Mittwoch, 25. Januar 2017

Unter Folter gesteht jeder alles - Donald Trump soll Folter-Opfer befragen und die „Cautio criminalis“ lesen, statt bigott auf die Bibel zu schwören! Zur Renaissance der „Philosophie von Guantanamo“.

Unter Folter gesteht jeder alles - Donald Trump soll Folter-Opfer befragen und die „Cautio criminalis“ lesen, statt bigott auf die Bibel zu schwören! Zur Renaissance der „Philosophie von Guantanamo“.





Unter Folter gesteht jeder alles - Donald Trump soll Folter-Opfer befragen und die „Cautio criminalis“ lesen, statt bigott auf die Bibel zu schwören! Zur Renaissance der „Philosophie von Guantanamo“.

Mauer-Bauer Trump wird zunehmend zur Schande Amerikas. Er brüskiert nicht nur den Nachbarn vor der Haustür, die Menschen in Mexiko, sondern er beleidigt und kränkt auch die Mexikaner Amerikas, die längst ein Teil des Volkes und der Kultur der USA sind.
Damit nicht genug – jetzt plädiert er auch noch – und schon wieder – für die Folter!
Eine Ungeheuerlichkeit!

Die gesamte zivilisierte Welt muss dagegen aufstehen, denn die Praxis der Folter ist genau der Gegensatz zu „Menschenrechte für alle“.

Selbst gefoltert, schrieb ich dagegen[1] an – seit 1979!

Man hat zunehmend das Gefühl, dass hier eine Person das Amt und die demokratische Kultur der USA ruiniert, denn Trump macht gerade alles, was seinen Staat in Misskredit bringt, was Amerika aktuell und langfristig schadet!

Anlage, aus aktuellem Anlass – und zur Warnung:
(Auszug aus meinem Werk: Quo vadis, Germania, 2016)

1.   Die „Philosophie von Guantanamo[2]“ – Oder: Menschenrechte für alle!? Zeitkritisches aus der Sicht eines antikommunistischen Bürgerrechtlers.

Führen falsche Signale und Symbole die „Freiheit“ ad absurdum? Endet die Welt der Freiheit im Gulag von Guantanamo?
Für viele Menschen hinter dem Eisernen Vorhang waren die Vereinigten Staaten von Amerika lange Zeit die „Leitnation der Freiheit“ schlechthin - und die Freiheitsstatue im Ozean vor der Südspitze von Manhattan, New York, das Symbol der Freiheit.
Seitdem die Vereinigten Staaten ihre Unabhängigkeit als Staat erreicht hatten, setzte sich Amerika für die Freiheit in der ganzen Welt ein und förderte diesen Wert, vom Vietnam- und Korea- Krieg einmal abgesehen, so gut es ging nach bestem Wissen und Gewissen.
Die Vereinigten Staaten befreiten Deutschland vom Nationalsozialismus und brachten als Befreier „Freiheit“ und „Demokratie“, westliche Werte - und: Menschenrechte für alle.
Die USA hielten mit ihren Rosinenbombern, seinerzeit bekannt geworden als „Symphonie der Freiheit“, das geteilte, von Stalin besetzte Berlin am Leben.
Die USA standen an der Seite der Bundesrepublik Deutschland bis zur Vollendung der Deutschen Einheit nach dem Fall der Mauer.
Die westliche „Werte-Gemeinschaft“ einte und schuf Solidarität.
Ich bin ein Berliner“, bekannte US-Präsident J. F. Kennedy bei seinem historischen Besuch in der geteilten Stadt vor den Bedrängten West-Berlins!
Und Ronald Reagan führte, lange vor seiner Zeit als US-Präsident seinen „Kreuzzeug für die Freiheit“, indem er sich dafür einsetzte, dass das „freie Wort“ über Radiowellen weit jenseits des Eisernen Vorhangs gehört werden konnte.
US- Präsident Jimmy Carter, der gläubige Baptist aus Georgia, kam mit seiner Mission „Menschenrechte“ weltweit einzufordern und, wo möglich auch durchzusetzen, im Gulag der Sowjetunion, in den Staaten des Ostblocks, in China und sonst wo im kommunistischen Machtbereich.
Das schuf Kreditwürdigkeit und Vertrauen. Es kam zu den KSZE-Konferenz-Beschlüssen in Helsinki im Jahr 1975. Eine wirkungsreiche Kampagne der USA für allgemeine Bürger- und Menschenrechte, die - über ratifizierte Abkommen- selbst im Ostblock mehr politische „Freiheit" ermöglichte schloss sich unmittelbar an.
Das alles ging fast bis zum Ende der Amtszeit von Präsident Jimmy Carter gut und erhob die USA – moralisch wie faktisch - zur „Leitnation“ der Freiheit par excellence, zumindest in den Augen der Entrechteten und Verfolgten aus dem kommunistisch regierten Ostblock, Menschen, die der westlichen Supermacht als ethischer Instanz vertrauten – bis zu jenem Tag, als die Begründung des Gefangenen-Lagers „Guantanamo“ jenseits von Ethos und Völkerrecht alle moralischen Errungenschaften der westlichen Leitnation auf einen Schlag zunichtemachte.
Was die Vereinigten Staaten nach 1945 und besonders seit 1975 an Wertvorstellungen in Europa implementierten, Werte, die gleich von mehreren US-Präsidenten - inkl. George Bush und Bill Clinton) umgesetzt wurden, endete abrupt nach den Anschlägen von 11. September, als US-Präsident George W. Busch seine Politik radikal  änderte und mit seinen innenpolitischen Weichenstellungen das Gefangenen-Lager „Guantanamo“ auf der kubanischen Insel möglich machte - und somit auch die verhängnisvolle „Philosophie von Guantanamo“, also Folter[3], Terror, Revanche - und was noch schlimmer ist, eine – quasi automatische Absage an die „universellen Menschenrechte“, an Recht und Gesetz, an den Rechtsstaat, an Ethos und Moral, an Gerechtigkeit, Wahrheit und Freiheit.
US-Präsident Barack Obama hat inzwischen die Konsequenzen aus dem Missstand gezogen: Um das Vertrauen in das politische, wirtschaftliche und rechtliche System der USA weltweit wieder herzustellen, soll das US-Gefängnis „Guantanamo“ auf der Insel Kuba aufgelöst werden. Das ist beschlossen - die Umsetzung der Auflösung ist noch ein steiniger Weg mit Dornen am Wegrand. Alle Demokratien des Westens sind aufgerufen, das Unrecht von Guantanamo mit zu beseitigen - nicht zuletzt durch die Aufnahme[4] der in aller Welt zusammen gefangenen Personen, die nach langer Folterhaft nicht nur ihre Heimat einbüßten, sondern auch ihre Identität und Würde. Menschenrechte für alle - Deutschland und Europa haben da noch einiges gut zu machen, auch als Sühneleistung für eigenes Versagen.
Inzwischen ist international bekannt, dass in Guantanamo zahlreiche Unschuldige[5] einsaßen, Menschen, die bisher noch nicht rehabilitiert wurden. Die Schuldigen sollten sich vor einem ordentlichen Gericht verantworten müssen - nach den Prinzipien eines Rechtsstaates. US Präsident Obamas Ankündigung, das Gefängnis Guantanamo schließen zu wollen, ist immer noch nicht umgesetzt[6].




