Was Biden mit Netanjahu hinter den Kulissen besprach, bevor er ihm sein „Go“ gab, grünes Licht für schwere Vergeltungsschläge der IDF auf ganz Gaza, auf die vielen Menschen dort, die nichts mit der Hamas zu tun haben, wissen wir nicht!

Wir wissen nur, wohin es geführt hat!

Und das war absehbar!

Als Biden bald darauf nach Israel eilte, um noch mehr Fakten zu schaffen - im Namen der „uneingeschränkten Solidarität“ mit Israel, war Netanjahu, der bei einem James Baker[2] noch abblitze und vor der Tür gesetzt wurde, ohne je wieder empfangen zu werden, bereits ein ausgewiesener Kriegsverbrecher und viele Kinder tot, tot neben Kranken, Alten, Schwachen, Gaza-Stadt bereits eine Wüste.

Un doch sagte alte Mann aus Amerika: weiter so, Netanjahu!

Jetzt, nachdem 17 000 Zivilisten nicht mehr unter den Lebenden in Gaza weilen und 1, 9 Millionen Menschen aus der Stadt auf der Flucht, ungeborgen unter Bomber der IDF in dem engen Streifen umherirren, ohne Nahrung, ohne Wasser, ohne Schutz, ohnmächtig und ausgeliefert selbst im UNO-Lager, blockiert die von dem alten Biden regierte USA mit einem Veto eine „Feuerpause“, gegen 15 Mitglieder des UNO-Sicherheitsrats, auch gegen Frankreich, wobei sich die Briten enthalten.

Bidens USA stellt sich somit gegen die Völker der Welt – und ruiniert das moralische Image der USA möglicherweise für immer, denn diese Art der Kriegführung mit nie gekannter Zerstörung von Menschen und Gütern ist nicht mehr weder legitim zu begründen, noch aus der Welt zu schaffen.

Die Bilder unkontrollierter, unverhältnismäßiger Zerstörung werden wirken wie ein Fluch bis ins zwölfte Glied und die Verantwortlichen belasten, die Ausführenden ebenso wie die Befürworter dahinter, nämlich Biden, der für Netanjahus Taten voll verantwortlich gemacht wird.

Der alte Mann wird bald abtreten von der Weltbühne, er wird gehen, als Politiker und als ein Individuum, das seinem Land dienen wollte und auch gedient hat – bis zu dem letzten großen Fehler dieses alten Mannes in falsch verstandener Solidarität, der, wie so viele, die Interessen eines rücksichtslosen Machtzynikers mit den -langfristigen, existenziellen Interessen des jüdischen Volkes in Israel und in der Region – verwechselte.

Während Biden scheidet, wird der ganz große Schaden für die Nation unter Gott bleiben, fortwirken und die wahren Feinde der USA jubilieren lassen!

Ein alter Mann hat die USA exponiert!

Wird ein Verrückter bald die moralisch schwer ramponierte Supermacht der westlichen Welt gänzlich zerstören?

Der altersenil und ohne Weitsicht versagende Biden hat die Bahn bereitet für Trump, der wieder gewinnen wird, weil die die Bürger der USA eine tief gespaltene Nation sind – und vor allem, weil es keine echte Alternative zu dem großen Amoralisten gibt, ähnlich, wie damals in Deutschland, zu dem aufstrebenden Hitler!

Als ich seinerzeit mein Buch gegen Trump schrieb, kritisch, aus der Sicht eines ethischen – „moralisierenden“ Europäers, befürchtend und auch vorausagend, Trump werde gewinnen und Präsident werden, was auch eintrat, wie andere meiner Endzeit-Vorahnungen, wie Pandemie und Krieg, gedachte ich das „Land und die Leitnation der Freiheit“, die USA, vor jenem Unheil zu bewahren, auf meine Weise, Biden vertrauend, auf Biden setzend, auf den gesunden Menschenverstand, auf Erfahrung in der Politik, auf Augenmaß und Weitsicht!

Nun aber muss ich erkennen, dass - der alt gewordene, für das hohe Amt schon zu alte – Biden, kurzsichtig geworden, einfältig und naiv, die Katastrophe erst recht herbeigeführt, den „moralischen Bankrott“, den ich bei Trump befürchtete und der mit dem Sturm auf das Kapitol auch eintrat – auf dem Weg der USA in eine Diktatur.

Doch ist es nur das Alter, das diese gewaltige „strategische Niederlage“ der – militärisch immer noch übermächtigen - USA herbeiführte – oder ist es die Lobby jenseits der Moral, die in Amerika mächtiger ist als sonst wo auf der Welt und über Präsidenten bestimmt, also auch über Krieg und Frieden?

 



[1] Genau vor einem Monat hatte Blinken erkannt, dass bereits zu viele Palästinenser getötet worden waren, „unschuldige Palästinenser“, wie Harris später ergänzte. Zu den Ausführungen von Blinken, Austin und Harris vergleiche meine zeitnahen Beiträge auf diesem Blog.


 

 

Der Wert des Menschen – in Israel … und im Rest der Welt – Israel und die USA gegen die Völker dieser Erde, auf dem guten Weg in die Selbstisolation, die schwere Folgen haben wird

Um einen Soldaten aus der Geiselhaft der Terroristen frei zu bekommen, hat Israel etwa 1 000 Gefangene, Eingefangene - de facto „politische Häftlinge“ aus den von Israel besetzten und mit eiserner Kralle regierten Gebieten - freigesetzt.

Damit hat Israel eine Aussage über den Wert eines Israelis, eines Palästinensers und zugleich des Menschen an sich getroffen – aus der Menschen- und Weltsicht eines selbstherrlichen, selbstgerechten Staatswesens heraus, das man auch mit weitaus drastischen Begriffen umschreiben kann, die, bei Gott, nicht auf das zutreffen, was der deutsche Kanzler mit dem schwachen Gedächtnis - bei seiner Charakterisierung von Netanjahus Israel - mit „demokratisch“ umschrieben hat.

Der Zufall wollte es, dass ich am 7. Oktober, als Terroristen, Kämpfer aus den Brigaden der Hamas und unterstützt von anderen Gruppierungen ähnlicher Art, in Israel einfielen, einen Beitrag publizierte, der die Überschrift Der Wert des Menschen“ trug, eine Episode aus meinem Widerstandsleben in einer kommunistischen Diktatur abhandelnd, in welcher ich, der Aktivist für Menschenrechte und Opponent, zum Untermenschen gemacht wurde – im Stil der Nazis und Stalins, die in ihrem Machtbereich auch über den Wert Menschen bestimmten! Willkürlich und diktatorisch!

Was ist heute in den von Israel besetzten Gebieten anders, etwa in Ost-Jerusalem, wo man gestern den Arabern dort, den Palästinensern, das Beten in der Al Axa Moschee verweigerte, dafür aber einen Marsch der Rechtsradikalen, der Rassisten dort auf das Gelände zuließ?

Was ist heute in den von Israel besetzten Gebieten im Westjordanland anders, wo Soldaten überall, wo sich Menschen ansammeln, mit Tränengas in die Masse schießen, wo man potenziellen Feinden auf offener Straße in das Bein schießt, während in der Ferne eine Kamera läuft und mit filmt, wo man Kinder beim Spielen abknallt, weil Scharfschützen der IDF, die nicht nur auf Esel schießen, das so richtig und angemessen finden nach dem 7. Oktober, weil die Opfer nur Palästinenser sind?

Wo hundert Menschen zusammengefangen werden wie Vieh, entblößt werden auf der Straße – und, gleich seinerzeit in Guantanamo und Abu Ghraib – gedemütigt werden, darunter Minderjährige, Alte, ein Journalist, zwei Ino-Mitarbeiter und viele Unbekannte, die verhaftet und irgendwohin gebracht wurden, um verhört zu werden, wie Netanjahus Sprecher zugeben musste, nach die anklagenden Bilder öffentlich wurden, gefilmt und gestreut von wem auch immer.

Massives Unrecht in einem rechtlosen Raum.

Wieviel davon bekommt der ARD und ZDF-Zuschauer in deutschen Landen mit, um sich eine Meinung zu bilden, über das Israel, das von Bundesregierung, von Leuten Wie Scholz, Baerbock und Faeser unterstützt wird, de facto „unkonditioniert“, ganz egal, welcher Kriegsverbrechen in Gaza begangen werden, Verbrechen gegen die Menschheit, die der früher schon schuldig gewordene Deutsche heute blind mitträgt, billigt,

nicht aber in meinen Namen!

Viele junge Menschen, die man in Europa doch zu guten Demokraten erziehen will, in einen - wohlgemerkt, moralisch verkommenen Europa mit Politikern, die sich ständig etwas vorlügen, bigott Wasser predigen, um selbstherrlich Wein im Verborgenen zu genießen – wissen nicht viel von Guantanamo und Abu Ghraib, denn sie waren noch nicht geboren!

Auch wissen sie wenig von dem von dem Krieg des – ewig betrunkenen - George W. Busch „gegen das Völkerrecht“ und den blühenden Landschaften der Demokratie im Irak, die der Massenmörder, der in den USA ein ehrenwerte Mann ist, dort geschaffen hat – als US-Präsident, bald nach dem Vater Bush und dem ehrwürdigen James Baker, Politikern mit gesundem Menschenverstand Augenmaß, denen die Deutschen ihre Einheit in Wiedervereinigung verdanken, Gentlemen der Politik, die diesen Netanjahu, den es damals schon gab, Paroli boten im Geist der Werte – und die diesem schon damals unverschämten Zyniker der Macht und Rechtbrecher Netanjahu „die Tür wiesen“, der aber nun aber wieder das ist, ermächtigt von Faschisten, um Kriegsverbrechen in nie gekannter Dimension zu begehen – und das, vor den Augen der Welt und nach den Lehren aus dem – für die Juden so grausamen – Holocaust.

Diese Rassisten um Netanjahu machen bei der Wertung des Menschen genau dort weiter, wo Nazis und Stalinisten aufhörten.

Darf ich dazu schweigen? Muss ich dazu schweigen, nur, weil, ich einen deutschen Pass besitze, im Herzen aber ein Weltmensch bin – wie die Epikureer und Stoiker der Antike es waren, aus deutscher Herkunft kommend und aus zwei Linien, die unbelastet durch Geschichte gingen? Ich bin ein Mensch – im eigentlichen Sinne des Wortes! Kann ich es als zulassen, dass nach den Nazis Hitler und Stalins ein Übermensch andere zu „menschlichen Tieren“ erklärt und zu Tausenden massakrieren lässt, anonym, aus der Luft mit Präzisionsbomben, die alles zerstören, Häuser und Menschen, unschuldige Kinder!

Und das auch noch im Namen des jüdischen Volkes, das dies, nach Netanjahu, so will!

Ich glaube nicht!

Meine Pflicht ist es, zu reden, dann zu reden, wenn die Vielen schweigen!

Mit allen Konsequenzen, auch wenn die Truppe der Nancy Faeser bei mit auftaucht, um mich – etwa wegen einer Hamas-Verherrlichung - abführen zu lassen – wie damals in der Diktatur, als ich ein Menschenrecht für mich einforderte, aber auch für andere Mit-Menschen!

 

 


 

Ich beschuldige das öffentlich-rechtliche Fernsehen Deutschlands der systematischen Desinformation und distanziere mich noch einmal öffentlich von der Gaza-Politik der Regierung Scholz – Nicht in meinen Namen, Herr Scholz!

