Donnerstag, 21. April 2011

Carl Gibson: Literatur-Macher und politische Spielchen - Vertriebene im Räderwerk konservativer Machtpolitik - falsche Symbole und Signale?

Literatur-Macher und politische Spielchen 

Oder

Wie Herta Müller rein gewaschen und aufs Treppchen gehoben wurde. 

Vertriebene im Räderwerk konservativer Machtpolitik - falsche Symbole und Signale?

"Kritische Vergangenheitsaufarbeitung - und Vergangenheits-Bewältigung oder nur ein "Ablenkungsmanöver"?

http://www.fnweb.de/region/main-tauber/bad-mergentheim/carl-gibson-gegen-herta-muller-1.1251813

Literatur-Macher und politische Spielchen -
Vertriebene im Räderwerk konservativer Machtpolitik - falsche Symbole und Signale?
Werden große Räder von langer Hand gedreht?
 Was steckt hinter der "Vertrieben-Politik" der Bundesregierung, "kritische Vergangenheitsaufarbeitung - und Vergangenheits-Bewältigung oder nur ein "Ablenkungsmanöver" von den eigentlichen Problemen der Gesellschaft ?
 Und setzt die Bundesregierung in einer fast unheilig anmutenden Allianz zwischen CDU und SPD (toleriert von der FDP), die sich hier nicht einmischt, gar auf die "falschen Symbole" und "Signale?
 Bevor Herta Müller den Nobelpreis für Literatur zugesprochen bekam, erhielt sie, gerade sie, den

"Franz-Werfel-Preis für Menschenrechte", 

der von Bund der Vertriebenen (BdV) vergeben wird.

Was hat Herta Müller mit den Menschenrechten zu tun?
Fast nichts, noch genauer: überhaupt nichts!

 Im Rumänien Ceausescus war sie systemloyal.
Seit sie 1987 in Berlin ankam, wurde sie zum geistig-politischen Wendehals und begann damit, 
die „Securitate“ und Ceausescu zu beschimpfen.

Verfolgt, verurteilt, eingesperrt wurde sie im totalitären Rumänien, wo sie nie konkret opponiert hat, nie.
Trotzdem wurde sie hier im Westen bald als "Dissidentin" wahrgenommen, weil sie zu einem antikommunistischen, kommunismuskritischen "Symbol" gezielt "gemacht", umfunktioniert wurde.
Weshalb wurde Herta Müller überhaupt der Menschenrechtspreis des "BdV" zugesprochen und bald darauf auch noch der "Nobelpreis"?
Ein abgekartetes Spiel?

War das wieder eine "politische Entscheidung", statt einer literarischen?
Wünschen gewisse Kreise, dass die "Vertrieben-Politik" in den Mittelpunkt gerückt wird - aus welchen Gründen auch immer?

Verbergen sich dahinter massive Protektion und kulturpolitischer Lobbyismus?
Und ist Herta Müller die richtige "Galionsfigur", wenn es darum geht, "deutsche Geschichte" angemessen aufzuarbeiten - mit "Flucht und Vertreibung"?
Ist Herta Müller eine "repräsentative Vertriebene" ?
Oder ist sie nur ein falsches Symbol, auf das gewisse konservative Kreise aus CDU (Konrad Adenauer -Stiftung) und SPD (Michael Naumann) setzten, um höhere politische Ziele umzusetzen?
 Die Brisanz der Thematik, die mich als Zeitzeugen und Historiker seit Jahren nicht mehr zur Ruhe kommen lässt, ist leider noch nicht in das Bewusstsein der Allgemeinheit vorgedrungen.
 Die Desinformation der anderen Seite war zu stark.
Wahrheiten liegen noch brach. Keiner fragt danach - oder doch, in anderem Kontext, hier etwa?
Herta Müller stammt aus dem kleinen Ort Nitzkydorf im rumänischen Banat.
Mit den vielen Heimat-Vertriebenen aus ganz Osteuropa und der ehemaligen Sowjetunion hat sie allerdings wenig zu tun, weil gerade sie es war, die mit der Kritik der "deutschen Gemeinde" im Banat debütierte.
Sie sagte sich los von der deutschen Identität der Menschen dort im Banat, das nach 1918 an Rumänien gefallen war (Versailler Vertrag).
Sie unterstellte ihren Landsleuten "latenten Faschismus" in den Köpfen, (selbst hier im deutschen Fernsehen im Jahr 1984, als sie frei reisen durfte (Reise-Kader),
sie kritisierte ihre Banater Schwaben in ihrem Debüt-Werk "Niederungen" ( 1982 mit dem Segen der RK Partei in Rumänien in deutsche Sprach veröffentlicht!) 
und sie wurde deshalb dementsprechend hier und dort von Landsleuten als "Nestbeschmutzerin" wahrgenommen.
Wie kommt es nun urplötzlich, dass gerade die Vertriebenen selbst, der BdV, in einem Augenblick von Selbstvergessenheit ihre "Kritikerin" und so untypische "Vertriebene"mit einem Menschenrechtspreis auszeichnen?
 Nur weil es gerade opportun ist?
Nur weil das von langer Hand so geplant und eingefädelt wurde?
Weil ein Rechtsruck in der deutschen Innenpolitik und in der Geschichtsdeutung angesagt ist?