[1] Vgl. dazu meinen Beitrag (erster Kommentar), publiziert im Jahr 2010 in „Freitag“,
unter:


später neu abgedruckt als: „Die „Philosophie von Guantanamo“.
in:
Quo vadis, Germania,


[2] Der Beitrag http://carl-gibson.blogspot.de/2011/05/die-philosophie-von-guantanamo-oder.html wurde am 4. Mai 2011 auf meinem Hauptblog veröffentlicht, nachdem ich ihn bereits im Frühling 2010 (28.03.2010 „Guantanamo - Menschenrechte für alle!?“) in Berlin (in „Freitag“) online gestellt hatte und ebendort kritisch-anlehnend Position bezogen hatte, unter: https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/jenseits-des-menschlichen. Eine identische Fassung erschien unter neuer Überschrift auf meinem US-Blog unter : „Gewalt schafft Gegengewalt – die “Philosophie von Guantanamo” jenseits der Menschen-Rechte“: https://carlgibsongermany.wordpress.com/2011/05/04/gewalt-schafft-gegengewalt-die-philosophie-von-guantanamo-jenseits-der-menschen-rechte/. (4. Mai 2011.)

[4] Auch in diesem Punkt hat die freie Welt versagt. Keiner wollte sie haben, die zu Unrecht eingefangenen, ohne Haftbefehl oder Urteil festgehaltenen, psychisch und physisch malträtierten Personen. Die Terrororganisation IS hat später die Negativ-Symbolik der im Käfig gehaltenen Häftlinge in den Orange-Anzügen propagandistisch instrumentalisiert und eigene Willkür-Exekution westlicher Bürger als Vendetta inszeniert. Gewalt und Rechtlosigkeit schaffen Gegengewalt, Chaos und noch mehr Terror-Bewusstsein.

[5] Auch deutsche Staatsbürger.

[6] Inzwischen sind fünf Jahre ins Land gegangen. Das Folterlager jenseits von Recht und Gesetz besteht immer noch.









Aus: Carl Gibson, Paradigmen der Zeitkritik, Neue Folge.
Mehr zur aktuellen Politik und Geschichte in:


Quo vadis, Germania, wohin steuert Europa? ,


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Buchrückseite Carl Gibson

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Motto:

„Denk ich an Deutschland in der Nacht,

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Heinrich Heine, Nachtgedanken


ISBN: 978-3-00-051989-5


1.  Auflage, Januar 2016

Copyright © Carl Gibson. Alle Rechte vorbehalten.