Noch ein „J’ accuse“ von Carl Gibson, den „Rufer aus der Wüste[1]

Sind ARD und ZDF nur untertänige Diener der Politik, genauer, der gerade Regierenden?

Sie die – über Gebühren zwangsfinanzierten Sender – zur objektiven Berichterstattung verpflichtet?

Wie ausgewogen muss die Berichterstattung sein?

Wie kritisch?

Wie ausführlich muss der Fernseh-Zuschauer informiert werden?

Und darf die Politik – die die Zusammensetzung des Fernsehrats bestimmt und von dort aus mitsteuert – Vorgaben machen, was überhaupt berichtet werden darf – und wie „politisch korrekt“ das Gesendete zu sein hat?

Dar Gaza-Krieg ist ein Exempel, an dem sich diese Fragen[2] objektiv überprüfen und objektivieren lassen.

Wer will es wissen?

Ich will es wissen,

obwohl ich mir diese Fragen längst beantwortet habe, anlässlich von „Putins Krieg in der Ukraine“ – und jetzt, und, seit dem 7. Oktober, im „Krieg Israels in dem besetzten Gaza“, dessen Verlauf ich in den ersten Wochen auch noch über ARD und ZDF verfolgt hatte, nachdem ich schon – aus rein komparatistischen[3] Gründen – auf BBC ausgewichen war, parallel dazu auf CNN – und schließlich auf Al Jazeera[4] in englischer Sprache, um auch die

„Perspektive der arabisch-islamischen Welt“[5]

unmittelbar mitzubekommen, die im gesamten Westen fast gänzlich unter den Tisch fällt, selbst in Frankreich, wo 6 Millionen Muslime leben, bei den Briten, was es aufgrund der kolonialen Vergangenheit ähnlich ist, aber auch in dem – besonders politisch korrekten - Deutschland, das vor Israel kuscht, auch wenn Israel Kriegsverbrechen am laufenden Band begeht, obwohl in diesem Staat neben dem deutschen Staatsvolk, dessen Identität de facto untergegangen ist, immerhin

3 Millionen Türken leben,

mehr als 1 Million Syrer, andere Muslime aus Afghanistan, Irak, Irak, selbst aus Palästina.

Fazit – und das noch bevor ich große Worte mache:

Wenn ich nur auf ARD und ZDF gesetzt hätte –

ich wäre heute praktisch desinformiert,

desinformiert über die einseitige Berichterstattung, die gefährlich ist, weil sie eine einseitige Meinungsbildung nach sich zieht, und der Bürger, der längst politisch umerzogen ist, auf Abwege geführt wird, die ethisch unhaltbar sind, die aber die Kumpanei und

„Komplizenschaft“ der aktuellen Regiereng Scholz,

ja, des gesamten Westens,

mit der kriegsverbrecherisch agierenden Rechtaußen-Regierung mit rassistischen Ministern des vielfach ausgewiesenen Kriegsverbrechers Netanjahu in Gaza ermöglichen, indem das Volk diese zynische Machtpolitik der „Staaträson“ – angeblich – mitträgt!

Wer nicht widerspricht, der billigt!

So billigt der Deutsche das Unrecht seiner Regierung,

von deren Politik ich mich in der Gaza-Frage inzwischen mehrfach losgesagt,

öffentlich distanziert habe!

Nicht in meinen Namen, Herr Scholz!

Ich konstatiere ein totales Versagen der öffentlichen Medien, was in einer „funktionierenden Demokratie“ Folgen haben müsste – denn mit Volks-Verführungs-Methoden dieser Art arbeiteten die Nazis unter Hitler, Deutschland in die Diktatur führend!

Da ich weiß, was eine Diktatur ist, habe ich, ein Aktivist für Menschenrechte seit 1977im Geist von Jimmy Carter, etwas dagegen.

Menschrechte gelten für alle, auch in den von Israel besetzen Gebieten, wo man Aktivisten abführt,

auch für Palästinenser, die Menschen sind, keine von rassistischen Übermenschen beherrschte Untermenschen, keine „human animals“!

Und auch das Recht auf freie Information ist ein Menschenrecht, speziell in einen Staat, der sich als „Demokratie“ definiert.

 



[1] Von dieser Sorte nach Zola gibt es aus meiner einige, selbst in Buchform, 2018.

 

[2] Vgl. dazu meine Beiträge zeitnahen auf dem Blog seit Oktober 2023 – auch mit Ausführungen zu der Berichterstattung von BBC und CNN sowie auf Al Jazeera.

 

[3] Wenn der Himmel es will, werden die 1 000 Seiten Beiträge zu einem Buch anwachsen unter dem Arbeitstitel:

 

Ein Werk, das ich in einem „neutralen Verlag“ – den ich noch suchen werde – publizieren wollen.

Carl Gibson,

Putins Krieg in der Ukraine

und

Israels Krieg in Gaza

Zwei Kriege jenseits des Völkerrechts im Vergleich

zwei Systeme, ein Kriegsgeschehen

Putins Krieg in der Ukraine - Als der Westen noch etwas Moral

und

Israels Krieg in Gaza - als der Westen den Rest Moral endgültig verlor

und

mit der Humanität die Zivilisation abschaffte in neuer, nie gekannter Barbarei

Eine Betrachtung aus ethischer Sicht

Die Verabschiedung der zivilisierten Kulturnationen von Werten, Prinzipien, Ethos und Humanität

 

[4] Wir leben in einer vernetzten Welt. Fakten und Bilder lassen sich nicht unterdrücken. Da Bilder für sich sprechen, habe ich selbst dem Deutschen, der kein Englisch spricht, empfohlen, sich die Bilder dort anzusehen, da die westlichen Sender ihm die Zeugnisse der Vernichtung, vor allem aber der menschlichen Leiden in einem apokalyptischen Szenario unterschlagen.

 

[5] Lange vor und während Putins Krieg in der Ukraine hat man im Westen immer wiederversucht, die „russische Sicht der Dinge“, von mir immer wieder angesprochen, unter den Teppich zu kehren, was – ebenso wie heute – zu einer sehr einseitigen Betrachtung der Dinge und Entwicklungen führte, die immer noch anhält.

 

 

 

Mit harter Hand und eiserner Faust – „Abu Ghraib-Horror-Bilder“ tauchen wieder auf[1], dahinter die nicht minder schreckliche „Philosophie von Guantanamo[2]“! 

Über „Freiheitskämpfer“, die man im Westen unisono „Terroristen“ nennt, über Szenen staatlicher Repression in den von Israel besetzten Gebieten im Westjordanland – 

und über das „Kultivieren des Terrorismus“ aus Unrecht und Krieg heraus - Wer Wind sät, wird Sturm ernten! 

Ein Essay zur unmoralischen Situation der Zeit aus der Feder von Carl Gibson

Dort, in der West Bank, die formal von dem altersschwachen Palästinenser Abbas mehr vertreten als regiert wird,  gibt es einen „bewaffneten“ Widerstand gegen die Besatzer, was man im Westen kaum weiß, denn der Westen ist mit sich selbst beschäftigt, in den – weltfremden – USA noch mehr als im alten Europa, wo ganz wenige Politiker das Denken und Handeln für die über 300 Millionen Staatsbürger übernommen haben, Gestalten, die wissen, was richtig ist und was falsch ist, in dem Staatengebilde der – historisch gewachsenen „Kultur und Zivilisation“, die sich „Demokratie“ nennt.

Netanjahus Israel, verantwortlich für den Tod von weit über 17 000 Zivilisten in nur zwei Monaten Vergeltungskrieg gegen Unschuldige, zählt sich auch zu diesen „Demokratien“ – und handelt auch entsprechend zivilisiert, im Krieg gegen die Kinder von Gaza, von denen man 7 000 ganz schnell wieder aus der Welt schafft mit Bomben, aber auch gegen Minderjährige in den von Israel besetzten Gebieten im Westjordanland, denn aus diesen Halbwüchsigen und Teenagern, die westliche Dekadenz und den richtungweisenden „American way of life“ ablehnen, um dafür nach muslimischen Ritus zu leben und aufrichtig zu Gott zu beten, können schnell Kämpfer werden, „Freiheitskämpfer“ im – naturrechtlich begründeten, wenn auch nicht verbrieften – Widerstand gegen die Besatzer.

Damit es nicht dazu kommt, greift Israel durch und sorgt – „präventiv“ – dafür, dass es diese „Freiheitskämpfer“, die man im Westen unisono „Terroristen“ nennt, nichtgeben wird, wenigstens nicht in ganz großer Zahl.

Also werden mehr potenzielle Kandidaten unter den jungen Leuten in den von Israel besetzten Gebieten im Westjordanland verhaftet, als man in Geisel-Austausch aus den Gefängnissen frei gelassen hat, aus den Haftanstalten mit Menschenrechtsverletzungen am laufenden Band und Repressionsmaßnahmen aller Art, die zwar keinen „demokratischen Normen“ entsprechen, dafür aber umso effizienter sind – bis hinein in die Demütigungen des Einzelnen, ganz egal, ob Mann oder Frau, Hauptsache sie wirken und erreichen den Zweck: die Knechtung des beherrschten Untermenschen, so, wie sie – vor noch nicht allzu langer Zeit – von Konquistadoren in Südamerika ausgeübt wurde, von Kolonialherren in Afrika oder von den britisch sozialisierten Regierungen in Kanada, Australien und Neuseeland im Umgang mit den Minderheiten der Einheimischen, den man das Land ihrer Herkunft einfach und mit Macht genommen hat, oder am brennenden Mississippi des Ku-Klux-Klan.

Ein paar Dutzend Männer, teils mit entblößtem Oberkörper, kauern an dem Boden, einige mit den Händen im Genick, viele mit dem Blick zum Boden, so, wie man das aus dem Gefangenlager der USA in dem rechtlosen Raum Guantanamo-Bay auf Kuba kennt oder aus den Gefängnissen im Irak nach dem Zweiten Irakkrieg des George W. Busch, ausgetragen gegen das Völkerrecht und garniert mit Kriegsverbrecher diverser Art, über die man heute kaum noch spricht und mit der ästhetischen Nacharbeit von „Killerkommandos – alles Präzedenzfällen hochzivilisatorischer Kriegführung -mit eingebetteten Journalisten – ethisch-moralisch vorbildlich und richtungweisend für Imitator Putin in Syrien und – nach der Krim-Annexion – in der Ukraine sowie für das Agieren der Wagner-Söldner unter dem ehemaligen Sträfling und abgestraften Engel Prigoschin.

Die Gedrückten, eingefangen landesweit für welche Vergehen oder Unterstellungen auch immer, umstellt von Soldaten der israelischen Verteidigungsarmee, die den Staat Israel und sich selbst auch dort verteidigt, geharnischt und in Waffen, werden wohl demnächst abtransportiert, nach Israel, heißt es im Begleitbericht zu den Bildern, in Gefängnisse geworfen, dort verhört, gefoltert, festgehalten auf unbestimmte Zeit auch ohne Anklage und rechtsbestand – alles urdemokratisch natürlich und ganz im Geist des Stärkeren, der bestimmt, was Recht ist und der sein Recht auch gnadenlos ausübt, wobei – der durch und durch heuchlerische, verlogene - Westen untätig zuschaut!

