Freitag, 3. Februar 2017

Rumänien als Sujet – Rumänen-Bilder im „Hohlspiegel“ - Beiträge zu einer Revision der Herta Müller-Stilisierung. Auszug aus: Carl Gibson Heimat, Werte und Kultur der Banater Schwaben in den Zerrbildern Herta Müllers - Das „deutsche Dorf im Banat“, „Reich der Grausamkeit“ und „Hölle auf Erden“!?



Rumänien als Sujet – Rumänen-Bilder im „Hohlspiegel“ - Beiträge zu einer Revision der Herta Müller-Stilisierung.

1.       Herta Müller verhöhnt auch die Opfer von Auschwitz,

indem sie – gedankenlos und maßlos unverantwortlich – in ihrem dummen Satz „Ohne Haftbefehl gehe ich nicht mit“ alle Opfer totalitärer Systeme weltweit „verarscht“.
Trotz dieser groben Entgleisung der unwürdigen Art garniert mit Lügen und Plagiaten aller Art – und das alles in einem ZEIT-Artikel, der eine authentische Lebensbeschreibung und ein Zeugnis erfahrenen Terrors sein will, gab man dieser Person einen ethisch definierten „Nobelpreis“!
Der Wille zur Macht in der Politik über die Kunst macht es möglich – auf Kosten der Moral!

2.       Rumänien-Zerrbilder

Herta Müller sei eine Chronistin des Alltags während der kommunistischen Diktatur in Rumänien, schrieb einer sachkompetent in einem Online-Nachschlagewerk.
Das Gegenteil ist der Fall: Herta Müller liefert nur Zerrbilder ab, ganz egal ob belletristisch oder in sonstigen Statements.
Selbst ein Reich-Ranicki, der kaum etwas von der späteren deutschen Nobelpreisträgerin gelesen hatte, hatte große Mühe, in ihrer Literatur etwas Authentisches über den Alltag im Kommunismus vorzufinden.
Gesteigert wurde die eklatante Fehleinschätzung nur noch in einer Cicero-Inszenierung der Sonderklasse, in welcher die rücksichtslosen Marketing-Leute Michael Naumann und Michael Krüger ihre Auserkorene sogar als Chronistin europäischer Geschichte bezeichnen, wohl gemerkt eine Autorin, deren gesamtes Schreiben zutiefst ahistorisch ist und deren Geschichtsbild mit der Zeit des Großvaters einsetzt.

3.       Der Schriftsteller in Rumänien war fast immer ein feiger Schriftsteller

Meine Aussage aus der „Symphonie der Freiheit“ wurde seinerzeit (2008) deshalb so drastisch formuliert, um auf diese Weise das alles lähmende und zersetzende Duckmäusertum der kuschenden und systemloyalen Intellektuellen während der Ceaușescu-Diktatur auf den Punkt zu bringen, um im gleichen Atemzug ein Massenphänomen diktatorischer Gehirnwäsche einzufangen, das den Führerkult eines Stalin, Mao, Kim und eben auch eines Nicolae Ceaușescu ermöglichte und mittrug.
Doch ist das Kuschen und Ducken in Deutschland wesentlich anders?
Ist der saturierte Dichter im Land des Deutschen Michel, der systemkonform seine Verse zimmert, ohne anecken zu wollen, wesentlich mutiger als sein rumänischer Kollege während der Diktatur?

4.       Sind die Rumänen feige?

Bestimmt sind sie nicht feiger als die Deutschen, die Hitler, seine Diktatur und unvergleichliche Verbrechen ermöglichten. Trotzdem muss man daran erinnern, dass die Rumänen es auch Jahrzehnte nach dem Fall des Kommunismus in Osteuropa noch nicht geschafft haben, die Verbrechen des Kommunismus seit 1945 aufzuarbeiten.
Ermunterung, es nicht zu tun, erfuhren sie etwa von dem weitsichtigen Chef der Konrad-Adenauer-Stiftung, Ministerpräsident a. D. Bernhard Vogel, der, ganz dem Geist Adenauers verpflichtet, wusste, dass es auch ohne Vergangenheitsaufarbeitung eine Zukunft geben kann. Das rote Fell wird einfach umgefärbt, schwarzbraun, wenn es sein muss, also so, dass das verräterische Rot nie wieder durchschimmert und auf alte Geschichten verweist.
In Deutschland wurden konsequenterweise Kommunisten der Ceaușescu-Diktatur eingesetzt, etwa beim IKGS, um die kommunistische Vergangenheit in Rumänien aufzuarbeiten.
Man kam dieser Aufgabe nach, als Bock im Krautgarten, indem einem aufrichtigen Dissidenten während der Ceaușescu-Diktatur auch auf deutschem Boden nahe gelegt wurde, die Wahrheit zu beugen, die Linken zu schonen und Herta Müller aus dem Schussfeld der Kritik zu nehmen.