Aus der Reihe: Schriften zur Literatur, Philosophie, Geistesgeschichte und Kritisches zum Zeitgeschehen, Bd. 1, 2016.

Herausgegeben vom Institut zur Aufklärung und Aufarbeitung der kommunistischen Vergangenheit in Europa.


Woher kommt die Politikverdrossenheit der Deutschen, der Franzosen, die Euro-Skepsis vieler Osteuropäer? Regieren die Verantwortlichen, arrogant und realitätsfern über die Köpfe der Bürger hinweg? Ist der Krieg immer noch ein Mittel der Politik? Wer ist für die Kriege und die Destabilisierung im Irak, in Libyen und Syrien verantwortlich? Ernten wir jetzt das, was wir – unvernünftig und kurzsichtig – politisch gesät haben?
„Wohin gehst, Du, Deutschland, in Europa“? – Wohin geht die Reise der Europäer? In die „Vereinigten Staaten von Europa“ oder bleibt es bei einem „Europa der Nationen“?
Aufbauend auf seinen historisch-dokumentierenden Beiträgen zu den Umbrüchen und Entwicklungen während des „Arabischen Frühlings“, fragt Autor Carl Gibson - hier und jetzt - nach den Ursachen der internationalen Konflikte. In exponierten Thesen analysiert er die unmittelbaren Auswirkungen der Ereignisse auf Europaschwerpunktmäßig in dem - mit massiven Flüchtlingsströmen konfrontierten und vielfach an seine Grenzen stoßenden – Deutschland sowie im mit betroffenen FrankreichWurzelt der aktuelle Terror gegen Frankreich in einer verfehlten Innen- und Außenpolitik? Der – die Politik der Supermächte USA und Russland permanent einbeziehenden - politologischen und völkerrechtlichen Betrachtungsweise schließt sich im zweiten Teil des Buches eine umfassende „Werte-Diskussion“ an, in welcher, rund um das leitmotivische Makro-Thema tradierte Normen und Wertvorstellungen (Würde, Freiheit, Meinungsfreiheit etc.) im Wandel erörtert werden. „Deutsche Werte“ – was sind sie noch wert? Verabschiedet sich das „neue, wiedervereinte Deutschland“ nach der politischen und geistigen Wende zunehmend von den aufklärerisch-humanistischen Paradigmen eines Luther, Kant und Goethe? Sind „deutsche Kultur“, „deutsche Identität“, „deutsche Nation“ noch Werte an sich oder verkamen sie inzwischen zu antiquierten, zur Disposition stehenden Begriffen? Wer, gerade im Ausland ,erfahren will, was in der deutschen Politik und Gesellschaft schon seit Jahren nicht mehr stimmt, wie – sicherheitspolitisch unverantwortlich - heute mit der Flüchtlingsproblematik umgegangen wird oder ob der freie Westen den Herausforderungen der internationalen „terroristischen Bedrohung“ gewachsen ist, der blättere kritisch nachdenkend in diesem Buch.




Carl Gibson, sozial engagierter Philosoph, Zeitkritiker, Bürgerrechtler, Gründer und Leiter des „Instituts zur Aufklärung und Aufarbeitung der kommunistischen Vergangenheit in Europa“. Hauptwerke: Lenau. Leben – Werk – Wirkung. Heidelberg 1989, Symphonie der Freiheit. Widerstand gegen die Ceaușescu-Diktatur. 2008. Allein in der Revolte: Eine Jugend im Banat. 2013, Die Zeit der Chamäleons, 2014, „Ohne Haftbefehl gehe ich nicht mit“ – Herta Müllers erlogenes Securitate-Folter-Martyrium, 2014. „Plagiat als Methode – Herta Müllers „konkreative“ Carl Gibson-Rezeption“. Vom Logos zum Mythos!?Die Herta Müller-Maskerade im Brenn-SPIEGEL der ZEIT-Kritik, 2015, Koryphäen der Einsamkeit und Melancholie in Philosophie und Dichtung aus Antike, Renaissance und Moderne, von Ovid und Seneca zu Schopenhauer, Lenau und Nietzsche, 2015.


ISBN: 978-3-00-051989-5

Erschienen am 28. Januar 2016.
Überall im Buchhandel erhältlich.

Hardcover, über 500 Seiten.
Buchpreis: 55,90 Euro.

Direkt-Bestellungen und Vormerkungen


auch über Email: carlgibsongermany@gmail.com





 
Foto: Copyright ©
Monika Nickel

Carl Gibson,  Philosoph, Autor, im Jahr 2016

Pressemitteilung veröffentlicht bei openpr











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