Diese Art der Gerechtigkeitskultur, die ich seinerzeit, als George W. Bush – inspiriert und gesteuert von Dick Cheney, Donald Rumsfeld und Wolfowitz – seine Vendetta gegen Saddam Hussein, dem Fürsprecher der Palästinenser, führte, die „Philosophie von Guantanamo“ nannte, führt heute, ähnlich der blühenden Landschaften des Jim Beam-Gesteuerten aus dem Weißen Haus zu einer „Kultur des Terrorismus“, denn man erntet das, was man gesät hat!

Seit biblischen Zeiten ist das so – und das sollten auch bibelfeste gestalten der Politik wissen, Bush, mit Eingebungen von hinter den Sternen, Trump, der gleich auf zwei Bibeln seinen Amtseid ableistet, aber auch Netanjahu, der aus Amerika stammt, nun aber die Bibel so auslegt, wie er sie gerade gebrauchen kann, in Berufung[3] auf Josua und auf andere Vorbilder der Unterdrückung und Ausrottung, deren Geist heute im Gaza-Krieg, aber auch in den von Israel besetzten Gebieten im Westjordanland weiter wirkt, um Unheil für die gesamte Welt zu schaffen.

Netanjahu kultiviert mit seinem – vom Westen gebilligten - Mordfeldzug[4] gegen die Kinder von Gaza und gegen das gesamte palästinensische Volk ganze Generationen von „Terroristen“, die als „Freiheitskämpfer“ dem Westen noch große Probleme bereiten werden.

Was wir schon kennen, wird sich wiederholen und noch drastischer ausfallen als am 11. September.

Wer Wind sät, wird Sturm ernten!

Auch das sollten die Bibelkundigen auf Israels Regierungsbänken und im Kriegskabinett wissen, rassistische Politiker, die Atombomben[5] auf Kinder werfen wollen, vergessend, dass sie sich dabei selbst treffen, ja, sich selbst ausrotten, nur schneller als mit der Kultivierung von Hass und Hetze, Ungerechtigkeit und Vernichtungskrieg mit „konventionellen“ Zerstörungswaffen der besonders leistungsfähigen Art, die auf einen Schlag gleich 500 Menschen töten – wie in Jabalia, in Gaza!

 

 



[1] Gesehen am 7. Dezember auf Al Jazeera.

 

[2] Erörtert in meinen – auch in den USA wenig geliebten – Werk „Quo vadis, Germania, 2016;

die Amerikaner haben viele meiner Titel angeschafft und in ihre Elite-Bibliotheken gestellt, nicht aber dieses! Wohle aus gutem Grund!?

[3] Vgl. dazu meine hier publizierten Beiträge zu Netanjahus Amalek-Vergleich.

[4] Manche Experten sehen die Vernichtungs-Strategie Netanjahus – nach nunmehr 10 000 angeworfenen Bomben – „als gescheitert“ an. Die Hamas konnte nicht vernichtet werden – und Geisel lassen sich nicht „mit Druck“ und nackter Gewalt befreien, wie das Netanjahu, Berater Mark Regev und Verteidigungsminister Gallant wollten.

 

[5] Vgl. dazu meine hier publizierten Beiträge.

 

 

 

 

 


 

 

Putin entspringt am Golf der Isolation – 

Die Kriegsverbrechen Israels ihn Gaza haben die Kriegsverbrechen Putins im Ukraine-Krieg neutralisiert, überdeckt – 

der moralisch komplett versagende Westen – mit einem Fehler nach dem anderen – eng an der Seite der USA und Israels in der Defensive … und fast schon gegen den West der Welt! – 

Wie man sich mit einer Haltung gegen Ethos und Völkerrecht verrennen kann!

Ein wohlgelaunter Putin am Golf – die Fehler des Westens machten diese Emanzipation und das neue Selbstbewusstsein des Aggressors möglich!

Die Scheichs dort, allesamt milliardenschwere Araber, die in der Hamas – wie Putin und Erdogan auch - „Freiheitskämpfer“ sehen, schütteln dem Russen vergnügt die Hand, ohne Absicht, den wegen „Kinderdeportation“ mit internationalem Haftbefehl des ICC gesuchten „Kriegsverbrecher“ verhaften zu lassen, denn inzwischen gibt es weitaus größere Kriegsverbrechen in Gaza, die Putins Heldentaten der makabren Art in den Schatten stellen.

Was Netanjahu und Gallant der staunenden Welt vorexerzierten, das schaffte der rote Zar aus dem Kreml bisher „so“ nicht!

Das ist ohne Beispiel, was in Gaza geschieht – und das wird das Ende des gesamten Westens einläuten!

Das fühlt Putin,

das ahnt Xi Jinping,

und das wissen längst auch die machtbewussten Scheichs in den Vereinigten Arabischen Emiraten, in Katar, in Bahrain, vor allem aber auch in Saudi-Arabien, die nun, klein und groß an Fläche, politisch inzwischen aber sehr einflussreich geworden mit ihrem Erdöl- und Erdas-Milliarden viel bewegen können und auch bewegen, manches, was dem Westen überhaupt nicht gefällt.

Doch der Westen, der sich falscher, politisch kurzsichtiger Weise an die Seiten eines Kriegsverbrechers aus Israel gestellt, immer noch unfähig, die eigene Haltung zu korrigieren, eine Blindheit, die nicht nur die Zivilisation abschafft, sondern auch die Humanität, dieser bornierte, prinzipien- und wertevergesse Westen hat sich selbst schachmatt gesetzt!

Die Araber am Golf aber sind nicht verblödet, auch die Ajatollahs nicht, noch die Südafrikaner, Lulas Brasilianer – und die anderen Völker aus dem Rest der Welt außerhalb des selbstherrlichen Westens sind es auch nicht!

Sie alle haben es satt, die Bevormundung des Westens hinzunehmen, der doppelzüngigen USA, der westlichen Staaten, die noch nicht vor allzu langer Zeit Kolonialherren waren, wie die israelischen Besatzer im Westjordanland heute, mit rassistischen Gesetzen regierend, und, noch bevor es einen Hitler gab, mit ungezählten Massakern an Zivilsten, raubend, stehlend, Menschen versklavend, mit KZ-Anlagen und anderen Verbrechen gegen die Menschheit glänzend.

„Humanität“, „Zivilisation“, „Kultur“ – das wurde schon Putin von „Zivilisierten“ ad absurdum geführt!

Und das wird jetzt von Israel übertroffen, auch mitgetragen vom Volk der Juden in Israel, die sich der eigenen Geschichte seit 1948 mit allen daraus erwachsenen Konsequenzen nicht oder nur halbherzig stellen wollen, genauso verlogen und heuchlerisch wie der gesamte Westen, Briten und Franzosen nicht ausgeschlossen.

Wie schon von mir hervorgehoben: Putin lacht, rehabilitiert aus Israel über Verbrechen an der Menschheit!

Unter hinter ihm lachen noch andere Gestalten der Macht mit Atomwaffen, der kleine Raketenmann auch Nordkorea, der vor der Kamera weint, der große Mann aus dem Reich der Mitte, den man – zur Freude der Leute aus Washington – in Deutschland einen „Diktator“ nennt, mit Recht sogar; hinter den Kulissen aber lachen auch die Mächtiger der Araber, die Reichen, und die Ajatollahs in Teheran, für die die Sache der Palästinenser und das Schicksal der Kinder und Menschen in Gaza nur ein Vorwand ist, ein Mittel zum Zweck, um noch mächtiger zu werden, Hamas, Hisbollah, Huthi aber nach Schachfiguren auf dem Brett im großen Spiel der Macht, während im Norden Amerikas – in den USA, inzwischen ein „Land der Unfreien“, in dem bald ein US-Diktator ohne Moral die Macht übernehmen wird – langsam das Licht ausgeht.

Ihnen allen nützen die vielen politischen Fehler des Westens, angeführt von einem alterssenilen Präsidenten, das Versagen der freiheitlichen „demokratischen“ Welt, die nicht nur die „Zivilisation“, sondern die gesamte Humanität aus den Augen verloren, aufgegeben und – unübertreffbar bigott – auf dem Altar der Macht geopfert hat.

Der kleinkarierte deutsche Kanzler, ein politischer Gartenzwerg, dessen Integrität ich seit langem öffentlich in frage stelle, beruft sich dabei auf die „Staatsräson“!

Kriegsverbrechen tolerieren, um frühere Kriegsverbrechen ungeschehen zu machen?

So sehen das Politiker ohne Moral, Scholz, ein Deutscher, von dessen Haltung im Gaza-Krieg ich mich mehrfach distanzierte, ebenso wie die oben genannten, für die der höchste Wert, den einige, die keine Kommunisten oder Atheisten sind, Gott nennen, Macht heißt – in inhumaner Welt, in welchem das Recht des Stärkeren bestimmt, in einem neuen Sodom und Gomorrha!

 

 

 

Die „Inhumanisierung“ der Palästinenser – „they are not humans“

Weshalb sollen die Kinder von Gaza, Palästinenserkinder und Zivilisten, die deutsche Überschuld aus dem Holocaust mit dem Leben bezahlen, Unrecht ausbaden, an dem sie nicht beteiligt waren? 

Dagegen gibt es „Widerstand“, den individuellen in der Distanzierung von der Politik der Regierenden „Nicht in meinem Namen[1]“, 

bei der UNO[2] 

und selbst aus dem US-State Departement[3] heraus

Was aber kein Mensch ist, darf man totschlagen, archaisch- biblisch, den Esel wie den Palästinenser.

Ein toter Esel ausgestreckt am Wegrand – ein „Kollateralschaden“ oder gezielt abgeknallt von einem Scharfschützen der israelischen „Verteidigungsarmee“, jener Armee, die die Grenze Israels zu Gaza nicht schützen konnte, die nun aber bei ihrer blindwütig wilden „Selbstverteidigung“ im „Angriff“ auf alles schießt, was ihr in die Queere kommt, ganz egal ob Palästinenser oder Esel!

Wo ist da der Unterschied?

Beides sind Tiere! Die einen, ob jung oder alt, mit zwei Beinen, die anderen vierbeinig, zum Lastentragen oder -ziehen bestimmt, beide Sorten zum Abschuss freigegeben, schon vor den Anschlägen vom 7. Oktober in der von Israels besetzten Gebieten im Westjordanland – und nun, seit dem Tag danach, um so grauser und menschenvernichtender Gaza, ohne Unterschied – im Kulturkampf der Juden Israels gegen die Araber in Palästina und gegen die arabisch-muslimische Welt dahinter, gegen die Religiösen, nicht nur aus Teheran.

Israels Verteidigungsminister Gallant hat an dem Tag, an dem er die „Belagerung“ Gazas und der Gaza-Bewohner der Welt verkündete, auch das ideologische Substrat dieses Kampfes – formal nur gegen die Hamas – mitgeliefert: das „they are not humans“, they are „human animals“ – das sind keine Menschen, das sind menschliche Tiere, Bestien mit menschlichen Antlitz, bezogen nicht nur auf die kämpfenden Brigaden der „Bewegung Hamas“, sondern auch und vor allem, wie die triste Realität schon mit den ersten Bombenabwürfen auf Gaza bewies, gegen alle Palästinenser, im Streifen … und dahinter, im besetzten Westjordanland, wo bisher über 3 500 Menschen gefangengenommen und über 200 Palästinenser getötet wurden, was heute kaum noch auffällt, wo in Gaza – und überall dort, wo keine Ecke sicher ist – 200 und mehr Zivilisten an einem Tag getötet werden.

