Dienstag, 13. Dezember 2016

Ceausescu-Nostalgie – Die Kommunisten sind wieder da, am Ruder, als „Sozialisten“.

Ceausescu-Nostalgie – Die Kommunisten sind wieder da, am Ruder, als „Sozialisten“.


Den deutschen Medien war dieser Umschwung zurück zu alten Verhältnissen kaum zwei Zeilen wert.

In Deutschland, wo trotz einer halben Million zugewanderter Banater Schwaben und Siebenbürger Sachsen immer noch ein Zerrbild[1] Rumäniens kursiert, interessiert der neue EU-Partner nicht wirklich. Man begnügt sich mit dem Klischee eines Armenhauses, ohne Sinn für die inneren Verhältnisse in dem Land am Rande Europas nach dem Sturz des kommunistischen „Diktators“.

Jetzt sind die Kommunisten wieder da, greifen zur Macht und bedrohen die zarten Pflänzchen der Liberalisierung, die nach der Ära Ceausescu möglich wurde.
Doch waren die Kommunisten überhaupt je weg aus der Machtzentrale in Bukarest?
Ion Iliescu, ein Apparatschik aus der KP, regierte, trotz der blutigen Revolution im Winter des Jahres 1989 sieben Jahre weiter. Und selbst Traian Basescu, heute aus gewissen Kreisen heraus als Landesverräter beschimpft, war ein Mann der Alten Ordnung, des kommunistischen Systems.

Was brachte der Neue, der Siebenbürger Sachse mit dem noch deutsch klingenden Namen als Präsident?
Nur neue Enttäuschungen!?

Kommt der Kommunismus zurück? Unter neuem Namen – wie alter, schlechter Wein in neunen Schläuchen?
Was bestimmt die Renaissance des Kommunismus auf rumänischen Boden, dieses Comeback der alten Kommunisten, geschickte Wendehälse, Chamäleons, Opportunisten, Demagogen, jetzt getarnt im Pelz von ideologisch korrekten, global salonfähigen „Sozialisten“?

1.       Die immer noch nichterfolgte Aufarbeitung[2] der kommunistischen Vergangenheit.

2.      Die Unzufriedenheit vieler Rumänen mit den Auswirkungen der EU-Politik auf Rumänien und mit der weiteren Entwicklung der Europäischen Union.

3.      Stagnation, Armut und Perspektivlosigkeit bei anhaltender Korruption in allen Lebensbereichen und politischer Demagogie.

Während die aktive Generation in Staaten des Westens arbeitet und zum Wohlstand von Staaten wie Deutschland, Italien und Spanien beiträgt, blutet Rumänien, das in weiten Teilen nur noch greisen und Kindern bewohnt wird, wirtschaftlich und kulturell aus.
Die Folge davon ist eine

neue Ceausescu-Verklärung
und eine damit hergehende
Renaissance des Kommunismus!

Die Mitschuld des Westens an dieser demokratischen Rückwärtsentwicklung ist offensichtlich.




[1] Hauptverantwortlich dafür sind die belletristischen Verzerrungen aus der Feder von Herta Müller. Näheres dazu in meinen jüngsten Buch-Publikationen zur Thematik.

[2] Mehr zu dieser Thematik in meinen jüngsten Buchpublikationen seit 2008 – 2016.




Wer einen System-Zögling angreift,
ein deutsches Politikum, das eigentlich keines ist,
zunächst in literaturwissenschaftlicher Debatte,
wird - über die Werte-Diskussion -
notwendigerweise zum

Zeit-Beobachter,
zum Zeit-Analytiker,
zum Zeitkritiker

und letztendlich
zum
Systemkritiker.

Ergo verdirbt er es sich gänzlich mit der Macht - und katapultiert sich selbst ins Abseits!
Dort, in der Ecke, ist er endlich frei!









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