5.       Maisbrei explodiert nicht – Zum Fatalismus der Rumänen

Die Rumänen nehmen die Zerrbilder Herta Müllers über ihr Volk und Land teilnahmslos hin, in einem sonderbaren Amor fati, etwa so, wie die Landmannschaft der Banater Schwaben die jahrelangen Angriffe Herta Müllers auf das Schwabentum hinnimmt, demütig, ohne jede Gegenwehr. Duldsamkeit und Kriechertum sind manchmal historisch bedingt.
Das gebeugte Haupt bleibt vom Schwert verschont, meint der Rumäne, nach mehrhundertjährigem Ausharren unter dem Osmanischen Joch.
Einiges hat wohl auf die Banater Schwaben abgefärbt? Oder weshalb ist ihnen ihre Ehre egal?

6.       Die Grenzen des Eisernen Vorhangs – Hommage an Comte de Lautréamont?

Herta Müller beschreibt die Grenzstreifen des roten Machtbereichs so, wie sie sich diese Todeslandschaften in ihren Alpträumen vorstellt, mit Bluthunden, die Körper ausweiden, mit Gerippen, die aus der Scholle hervorstechend in der Sonne verbleichen, mit treibenden Leichen im Fluss, mit infernalischer Grausamkeit, nicht viel anders als Comte de Lautréamont mehr als hundert Jahre vor ihr.
Damit glaubt sie auch noch, über die Diktatur geschrieben zu haben.
Wer in einigen Jahrzehnten etwas über das tagtägliche Leben in einer Diktatur wissen will, wird eine realistische Beschreibung der Zeitphänomene zu Rate ziehen und auswerten, nicht aber die Fiktionen und Zerrbilder einer bereits der Vergessenheit anheimgefallenen Phantastin aus dem rumänischen Banat.



Auszug aus:
Carl Gibson

Heimat, Werte und Kultur
der Banater Schwaben
in den Zerrbildern Herta Müllers -
Das „deutsche Dorf im Banat“, „Reich der Grausamkeit“ und „Hölle auf Erden“!?

Bild – Zerrbild – Feindbild.

Zur „literarischen“ Diffamierung der - existenziell exponierten - deutschen Minderheit Rumäniens während der kommunistischen Diktatur im Früh- und Debüt-Werk „Niederungen“, medial unterstützt im „SPIEGEL“ und in der „ZEIT“.

Hass- und Hetz-Literatur als Katalysator des Exodus und Mittel der Politik?

Rumänien, „Diktator“ Ceaușescu, sein Geheimdienst „Securitate“ und die Deutschen im Banat als „Karikatur“.

„J‘ accuse“ und Apologie!
Kritische Beiträge, Interpretationen und Essays zum „Leben“ und „Werk“ der forcierten Nobelpreisträgerin für Literatur (2009).

Mit 34 Karikaturen von Michael Blümel.

Herausgegeben vom Institut zur Aufklärung und Aufarbeitung der kommunistischen Vergangenheit in Europa.


ISBN 978-3-00-053834-6

1.   Auflage, August 2016. Copyright© Carl Gibson, Igersheim. Alle Rechte vorbehalten.
Umschlaggestaltung, Titelbild, Layout Gesamtkonzeption Carl Gibson - unter Verwendung einer Graphik von Michael Blümel. Illustrationen im Innenteil, Bild Buchrückseite und Titelgraphik  Michael Blümel. Copyright © Michael Blümel.

Aus der Reihe:
Schriften zur Literatur, Philosophie, Geistesgeschichte und Kritisches zum Zeitgeschehen. Dritter JahrgangBand. 2, 2016.

Herausgegeben vom Institut zur Aufklärung und Aufarbeitung der kommunistischen Vergangenheit in Europa.




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