So ist das, wenn ein starkes Volk in Waffen ein schwaches, besetztes, wehrloses und rechtloses bekämpft, mit ungleichen Waffen, aber auch noch mit einer rassistischen, menschenverachtenden Kulturkampf-Doktrin, die an den Umgang der Nazi mit den Juden erinnert!

Das KZ, das ein großes Ghetto ist, eine Menschenfalle, aus der der Zivilist nicht herauskann, ist schon da – und die Mittel der Dezimierung – unterscheiden sie sich noch von den Mitteln der Nazis?

Graduell – „ästhetisch“ – vielleicht, prinzipiell aber nicht; denn die systematische Menschenvernichtung wird heute in Gaza genau so konsequent betrieben wie die Judenvernichtung im Dritten Reich – und das auch noch mit dem Plazet der regierenden in Deutschland, die den Massenmord an Palästinensern gut finden, billigen, mittragen, vielleicht umso noch die späte Reinwaschung der deutschen Überschuld im Holocaust zu betrieben!

Von dieser zynischen Kumpanei mit Kriegsverbrechern habe ich mich persönlich mehrfach distanziert, mit einem eindeutigen „Nicht in meinem Namen“, denn immer, wenn ich Stimmen aus dem Ausland höre, die feststellen, Deutschland stünde eng an der Seite Israels und sei – wie die USA - gegen eine - Menschenleben rettende - „Feuerpause“, fühle ich mich unangenehm berührt, betroffen.

Weshalb sollen die Kinder von Gaza, Palästinenserkinder und Zivilisten, die deutsche Überschuld aus dem Holocaust mit dem Leben bezahlen, Unrecht ausbaden, an dem sie nicht beteiligt waren, jetzt noch, lange nach dem Zweiten Weltkrieg?

 



[1] Meine Distanzierung von der deutschen Haltung erfolgte mehrfach und schon vor Wochen.

 

[2] UNO-Generalsekretär Guterres bemüht heute, am 7. Dezember 2023, die „die schärfste Waffe“, die ihm von der Völkergemeinschaft eingeräumt wurde, den „Artikel 99“ der UNO-Charta, um die Mitglieder des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen zu einer Aussprache über die die katastrophale humanitäre Situation in Gaz zu „zwingen“ - mit dem Argument, die besonders kritische Lage dort könnte bei weiterer Eskalation zur einer „Destabilisierung der gesamten Region führen, was nahezu wortgleich ist mit der Aussage des türkischen Präsidenten Erdogan bei seiner Visite am Golf in Katar.

 

[3] Schon von frühester Stunde an, als US-Präsident Biden Netanjahu das „Go“ gab, grünes Licht zum Massenmord, zum Völkermord, bekamen die US-Diplomaten in aller Welt die Reaktionen der Völker und Regierund mit, den Widerstrand nicht nur jener 120 Staaten, die bei der UNO gegen diesen Vernichtungskrieg stimmten. Sie berichteten und forderten schon vor Wochen eine Korrektur, selbst Blinken, der ein Jude ist, ungehört aber und ignoriert von Biden.

Jetzt gibt es einen „Offenen Brief“ an den Präsidenten eben noch einmal aus dem State Department heraus, unterzeichnet von Eliten – und der alte Mann aus de Weißen Haus schaut immer noch weg, bleibt tatenlos, anstatt Netanjahus Massenmord zu stoppen.

Die USA werden das moralisch nicht durchstehen können – und Bidens Wiederwahl wird an der sturen Haltung an der Seite des Kriegsverbrechers aber gegen weite Teile der Welt scheitern.

 

 

Ecce Homo - Memento.
Christus am Kreuz im Arkau-Wald, Bad Mergentheim.

 

 

 

Gegen die „böse Hamas“, mit allen Mitteln, zerstörerisch, ohne Rücksicht auf menschliche Verluste – 

gegen das Netzwerk Hamas“, über das man im Westen nicht viel weiß,

gegen die „Kämpfer der Brigaden“ im Untergrund, 

besonders aber gegen die - angeblich als „menschliche Schutzschilde“ missbrauchten - Gaza-Bewohner, die trotzdem nicht weichen wollen:  

„Ich bleibe daheim, in Gaza, will im eigenen Land sterben, denn sicher ist es nirgendwo in Gaza!“

Ferner über die „Dr. Jeckyl and Mister Hide-Gestalten“ aus den Katakomben von Gaza und über ein mögliches „Stockholm-Syndrom“ bei den entführten Geiseln

 

„Herr, sollen wir auch Katholiken schlagen?

Der Unsern viel sind in diesen Mauern,

ist hier gestattet Mitleid und Bedauern?“

 

Der Abt entgegnet: „Dessen ist nicht not

Schlagt Ketzer, Katholiken, alle tot!

Wenn sie gemengt auch durcheinander liegen,

Gott weiß die Seinen schon herauszukriegen!“

 

 

Lenau, Die Albigenser, Beziers

 

Reut es dich? Dich reut’s,

Daß du gekommen bist ans Kreuz!

Lenau, Die Albigenser, Das Mädchen von Lavaur

Heiligt der Zweck die Mittel, alle Mittel?

1 800 000 Menschen aus Gaza hat man bereits vertrieben, in den Süden des ganz engen, dicht bevölkerten Landstrichs gedrängt, wo sie auch von der IDF, die inzwischen auch Esel tötet, bombardiert und dezimiert werden.

Die Vertreibung ist Kriegsverbrechen ersten Ranges.

Deutsche sollten davon wissen!

Das Abschlachten eines Volkes aber ist Verbrechen gegen die Menschheit!

Völkermord!

Auch davon können die Deutschen ein Lied singen, ein trauriges Lied, wie es Heine sagen würde, kein Eiapopeia vom Himmel! Nicht nur in Afrika, auch in Europa, am Mittelpunkt der „zivilisierten Welt“ seit dem Hellenentum und dem Weltreich der Römer.

Die Deutschen könnten kompetent mitreden, wenn es um Völkermord geht, um Ausrottung, um die Vernichtung von Juden und Palästinensern!

Aber sie schweigen dazu!

Und wenn sie reden, dann nur einseitig!

Unterschlagen wird aber auch im gesamten Westen die arabisch-islamische Sicht der Dinge und Entwicklungen, die historisch weit zurückreichen und die – auch Israel selbstkritisch – seit 1948 diskutiert werden sollten, ohne sich – ideologisch-religiös verblendet, politisch aber kurzsichtig und brandgefährlich – Weltanschauungen hinzugeben, die vor 3 000 Jahren gültig waren und das Leben der Juden bestimmten.

Der Westen weiß fast nichts von der Hamas, weil er nichts wissen will oder soll. Also versteht er auch die Abläufe dort nicht oder falsch.

Diese Einseitigkeit aber ist politisch gewollt – und sie zieht von den USA, wo die jüdische Lobby übermächtig ist und auch über Präsidenten bestimmt, über Europa hinein in die gesamte – noch relativ freie – westliche Welt, die sich als „demokratisch“ definiert, wobei – vor allem bei der Behandlung Israels als Akteur – mit „doppeltem Maß“ gemessen wird.

Im Fall der angegriffenen Ukraine unterstützt der solidarische Westen das Opfer – und in Gaza unterstützt der solidarische Westen den angreifenden Täter! Das verstehe, wer will!

Die Sicht der Opfer aber will man im Westen nicht sehen!

Ich bleibe daheim, in Gaza, will im eigenen Land sterben, denn sicher ist es nirgendwo in Gaza!“

So sehen es dort viele, weil sie wissen, dass sie nirgendwohin fliehen können in dem großen Gefängnis Gaza, das einige ein KZ nennen, „besetzt“ und belagert von der Besatzungsmacht Israel, die dort eigentlich das Sagen hatte, auch als die vom Volk gewährte Hamas regierte – und die heute immer noch das Sagen hat – über eine „Belagerung[1]“ und über einen Vernichtungskrieg, wie sie die Menschheit in dieser Form noch nie erlebte!

Die Hamas-Krieger versteckt unter den vielen Menschen?

Also schlagen wir Juden alle tot, nach guter christlicher Tradition bei der Ausrottung der Albigenser in der Provence, historisch dokumentiert, in kräftiger Poesie – als Anklage an die zivilisierte Welt, die sich „Christentum“ nennt von Lenau formuliert im Gedicht, wobei Jesus als Zeuge evoziert wird –

Reut es dich? Dich reut’s,

Daß du gekommen bist ans Kreuz!

Wie war es damals, als es noch kein großes Frankreich gab, aber eine blühende Provence – noch vor der Toskana der Renaissance – ein geistig-kultureller Mittelpunkt der westlichen Welt?

…. Schlagt Ketzer, Katholiken, alle tot!

Wenn sie gemengt auch durcheinander liegen,

Gott weiß die Seinen schon herauszukriegen!“

Die Belagerer sagten: alle totschlagen, Mann und Maus.

So auch Netanjahu und Gallant heute: wenn wir alle „human animals“ totschlagen, dann werden wir auch die Hamas-Leute treffen, die „Führer“, wenn sie nicht in Beirut sitzen oder in Katar, und die Krieger!

Damals, das war nach 1 200 n. Chr.

Heute, das ist Anno Domini 2023 nach christlichem Kalender!

Soweit hat es die Menschheit gebracht!

Bis zum Wahnsinn, sagt Lula.

Bis an den Abgrund, sagt Guterres!

Aber es ist noch nicht genug in Gaza, sagt Lindsay Graham in den USA, dem es nicht blutig genug sein kann!

Spricht er auch für Biden, für den alten Mann, der einmal als Friedenstaube antrat und der nun – gegen die Völker der Welt, die UNO und gegen die Humanität – diesen ungerechten Vernichtungskrieg – als „Komplize“, wie einige meinen, mitträgt und fördert!

Es soll keine Begrenzung bei Zivilopfern geben, sagt der US-Politiker, dem es um Schlagzeilen geht und der schon zum Auftakt von Putins Krieg in der Ukraine meinte, man würde der Menschheit einen Gefallen tun, wenn man den Russen umbrächte … in er Tradition des Tyrannenmords!

Die Deutschen schafften es nicht, den Führer aus der Welt zu schaffen.

Aber sie schafften es, Leningrad zu belagern bis die Hungernden Menschenfleisch verzehrten wie die Ukrainer im Holodomor Stalins, der jetzt, wo Netanjahus Mordgrauen alles überlagert, keine Schlagzeilen mehr hervorbringt – wie vor einem Jahr, als der Westen noch etwas Moral hatte!

Aber sie schafften es auch, Unschuldige umzubringen – industriel und in einer absurd hohen Zahl!

Wo stecken die Hamas-Krieger, fragte auch ich mich nach dem Anschlag! Sitzen sie in den Katakomben, 50 000 an der Zahl wie die Terrakotta-Krieger in aus dem alten China, um dann in der Nacht als Kämpfer hervorzukommen, um das Land vom Tyrannen zu befreien, als „Assassinen der Neuzeit“, geharnischt und in Waffen?

Hamas-Kämpfer – Terroristen, Geiselnehmer, Vergewaltiger, menschliche Bestien, Tiere in Menschengestalt, die hochkommen wie die Heinzelmännchen im deutschen Märchen, um Gutes zu tun oder um zu Morden?

„Freiheitskämpfer“ für einen, für den Iran, für Katar, für den Türken Erdogan, für Putin und vielleicht auch für die Chinese des Xi Jinping – Terroristen – wie die Verbrecher der Isis und der al Quaida – für die westliche Welt, wo man viel Näheres über das „Netzwerk“ Hamas nicht wissen will, noch über die Hintergründe und Ursachen, die zu den anti-westlichen Phänomenen von „Widerstand“ und „Terrorismus“ führten.

Das „Dr. Jeckyl and Mister Hide-Motiv“ kam mir in den Sinn, über das ich schon früher viel nachgedacht und geschrieben hatte, auch das „Stockholm-Syndrom“, nachdem die brutalen Burschen aus dem Untergrund sich der Welt als vollendete Gentlemen inszenierten, „mit winke, winke“ und „see you soon“!

Dem Westen reicht ein Bild: die böse Hamas!

Das reicht!

Wer mehr darüberschreibt, riskiert von Nancys Faesers Truppe abgeführt zu werden, denn er betreibt bestimmt „Hamas-Verherrlichung“!

Wenn er noch nicht in der Ecke steht, um von dort aus – als einsamer „Rufer in der Wüste“ kaum politischen schaden anzurichten mit dem, was er schreibt, dann wird man ihn – Akademiker hin, Akademiker her – in die Ecke verfrachten, wo er auch hingehört, als Menschenrechtler, den man hier nicht hören will, als freier Mensch und Geist, als Humanist in einer Welt der Heuchelei oder auch nur als mündiger Bürger, der, obwohl alt, schwach und an eine Matratzengruft gebunden, immer noch eine Meinung hat, die er frei kundtun tun will, um auch andere zum Nachdenken zu bringen, über die Welt, in der sie leben und der Kinder sterben damit, damit das Böse weiter walten kann, Gehirne vergiftend über dreiste Lügen, Täuschungsmanöver Hass und Hetze, auch von oben herab!



[1] Als Mensch, aber auch als Autor von 5 Büchern zum Thema „Daseinsvorsoge“ über Trinkwasserversorgung, Strom und Erdgas habe ich eine „Belagerung“ dieser zynischen, menschenverachtenden in diesem Jahrhundert nicht mehr für möglich und durchführbar gehalten.

Zum Thema „Belagerung vgl. meinen Beitrag, den ich schrieb, als Verteidigungsminister Gallant als Chef der IDF dieses Undenkbare verkündete, der eigentliche, umfassende Artikel dazu steht aber noch aus, aus Zeitgründen, aber auch, weil die folgenden Ereignisse alles überlagerten, eine Abhandlung, in welcher man von Troja ausgehen kann, das 10 Jahre belagert wurde, am Anfang unserer Zivilisation, über die Belagerung von Jerusalem bis hin in die jüngste Zeit, in das Weinsberg des Justinus Kerner und des Lenau - mit den tapferen Weibern, die das Kostbarste aus der Burg retteten, ihre Ehemänner, auf dem Rücken weggetragen, was mehr lustig als heroisch, dann aber auch in die traurige des Milosevic hinein, nach Sarajewo und zu Putin in Mariupol, worüber ich hier seinerzeit schrieb.

 


 

Nachdem 6 000 Kinder tot sind, will Netanjahu, der Retter der „Zivilisation“, über die „Vergewaltigungen“ der Hamas-Terroristen reden, von denen die UNO angeblich nichts hören will – im Appell an die „zivilisierte Welt“! 

Über die „Verantwortung“ für alles, was geschehen konnte, reden wir später!

Die „geköpften Babys[1]“ sind inzwischen vom Tisch. Nun soll also wieder ein Thema in den Vordergrund gerichtet werden, das dem Vernichtungskrieg – á la Josua gegen Amalek[2] wieder einen ethisch-moralischen Anstrich[3] geben soll, jetzt, nachdem 17 000 unschuldige Menschen tot sind und bestimmt noch 10 000 unter den Trümmern liegen, Opferzahlen, von den man im „zivilisierten Europa“ verlogener Christen und Atheisten noch nichts gehört hat – und die man in Israel auch nicht wahrnehmen will, weil es dort gilt, die Geiseln zu befreien und die Hamas zu zerschlagen, was immer auch der Preis sein sollte, wenn es um Palästinenser-Leben geht.

Das Volk will es so, sagt Netanjahu, und glaubt eine Mehrheit der Juden Israels und der Welt hinter sich!

Auf die Meinung und Haltung der anständigen Juden, die alles anders sehen und andere Politik machen würden, Veränderungen herbeisehnen, die zwei Völker in frieden nebeneinander koexistieren, leben lassen, darauf pfeift der Zyniker der Macht, der über Leichen geht, über Kinderleichen, mit tausendfachem Mord und Kriegsverbrechen am laufenden Band, über die kein deutscher Politiker öffentlich spricht, die aber für Hass sorgen, der über Generationen den Nachwuchs von Terroristen gegen den Staat Israel und gegen das Volk der Juden dort und überall auf der Welt gewährleisten wird!

Aus diesem ungerechten Krieg gegen Kinder wird noch viel Leid für Menschheit erwachsen, aus einem Krieg, der von den USA von Anfang an und bis zum heutigen Tag „so“ mitgetragen wurde, moralisch unverantwortlich und politisch kurzsichtig, denn der Schaden für Israel und für die USA wird immens sein!

Das die europäischen Pudel, dem Wesen der Hunde entsprechend, geduckt und folgsam mitlaufen, ist nur eine groteske am Rande, wobei die einzelnen Witzfiguren auf den Regierungsbänken sich selbst ad absurdum führen in ihrer bornierten Heuchelei.

Den Schaden hat die „europäische Kultur und Zivilisation“, die schon einmal an den Abgrund geführt wurde – durch Massenmorde von Lenin und Stalin am Volk der Russen und Ukrainer, dann durch Hitler im Holocaust.

Die Stimmen der verzweifelten Palästinenser, die mit dem Tod der Kinder und nahen Angehörigen durch Bomben aus der Luft nicht fertig, schreien die Ungerechtigkeiten zum Himmel[4], zu Gott Allah, Vergleiche nicht scheuend, die die Begriffe Netanjahu, Hitler, Juden, Holocaust und Palästinenser in einen Kontext bringen.

Verantwortung?

Wer trägt die Verantwortung für die Existenz der Hamas in Gaza, für das Erblühen und gedeihen des Terrors dort, der Israel nicht erst seit gestern bedroht?

Wer trägt die Verantwortung für den Überfall der Hamas auf das autarke, hochgerüstete mit modernen Vernichtungswaffen und Technologie ausgestattete Israel mit seiner gewaltigen „Verteidigungsarmee“ (IDF), die inzwischen auch Esel tötet, die aber doch „überrumpelt[5]“ werden konnte?

Wer trägt die Verantwortung

Für das eklatante, hochgradig blamable Versagen

der Regierung

und der Armee Israels?

Netanhahu!

Über „Verantwortung“ reden wir später , sagt der Kriegsverbrecher nach 6 000 toten Kindern in Gaza und 42 000 Verwundeten, von den noch viele sterben werden, weil er praktisch alle Krankenhäuser von Gaza, mühsam aufgebaut in Jahren von den Völkern aus Indonesien, Jordanien, Türkei und auch aus Europa, zerbomben ließ, auslöschen ließ, Ärzte töten und verhaften ließ, während Verschüttete unter den Trümmern schreien – mit dem Jesus-Kind[6] in Bethlehem auch in den Trümmern – Opfer, den man nicht helfen kann und die nun – nach 2000 Jahren – im Heiligen Land ihr Golgatha erleben.

Mein Gott, mein Gott – warum hat du uns verlassen!



[1] Vgl. dazu meine Beiträge zur „psychologischen Kriegführung und Propaganda der IDF.

 

[2] Vgl. dazu meine Beiträge.

 

[3] Auch das ein Kapitel zum Thema „Verhältnismäßigkeit“! Netanjahu, als Demagoge immer lügenhaft unterwegs, bemüht nun – neben historisch falschen Vergleichen in Sachen „Feuerpause“ wie Pearl Harbour und 11. September – das die „Vergewaltigungen“, um an das sittliche Gefühl der zarten Seelen im Westen zu appellieren! Das wäre ein Subjekt gewesen, wenn es die 17 000 Toten in Gaza mit kompletter Verwüstung der Stadt und der Region in nur 60 Tagen Krieg nicht gegeben hätte, nicht aber jetzt – nur billige Ablenkung vom eigenen Versagen jener Person, die auch die Angehörigen der Geiseln wochenlang im Regen stehen ließ und nu zugeben muss, dass – nach allem Druck – nicht alle Geiseln heil heimgebracht werden können, eben, weil man sie selbst aus der Luft mit Bomben gekillt hat.

 

[4] Auch davon bekommt der Wohlstandsmensch der westlichen Welt nichts mit, weder in den USA noch in Europa und anderswo, weil die Medien nur vorzensiert berichten und ihm die Horror-Bilder, aber auch die Emotionen der Betroffenen in Gaza unterschlagen.

Staatliche Desinformation nenne ich das - unverantwortlich aus meiner – ethischen – Sicht, die auch an das Danach denkt, an die schlimmen Folgen für die saturierten Völker der reichen Welt.

 

[5] Vgl. dazu meine zahlreichen Beiträge.

 

[6] Vgl. dazu meinen am 5. Dezember hier veröffentlichten Bericht, der der Christenheit den Spiegel vorhält, aber auch der Politik, die sich in Deutschland – bigott – auch noch christlich definiert.

 

 

Ecce Homo - Memento.
Christus am Kreuz im Arkau-Wald, Bad Mergentheim.

Das Jesuskind … unter den Trümmern - eine tiefere Botschaft aus Betlehem an die verlogene Christenheit vor Weihnachten … und an die letzten noch aufrechten Christen – weltweit.

Lasset die Kinder zu mir kommen!

Auch die Kinder von Gaza?

Jesus war ein Freund der Kinder, der Schwachen, der Schutzbedürftigen, der Entrechteten und der wehrlosen Armen.

Was ist aus dem Vermächtnis Christi geworden, wenn ein Rachengel aus dem Volk des Vaters Krieg führt, einen Vernichtungskrieg gegen Kinder?

Die Christen in Bethlehem, dem Geburtsort Christi, in den von Israel besetzen gelegen und dort einem strengen kolonialistischen Apartheid-Besatzungsrecht unterworfen, werden in diesem Jahr wohl nicht feiern.

Nach all dem Grauen, das sich in Gaza ereignete und dem Tod von mehr als 6000 unschuldigen Kindern, hat man in einer lutherischen Kirche das Christuskind in einen palästinensischen Schal gehüllt und in ein Trümmerfeld gelegt, das für die zur Wüste gemachten Stadt Gaza steht, aber auch für die geistigen Ruinen der inhumanen Welt von heute, die mit diesem Krieg gegen Kinder alles eingebüßt zu haben scheint, was vor einiger – und nach dem Holocaust – das Menschsein ausmachte!

Wo sind die Oberprediger, die Schriftgelehrten und Pharisäer der Deutschen aus der Kirche und der Politik, die jene tiefere Symbolik kommentieren könnten?

Sie schweigen wohl, wie damals, als die Deutschen duckmäuserisch, feige und fügsam Hitler zuließen, möglich machten und - mit den Nazis an der Macht - die Zerstörungskriege des Diktators im deutschen Namen!

Daraus hat man den Deutschen – auch noch Jahrzehnte nach dem Krieg und bis zum heutigen Tag hin – den Vorwurf gemacht, moralisch versagt zu haben!

Ein Präzedenzfall für die Akteure von heute, die wohl nichts aus dem Holocaust begriffen haben?

Sollte das Volk der Juden diesen Racheengel in eigener Sache nicht dringend abberufen und das so das große Morden an Kindern und Zivilisten einstellen, damit nicht morgen viele Völker der Welt den gleichen Vorwurf an das Volk der Juden richten, den die Deutschen so lange hören mussten?

Gauck, Steinmeier, die Moralisten der Nation, können darauf antworten, während Kanzler Scholz, der Genosse aus SPD, sich einer amoralischen Staaträson unterwirft, Kriegsbrechen gegen Kinder billigend, zu den Jesus nie „Ja“ gesagt hätte, unterstützt dabei von hehren Frauengestalten wie Baerbock und Faeser, die darum bemüht sind, dass nach innen und nach außen alles ruhig bleibt und die Deutschen und der Michel ruhig ein besinnliches, gnadenreiches, gesegnetes Weihnachten feiern können – mit Ochs, Esel und Königen und mit einem Jesuskind, das in kein Palästinenser-Tuch gewickelt ist.

Fröhliche Weihnachten, jetzt schon, vor „Nikolaus“ und dem Burschen mit der Rute.

 

 

 

 

 

„Ich bleibe daheim, in Gaza, will im eigenen Land sterben, denn sicher ist es nirgendwo in Gaza!“ 

Die böse Hamas, über die man im Westen nichts weiß – das Netzwerk, die Kämpfer und die angeblich als „menschliche Schutzschilde“ missbrauchten Gaza-Bewohner, die trotzdem nicht weichen wollen. – 

Über die „Dr. Jeckyl and Mister Hide-Gestalten" aus den Katakomben von Gaza und über das denkbare „Stockholm-Syndrom“ der Geiseln

Kämpfen die Hamas-Streiter in Gaza mit der Steinschleuder wie David oder mit dem Eselsknochen, mit welchen Samson den Haufen Philister erschlug? 

Die Opferzahlen der israelischen Armee (IDF) im Gaza-Krieg erscheinen mir nicht glaubwürdig! 75 tote IDF-Soldaten nach 6 Wochen Häuserkrieg und „Tausende“ tote Terroristen? 

Die Lage in Gaza heute: Daten, Fakten, Legenden - eine Zwischenbilanz am 5. Dezember 2023, vorgelegt von dem Zeitkritiker Carl Gibson

Die Zahl 72 hielt sich sehr lange, eine Woche oder länger. Da die IDF von Anfang an log und log und log, plump und absurd, sich selbst lächerlich machend, noch mehr aber unglaubwürdig bei Menschen mit gesundem Menschenverstand, habe ich die Opferzahlen in den Reihen der israelischen Armee sehr aufmerksam verfolgt. Nach dem Einmarsch gab es an die 20 Tote, dann nach Wochen um die 50, schließlich 72 tote Israelis, obwohl der „Häuserkampf“ schon tobte und die Hamas Videos veröffentlicht hatte, die auf mehr tote Soldaten schließen ließen. Das hat die Hamas später auch so verkündet.

Wie viele Soldaten Israels starben wirklich in diesem Vernichtungskrieg?

Beim Überfall der Hamas-Kämpfer sollen mehr als 300 Soldaten der IDF getötet worden sein, sagt die israelische Seite. Die Zahl war Teil der anfangs 1 400 Terror-Opfer am 7. Oktober, die später – vor einigen Wochen – von den Israelis auf 1 200 korrigiert wurde, dann noch einmal auf etwa 1 150.

Also bleiben noch etwa 850 überwiegend jüdische Zivilopfer auf der Liste, währen das westliche Ausland in den Medien weiterhin mit der Zahl 1400 operiert, besonders in den USA, wo man alles nicht ganz so genau nimmt.

300 IDF-Tote bei dem Anschlag – und danach, trotz „Häuserkampf“, wo es Mann gegen Mann geht und Mann gegen Panzer oder Flugzeug, die Hamas haben weder das eine, noch das andere, nur 72 tote Soldaten der IDF?

Das erschien mir unglaubwürdig, den die Hamas-Streiter kämpfen heute nicht mehr archaisch mit der Steinschleuder wie der biblische David oder mit jenen Eselsknochen, mit welchen Samson den Haufen Philister erschlug, sondern mit Panzerabwehrwaffen und Raketen, die Angreifer treffen und töten.

Im – inzwischen 20 Monate andauernden – Ukraine-Selbstverteidigungskrieg wurden überhaupt keine Verlustmeldungen der Armee publiziert. So hätte es die IDF auch halten können! Für wen waren also diese Zahlen bestimmt? Um das Volk in Israel zu vertrösten? Um auf die Effizienz der bis zu den Zähnen bewaffneten IDF-Truppe hinzuweisen, die Hamas, die Hisbollah, die Huthi und den Iran dahinter mit Eindruck abschreckend?

Wie viele Hamas-Kämpfer tötete die IDF?

Auch dieser Frage ging ich lange nach, um zu einer Einschätzung der Frontentwicklung zu erlangen und um daraus zu erkennen, wie nah die IDF den selbst gesteckten und von Netanjahu und dem Kriegskabinett politisch- strategisch vorgegebenen Kriegszielen bisher gekommen ist. Eine Frage, die der BBC-Journalist Ameriwola in der Sendung „Verified Live“ heute, am 4. Dezember, dem laut aufschreienden Netanjahu-Chef Berater Mark Regev[1] gestellt hat, dem ehemaligen Botschafter an der Themse, neben anderen seht kritischen Fragen, die Regev – auf die bewährte – nicht oder nur sehr ausweichend beantwortete.

Früher schon hatte ich – aus dem gleichen Munde, der oft die von der Hamas „geköpften Babys“ evozierte, um die es dann doch seht still geworden ist, ebenso um die während des Anschlags „vergewaltigten Frauen“ – von Tausenden toten Hamas Kämpfer gehört.

Heute sind, wie von dem Journalisten betont, 1 000 bis 10 000 tote Terroristen im Gespräch, einige einigen sich auf vielleicht 5 000!

Und Regev, der Kalte Krieger der besonders vehementen Art? Was sagt er … neben dem „They took us by surprise“!!!

„Tausende“, sagt er erneut, weil er nichts Genaueres weiß.

Weiterhin hält er aber an dem Mythos fest, die Hamas nütze die Bürger als „menschliche Schutzschilde“ in Gaza, das eine Diktatur sei, während die IDF, die bisher über 16 000 Zivilisten getötet hat, um die Sicherheit der Bürger besorgt sei und ganze Wohnanlagen nur zerstöre, weil sich dort die Hamas verstecke!

Die Regierung Netanjahus und die IDF bleiben bei ihrem Narrativ, dem man in Deutschland besonders loyal und unkritisch folgt, währen die BBC-Journalisten, ja, selbst die Amerikaner bei CNN und in den großen Blättern, scharf nachfragen und nicht alles hinnehmen, was von der israelischen Propaganda stammt.

Die militärische Lage in dem „schwer umkämpften“ Gaza am 5. Dezember:

das Jabalia-Flüchtlingslager, wo vor Wochen noch 150 000 Menschen lebten, ist entvölkert und nur noch ein Schutthaufen. Mehr als 10 000 Zivilopfer liegen noch unter den Trümmern – „under the rubble[2]“!

1,8 Millionen Bürger von Gaza, also 80 Prozent der Einwohner, wurden nach Süden angedrängt, nach Khan Younis und Rafah, wo sie sicher sein sollten – und werden auch dort bombardiert und von israelischen schiffen aus beschossen, während Panzer auf sind auf Khan Younis vorrücken.

In den letzten Krankenhäusern von 36 herrschen katastrophale Zustände, Leichen türmen sich dort – viele Schwerletzte liegen auf dem Fußboden herum und verbluten dort vor den Augen der Ärzte, die nicht recht helfen können, weil es an allem fehlt, darunter verwundete Babys und zahlreiche Kinder.

Über 200 medizinische Kräfte sind tot, Ärzte, Schwestern, Sanitäter. Die Weltgesundheitsorganisation WHO soll abziehen, fordert die IDF, um dann auch wieder zu dementieren. Wem soll man glauben im Kampf Israels selbst gegen die UNO?

61 Journalisten sind tot.

„Schwere Kämpfe“ werden nun um Khan Younis gemeldet, Schlachten, in welchen die Hamas-Krieger wohl mit Platzpatronen schießen, auch, wenn im Video der Hamas ein IDF-Panzer in Feuer aufgeht.

Aus den 72 Toten der IDF sind inzwischen 75 tote Soldaten geworden!

Erstaunlich bei solch heftigen Häuserkämpfen Mann gegen Mann!

Was sagen die kompetenten West-Experten dazu, die ausrangierten NATO-Generäle, die in Putins Krieg so gut Bescheid wussten?

Israel meldet nun seit dem 7. Oktober insgesamt 401 tote Soldaten! Ist das realistisch, glaubwürdig, nachdem allein beim Überfall, der die IDF für alle Zeiten blamierte[3], 300 Soldaten ihr Leben ließen?

Und was wurde aus der Hamas, nachdem die Zerstörungskraft der beiden auf Hiroshima und Nagasaki abgeworfenen Atombomben der USA angeblich in den aktuellen Bombardements von Gaza verdoppelt wurde?

Gesetzt den Fall, 5 000 Terroristen sind inzwischen erledigt, tot, von geschätzten 50 000!

Also sind noch 45 000 Krieger übrig, unten, in den Katakomben von Gaza?

Also könnte der Krieg gegen die Hamas, der so nicht geführt werden musste und auch nicht jetzt, tatsächlich noch 10 Jahre andauern, wie Macron[4] befürchtet, der wissen muss, wovon er spricht.

Die große Vernichtung geht weiter, in Gaza, aber auch in den von Israel besetzten Gebieten, wo die IDF seit dem 7. Oktober über 3 200 Palästinenser verhaftet hat, wo sie in „Raids“ mit Bulldozern die Wasserversorgungsanlagen zerstört, Häuser platt macht und die wild gewordenen jüdischen Siedler stützt, wenn diese auf die schutzlosen wie rechtlosen[5] Palästinenser vergeltend vorgehen.

Was sagen die USA dazu, die gerade noch zur Mäßigung aufriefen?

Es sei noch zu früh, Israel zurückzupfeifen, die Opferzahlen zu begrenzen, 16 000 Tote und weitere 10 000 unter den Trümmern bei 42 000 Verletzten – das ist alles noch nicht genug!

Es muss noch mehr werden an Tod und Vernichtung!

Putin hat es in 20 Monaten Krieg in der Ukraine angeblich – nach ukrainischen Aussagen – auf über 20 000 tote Zivilisten gebracht in diversen „Kriegsverbrechen“, die jetzt, nach den Taten der IDF in Gaza verblassen und den Russen als Chorknaben in Sachen Menschenvernichtung erscheinen lassen!

Putin kann sich nun getrost zurücklehnen und in aller Ruhe weiter Krieg führen, während – so ganz nebenbei – ICC-Ankläger Khan die „Kriegsverbrechen“ beider Seiten untersuchen und vielleicht auch verfolgen will, woran die Palästinenser kaum glauben.

Die Wischiwaschi-Politik der USA, an einem Tag so, am anderen anders, wirkt sich verheerend aus, was die Glaubwürdigkeit der Supermacht und des gesamten Westens aufs Spiel setzt und gefährdet.

Israel darf weiterhin machen, was es will, gesteuert von einem Netanjahu, der sich auch aus dem Weißen Haus nicht bremsen oder gar stoppen lässt.

Inzwischen darf man vermuten, dass dieser rücksichtslose Kriegsverbrecher den Wahlsieg von Trump abwartet, um dann, gedeckt von dem Psychopaten der unkalkulierbaren Art jenseits der Moral, noch verheerender agieren zu können, so lange, bis der Gaza-Streifen entvölkert und die dort lebenden Palästinenser tot oder vertrieben sind, ins Meer gejagt, in die Wüste oder doch noch zu den Brüdern im Glauben nach Ägypten, falls diese sich erbarmen und die Grenze doch noch öffnen sollten.

Es könnte aber auch sein, dass sich der halbverrückte Minister aus Netanjahus Kabinett, der eine Atombombe[6] auf Gaza abwerfen wollte, mit seiner Vision und Endlösung durchsetzt und die 2 Millionen Palästinenser nicht in einem Staat auffängt, auch nicht in zwei Staaten, sondern – in einer neuen „Nakba“ - diese nach Irland verfrachtet – gleich Hitler, der die Juden der Welt angeblich in Madagaskar ansiedeln wollte!

Auf Irland kommt dann noch einiges zu, aber auch auf Europa, das dann etwas arabischer wird auf der grünen Insel im Meer – und etwas muslimischer.

Der Krieg ist der Vater vieler Dinge – und die Vertreibung auch!

Gerechter wird diese Welt dadurch nicht, aber viel gefährlicher!

Wenn unser blauer Planet Terra dann doch untergeht, dann haben das selbstherrliche Israel und die noch selbstherrlichere USA, zwei Völker unter Gott, einen erheblichen Anteil daran!

Die Araber aber, Sunniten wie Schiiten, sagen dazu gottesfürchtig und ergeben: Inschallah!

 

 



[1] Vgl. dazu meinen Beitrag.

 

[2] Ein sehr oft gehörter Ausdruck, der auf die Ohnmacht der Zurückgebliebenen verweist, die ihre Toten mit bloßen nicht bergen können, um diese dann würdig nach ihrem Ritus zu beerdigen.

[3] Vgl. dazu meinen – vor Wochen publizierten - Beitrag „Wo ist die Armee“

[4] Vgl. dazu meinen Beitrag.

[5] Vgl. dazu meine Beiträge.

 

[6] Vgl. dazu meinen – vor Wochen publizierten – Beitrag.

 

 

 

 

 

„Berichten werde ich bis zuletzt. Ich widme mein Leben Palästina“, 

das ist die - wie Worte des Abschieds klingende - Botschaft einer jungen Journalistin, die bereit ist, für die wahrhaftige Berichterstattung aus Gaza alles zu geben, selbst das Leben.

Idealisten sterben nicht aus.

Einige gehen in den „Widerstand“ und tun dort das, was ihnen ihr Gewissen befiehlt; andere berichten von der Front[1], wahrhaftig, dem Tod trotzend, weil es Höheres ist, was sie antreibt, elementar Menschliches.

Was ist das Leben, wenn man es verlogen auf dem Misthaufen verleben muss, feige zusehend, wie die Lüge regiert und dahinter das Böse waltet?

Besser sterben für eine gerechte in diese so ungerechten Welt, für die Wahrheit, für das geliebte Vaterland!

Während anderswo im hochgradig dekadenten Europa die „vaterlandslosen Gesellen“ den Ton angeben, regieren und hündisch alles verraten, was an Werten verraten werden kann, die Kultur, die Zivilisation, die tradierten Werte und Prinzipien, ja, selbst die Humanität, um Massenmorde und Zivilsten und Kriegsverbrechen der wildesten Art abzusegnen, opfern sich junge Menschen, Unverdorbene, für Höheres, bereit, selbst ihr Leben hinzugeben für das – in Deutschland verschmähte – „Vaterland“, dass sie – nach dem Willen der Mächtigen dieser – ach, so gerechten Welt – nicht haben sollen,

für Palästina!

 



[1] Vgl. dazu meine Berichte zum Thema Presse und Frontberichterstattung, namentlich auch zum Tod von Journalisten, die gezielt von den Kräften der IDF liquidiert werden, aus der Luft und von Scharfschützen in Gaza, im Libanon und anderswo.

61 Journalisten sind inzwischen tot, so viele, wie noch nie in so kurzer Zeit und in nur einem Konflikt.

 

 

 

 

„Gott ist auf unserer Seite“! 

Ein Taubstummer aus Gaza, der alles verloren hat, führt durch die Ruinen – alle tot, alles zerstört, doch er bleibt zuversichtlich im Vertrauen auf Gott … 

„die Wüste wächst“ - das ist die „Zivilisation“, die Netanjahus Armee geschaffen hat. 

Eine kleine Geschichte aus dem Gaza-Krieg[1]

 

Verlust generiert Melancholie.

Wenn man das verliert, was einem im Leben wichtig war, wird man traurig, besonders, wenn nahestehende Menschen gehen mussten, abgerufen durch schwere Krankheit oder durch einen plötzlichen Tod – wie heute, zehntausendfach in Gaza, wo Kinder ihre Eltern verlieren, weil Bomben fallen, die alles zerstören, und Eltern ihre Kinder ganze Familien werden ausgelöscht; eine Großstadt stirbt, vertilgt, zur Wüste gemacht, zum Trümmerhaufen, vom Erdboden entfernt mit allem, was darin war, mit Gütern und 20 000 zerstörten Heimstätten, Wohnungen, intimen Häuschen, in den Leben pulsierte, unschuldige leben, viele, Kinder.

Der Taubstumme, der beim Besuch der Mutter dieser in ehrfürchtiger Verbeugung die Hände küsst, bevor er sie umarmt, hatte auch ein schmuckes Häuschen, wohl eingerichtet. Jetzt, nachdem die Bomben fielen, ist alles hin, das Dach ruft noch auf Säulen, doch die Wände sind alle weg und der Wind pfeift durch die Ruinen.

Zwei Neffen sind noch da – Fürsprecher des freundlichen Mannes, der nicht hören und reden. Er sei kraftlos und arm, könne das Haus, das er gerade noch renovierte nicht wieder aufbauen, sagen die Kleinen. Doch er, der Getroffene, der mit der Gebärdensprache durch die anderen Ruinen der Stadt führt, lässt sich die Lebensfreude nicht nehmen, bleibt zuversichtlich und sagt: „Gott ist auf unserer Seite“!

Der Glaube trägt ihn, unerschüttert, auch durch die Wüste.

Wo andere verzweifeln, weil sie Güter verloren oder andere Dinge, die nicht ganz so wichtig sind, bleibt er aufrecht und im Leben.



[1] Inspiriert von einer Sendung, die ich auf dem Sender Al Jazeera in englischer Sprache am 3. Und 4, Dezember verfolgte.

Kleine Geschichten dieser Art hielt ist fest, als ich die ersten 100 Tage aus Putins Krieg in der Ukraine begleite und kommentierte; solche Episoden sagen mehr über die Ereignisse im Krieg aus als nackte, abstrakte Zahlen.

 

 

 

 

 

Holländische Aktivisten von Oxfam verklagen den Staat Niederlande wegen „Komplizenschaft“ mit Israel in Den Haag

Mögen bald deutsche Aktivisten dem Beispiel folgen und die Bundesregierung unter Scholz zur Verantwortung ziehen für die unkritische Haltung an der Seite des kriegführenden Israel des Netanjahu, das ein Kriegsverbrechen nach dem anderen begeht, während die deutsche Regierung – in Berufung auf eine abwegige Staatsräson – dem nicht nur unkritisch zusieht, das massive Unrecht gegen Zivilisten billigend, sondern – wahrscheinlich, was parlamentarisch zu überprüfen wäre – auch im militärischen Bereich, etwa durch Lieferungen von Ersatzteilen für schon gelieferte Waffen, die jetzt gegen Zivilisten in Gaza eingesetzt werden.

Ähnliches werfen die Aktivisten in Holland ihrer Regierung, ihrem Staat vor!

Mögen die Gerichte im Haag und anderswo, das überprüfen, was moralisch sowieso sehr fragwürdig ist – und endlich einmal Recht sprechen in dieser von zynischen Machtpolitikern der rücksichtslosen Art pervertierten, so ungerechten Welt!

 

 

 

 

Hat Israel eine Lizenz zum Töten? 

Die Zeichen stehen auf noch mehr Krieg – wird der Krieg Israels gegen die Hamas noch 10 Jahre andauern, was der französische Präsident Macron befürchtet? 

Und wird das große Morden des Netanjahu und der IDF in Gaza zu einem Regional-Krieg eskalieren?

Der Meister ruft, doch der enthemmte Zauberlehrling will nicht hinhören, schon gar nicht folgen – die Vendetta geht weiter, mit 700 Toten innerhalb von 24 Stunden, der Rachefeldzug gegen Zivilisten im Namen der Terrorbekämpfung, vor der Biden gewarnt hatte, mit dem Argument, das angegriffene und – über das eigene Versagen beim Schutz der Grenze vor Feinden – gedemütigte Israel möge nicht die „Fehler“ wiederholen, die die USA seinerzeit – als Reaktion auf den Anschlag vom 11. September machten.

Blind vor Wut und Rachefühlen unverhältnismäßig zurückzuschlagen, über 15 000 Zivilisten tötend!  

Das ist keine kluge, weitsichtige, vorausschauende Politik!

So hatte es Biden nicht gewollt, aber zugelassen, obwohl absehbar war, dass diese Art der Kriegführung auf die USA und den Westen zurückschlagen und die Zivilisation des freien demokratischen Westens ad absurdum führen würde.

Also schickte der Alte Mann aus des Weißen Haus drei Emissäre aus, um den Schaden einzugrenzen, nach dem das Unfassbare geschehen war und noch mehr Ungeil für die USA und die Welt abgewehrt werden musste. Blinken, Haris, Austin – sie alle riefen zur Mäßigung auf, daheim jenseits des Meeres in der Golfregion, doch der wild gewordene Netanjahu machte weiter mit dem großen Morden in Gaza, während die Hamas – vom Norden Gazas aus, den die IDF des Gallant doch angeblich im Griff haben wollte, unter Kontrolle – Israel weiterhin mit Raketen beschießt.

Also könnten Experten wie – der auch in Europa bekannte – General Petraeus, der einen einjährigen Krieg gegen die Hamas prognostiziert hatte, recht behalten, womöglich auch der – schon seit Wochen massiv zurückrudernde - französische Präsident Macron am Golf, der argwöhnt, der Kampf Israels gegen die – im Westen ausschließlich als Terror-Miliz angesehene und eingestufte Hamas – könne 10 Jahre andauern!

Beflügelt von den Taten des Netanjahu im Krieg gegen ein ganzes Volk, stehen die Zeichen der Zeit und der Entwicklungen auf noch viel mehr Krieg!

Die Hisbollah, von Anfang an demonstrativ an der Seite der Hamas am Konflikt beteiligt, wird, nach dem Verlust von über 100 Streitern, aktiver – und die Huthi im Jemen auch, ebenso islamistische Kräfte in Syrien, alles gefährliche Akteure, islamistische Züchtungen des – schiitischen - Iran, die von der israelischen Armee jetzt schon bekämpft werden.

Wird der Übervater der Dinge eingreifen, was Amerika nicht will?

Fakt ist: die Entwicklungen können schnell eskalieren, über Nacht, vor allem, wenn Netanjahu kein Maß mehr findet in seiner Zerstörungswut!

Die Betroffenen in Gaza waren davon ausgegangen, dass es ruhiger wird nach der „Feuerpause“ und dem Austausch von eingefangen Menschen. Das Gegenteil war der Fall! Es wurde noch viel blutiger – ein Massaker nach dem anderen, ein Kriegsverbrechen jagt das andere.

Die von der IDF nach Süden geschickten Menschen, die schon alles verloren hatten, werden dort, pogromartig verfolgt, niedermetzelt mit Bomben aus der Luft, anonym, aber grausam, während der „zivilisierte“ Menschheit bei dieser Art der „Selbstverteidigung“ zuschaut!

Israel habe keine Lizenz zum Töten, meinen erfahrene Völkerrechtler – oder doch?

 

 

 


 

      Die Parole von „Israels Recht auf Selbstverteidigung“ – eine Schutzbehauptung am Buchstaben und am Geist des Völkerrechts vorbei?

„Israel has the right to defense itself“ – ein Satz, in die Welt gesetzt von den „Angegriffenen“ schon mit der Absicht, mit Wucht vergeltend zurückzuschlagen, mutet zunächst logisch an, ist auch spontan für jedermann nachvollziehbar – und doch geht er - bei näherer Betrachtung - ins Leere, denn das Völkerrecht differenziert genau zwischen dem Angreifer und den Angegriffenen.

Das in dem Satz ausgedrückte Prinzip eines „Rechts auf Selbstverteidigung“ besteht nur dann, wenn ein souveräner Staat einen anderen souveränen Staat militärisch angreift, nicht aber, wenn eine Miliz, die sich als Widerstandsbewegung aus dem Inneren heraus gegen die Besatzungsmacht[1] versteht und auch von anderen Staaten so gesehen wird, angreift, zuschlägt, was auf die Hamas zutrifft.

Was der Völkerrechtler weiß, soll die breite Masse der Völker wohl nicht wissen!?

Also wurde die von der israelischen Regierung so formulierte Doktrin vom Weißen Haus übernommen und von dort aus über alle Sprachrohre des Westens, der Regierungen, in alle Welt verbreitet, gebetsmühlenartig wiederholt und den Menschen eingetrichtert – als psychologische Kriegführung von Anfang an.

Scholz, Macron, Sunak – sie alle machten mit, wohl wissend, dass Israel für die Existenz der Hamas selbst verantwortlich ist.

Wie in einem menschlichen Körper, der von einer schweren Krankheit befallen, das bedrohende Geschwür nicht bekämpft wird, indem man den Krebs weiter wachsen lässt, anstatt ihn aus dem Körper zu schneiden, weg zu operieren, medikamentös zu entfernen, so ließ – das nicht immer gut regierte - Israel das gedeihen und heranwachsen, was für die eigene Existenz gefährlich war!

Netanjahu ließ die Hamas zu, was der informierten Welt nicht ganz entging, jetzt aber verdrängt wird, weil man vom eigenen Versagen ablenken will.

Netanjahu will das so im eigenen Interesse, um politisch zu überleben, wenn auch über Leichen unschuldiger Zivilisten, ebenso die Leute um ihn herum, die für das Versagen des Geheimdienstes Mossad und vor allem der israelischen Verteidigungsarmee verantwortlich sind, einer Armee, die nicht in der Lage war, die Landesgrenze zu schützen, die nun aber gegen Zivilisten Krieg führt und bisher über 6 000 Kinder getötet, unbewaffnete Kinder, unschuldige Kinder, die nichts mit der Terror-Miliz Hamas zu tun hatten, die aber auch keine Kollateralschäden sind, denn die Wohnungen der Zivilbevölkerung, die keine „Targets“ sind, wurden gezielt angegriffen, um vollkommen zerstört zu werden in einem offensichtlichen Ausrottungskampf gegen Menschen eines Volkes, gegen Palästinenser.

Erstaunlich ist die Tatsache, dass die Volksvertreter[2] der zivilisierten westlichen Welt, unter den es viele Juristen und auch Völkerrechtler gibt, diese Doktrin offen mittrugen, wohl wissend, dass sie nicht stimmt, auf Sand gebaut ist und den Fakten nicht standhält.

Man muss nur in die Geschichte blicken, um die Ursachen des Konfliktes zwischen der Besatzungsmacht und der Miliz aus dem Widerstand, zu verstehen, um dann alles mit den Regelungen des Völkerrechts zu verknüpfen.

Während der Westen in der einen, einseitigen Sicht der Dinge, die nur propagandistischer Art ist, eingelullt ist, darin heuchlerisch verharrt, wissen alle anderen[3], die das „international law“ buchstabengetreu auslegen, sehr wohl, was da gespielt wird, um zu verwirren und um diesen Krieg in dieser Form überhaupt zu führen und lange auszudehnen, obwohl mehr als 15 000 Menschen tot sind und die Opferzahlen zum Himmel schreien.



[1] So hat man mir das vor 30 Jahren im Studium des Völkerrechts in Wien und in Würzburg – bei Blumenwitz – vermittelt; so habe ich es noch im Gedächtnis. Oder hat sich alles verändert, weiterentwickelt, hin zur ein „Lex Israel“!?

 

Der völkerrechtliche Status von Gaza ist vielen Menschen nicht klar.

 

Sie wissen nicht, dass der Gaza-Streifen immer noch Israel unterstellt ist, obwohl sich das Land dort politisch zurückgezogen hat.

Deutlich wird der Status etwa an dem Aspekt, dass Israel keine internationalen Journalisten nach Gaza einreisen und arbeiten lässt, was auch für alle UNO-Mitarbeiter und andere Hilfsorganisationen – wie das Rote Kreuz – gilt.

[2] Wie viel Olaf Scholz von Völkerrecht versteht, kann ich nicht einschätzen; ich stelle aber fest, dass es in Deutschland der Regierungschef selbst ist, der, wohl beraten von ausgewiesenen „Experten“ des Völkerrechts wie Außenministerin Baerbock, diese eine Botschaft immer wieder ins Horn stößt, ohne zu vergessen den hochgradig heuchlerischen Hinweis auf das Völkerrecht nachzuschieben, was mich an den Usus der SED und Stasi in der DDR erinnert, die auch immer wieder – vor allem aber im ideologischen „Song – betonten, wer kämpfe für das Recht, habe immer recht, also die „Partei, die Partei“ – oder heute der Regierungschef, der Netanjahus Israel einen „demokratisch“ lupenreinen Persilschein ausgestellt hat – frei Hand für noch mehr Krieg und noch mehr tote Kinder!

 

[3] Die 57 Nationen der arabisch-islamischen Welt, Erdogan, Katar, Putin, die in der Hamas Freiheitskämpfer sehen, selbst China.

 

 

 

 

 

700 tote Zivilisten an nur einem, dem bisher opferreichsten Tag in Gaza, darunter viele Kinder! 

Nichts davon bei ARD und ZDF, dafür Propaganda! 

Einseitige, unvollständige Information der Deutschen im öffentlich-rechtlichen Fernsehen über die blutig-verbrecherischen Kriegs-Ereignisse in Gaza mit den bisher systematisch verschwiegenen Opferzahlen: das ist eigentlich Desinformation, oder? 

 

– Was der mündige Bürger und „Christ“ in seiner „heilen“, weihnachtlichen „Welt“ nicht sehen soll! Eine zeitkritische Betrachtung von Carl Gibson.

Wenn die deutsche Regierung eng an der Seite Israels steht, neben den USA, Großbritannien, Frankreich und – von wenigen Ausnahmen abgesehen - anderen Mitläufern aus der EU, dann kann das deutsche Fernsehen, das doch im Grunde objektiv und ausgewogen berichten sollte, also kritisch, vor allem aber korrekt, diese offizielle Haltung der Bundesregierung nicht konterkarieren!

Oder?

Ist Wahrheit etwa wichtiger als die Haltung an der Seite Israels, die – aus der Sicht der aktuellen Scholz-Regierung – Staatsdoktrin ist?

Eine Staatsdoktrin, die den „Genozid“ an den Palästinensern in Gaza rechtfertigt und mitträgt? Die „Kriegsverbrechen“ wie „ethnische Säuberungen“, Vertreibung“ „Massenmord“ an Zivilisten gutheißt?

Nach dem Grauen vom 2. Dezember mit 700 Opfertoten innerhalb von 24 Stunden und den Horrorbildern aus Gaza, Szenen, wo ich mehrfach wegschauen musste, obwohl ich gezielt hinschauen wollte, was geschieht, habe ich wieder die Probe aufs Exempel gemacht und mir die Hauptnachrichten der ARD um 20 Uhr angesehen, speziell, um festzustellen, was der Deutsche von dem großen Grauen in Gaza mit den vielen toten Kindern mitbekommt!

Was hatte ich im Vorfeld anderswo bereits gesehen, etwa auf Al Jazeera, wo Araber über das Los ihrer schwer getroffenen, heimgesuchten arabischen Brüder und Schwestern berichten? Ich, der alternativ Vorinformierte, der nun – als guter Komparatist auch in anderen Bereichen der Wissenschaft und Kritik – zu einem Vergleichen der Nachrichten schritt, zu der Verifikation des Umgangs der Medienmacher im Westen mit „Fakten“ und Legenden:

Horror-Szenen der unübertroffenen Art, wie sie kein Horrorstreifen im Kino bieten kann, alles echt, Blut, Blut, Blutabschlachtete Kinder mit zerfetzten Körpern, tote Babys aus dem Schutt, schlimmer noch, als nach einem verheerenden Erdbeben, denn solche Wunden, wie sie die Kinder nach dem Bombardements aufweisen, kann die Natur selbst in der Katastrophe nicht anrichten; ein blutüberströmtes Mädchen vor dem schon zerbombten Krankenhaus und noch weitere Kindern, die aus den Trümmern schreien, denen aber nicht geholfen werden kann, weil die schweren Betontrümmer mit bloßen Händen nicht hinweggeräumt werden können.

Was sieht die „zivilisierte“ Welt im Fernsehen davon, jener bessere Teil der Menschheit, „Menschen“, die gerade wegschauen, weil sie sich „das nicht antun wollen“, genauer der Deutsche, der – nach den Grauen des Dreißigjährigen Krieges – zwei blutige, verheerende Weltkriege erlebt hat, mit Massenmord, millionenfacher Vertreibung und Vergeltung?

Was siegt der – heuchlerische, durch und durch verlogene - „Christ“ von diesem - staatlich über Krieg bewirkten - Terror gegen Zivilisten im Heiligen Land? … in seiner wohlgewärmten Wohnstube auf dem Sofa neben dem Kamin, während weihnachtliche Musik erklingt?

Nichts!

Friert er mit, erfüllt von Empathie und christlicher Nächstenliebe, mit den barfußlaufen Kindern in den verdreckten Straßen von Gaza, die nach dem Bombardement verzweifelt und mit Asche nicht nur im Harr nach ihren Eltern schreien, suchen, diese aber nicht mehr finden können, weil der Schutt aus den eingestürzten Wohnhäusern[1] in Khan Younis die Toten bedeckt.