Herta Müller hat beginnend mit dem Jahr 1982 bis in die jüngste Zeit hinein die Vertriebenen scharf kritisiert, ihre Landsmannschaften und Einzelindividuen, oft ohne Grundlage.
Zuletzt schimpfte sie im Rahmen einer Ehrung in der Paulskirche gegen die Evangelische Kirche der Siebenbürger Sachsen A.B., der sie den Vorwurf machte mit Ceausescus Geheimdienst „Securitate“ paktiert zu haben. Von diesen Skandalen (siehe dazu auch des SWR- Report aus Mainz ... wie ein befreundeter Schriftsteller H.M. der Securitate auslieferte ...)
 Trotzdem: Der Bund der Vertriebenen ist auf einem Auge blind –
und die Politiker, die hinter solchen Entscheidungen stehen, diese durchsetzen, obwohl längst erwiesen ist, dass sie auf das falsche Pferd gesetzt und gewettet haben, machen munter weiter.

Dabei opfern sie Prinzipien und setzen machiavellisch auf ein Mittel, das durch den Zweck geheiligt wird.
 Aus meiner Sicht: ein Problem und ein Skandal!

Ich wollte meinen Augen und Ohren nicht trauen, als im Herbst von der Verleihung des "Franz-Werfel-Menschenrechtspreises an Herta Müller hörte.

Ich habe die Sache in einem Kommentar in "Die Presse" aus Wien, Österreich angesprochen und an diversen Stellen in Internet.

Unglaublich: Der Bund der Vertriebenen ehrt die eigene Kritikerin?

Wer das noch versteht, wird selig!

Was war vorher geschehen: Herta Müller hat die Ehrengabe der Heine - Gesellschaft erhalten.

Sie bedankte sich dafür, indem sie erklärte, mit Heine hätte sie eigentlich nichts am Hut!

Mit den "Vertriebenen" hat Herta Müller eigentlich auch  nichts am Hut - wie mit dem Zeit-Kritiker Heinrich Heine!

Mit wem hat sie denn überhaupt etwas am Hut?

Und nach welchen "höchst sonderbaren" Kriterien werden diese "Literatur-Preise" vergeben, die sich dann doch als "politische" Preise entpuppen.
War dieser letzte Nobelpreis an Herta Müller auch ein "politischer" Preis … etwa wie der Friedensnobelpreis 2009 an US-Präsident Obama?
Wird Herta Müller von gewissen politischen Kreisen vereinnahmt?
Weshalb?
Cui bono?
Und weshalb das große Schweigen im sonst so turbulenten Blätterwald?

Raum für Verschwörungstheorien aller Art!

Will man über Herta Müller die "deutschen Vertriebenen" wieder in die Diskussion bringen, sie rehabilitieren? 


Will man gar einen Teil der "deutschen Geschichte" rehabilitieren? 


Ich hätte überhaupt nichts dagegen, wenn es so wäre?

Aber es muss die richtige Person sein, die als Symbol dafür gerade steht. 


Herta Müller jedenfalls ist diese Person nicht.
Sie ist viel zu umstritten. Ihre Vita ist dunkel vor ihrer Ausreise 1987 aus dem kommunistischen Rumänien - und ihre moralische wie politische Integrität ist nach meiner Auffassung nicht gesichert. 

Wir werden eine Diskussion bekommen:
auf literaturwissenschaftlicher, -historischer und sprachlich- ästhetischer Ebene,
auf moralischer Ebene und
auf politischer Ebene.

Dann wird sich zeigen, was Sache ist.

Herta Müller sah den Feind in der "deutsche(n) Gemeinde" (Niederungen, Grabrede) - die deutsche Gemeinde, die tüchtig ist, sich nicht verunglimpfen und verspotten lässt, legt das Gewehr auf das erzählerische Ich an. Und im Kopf ertönt ein lauter Knall.
Den Lärm der vielen Denunziationen höre ich immer noch!
Herta Müller tat so, als sei sie "doppelt" verfolgt waren, von den Landsleuten und von den Kommunisten.
Sie war mit dem RKP - Mitglied Richard Wagner, heute Publizist in Berlin, verheiratet und dieser von 1972- 1985 mit der kommunistischen Partei als Mitglied.
Auch er durfte 1985 hier nach Münster kommen, während seine Landsleute an der „grünen Grenze“ totgeschlagen wurden.
Heute haben Müller und Wagner alles vergessen.

Auch die CDU-nahe Konrad Adenauer -Stiftung (sie prämierte Herta Müller 2004 mit ihrem KAS- Literaturpreis) und Michael Naumann von der SPD - ( er hat H. Müller als Nobelpreis- Kandidatin nominiert) -haben einiges ignoriert - wie jetzt, aufgrund höherer Fügung, der Bund der Vertriebenen!

Wie sich die Dinge doch wandeln!

Der eine oder andere wird noch nachzudenken haben über diese Dinge, die noch manche Fragen aufwerfen und vielleicht auch noch einige Macht-Spielchen aufdecken werden.


Manche dieser Aspekte, die bei kritischen Geistern nur Verblüffung und Kopfschütteln hervorrufen, habe ich immer wieder in unzähligen Diskussionen und Debatten angesprochen. (…)

In der Tat - einer ihrer ausschließlichen Befürworter ist Michael Naumann, lange Mit- Herausgeber der ZEIT.
Auch in „Cicero“, wo er jetzt (glaube den Chefredakteur stellt) erscheint sie auf dem Titelbild - und innen kommt der Verleger vom Carl Hanser -Verlag zu Wort.
(Der ehemalige Rowohlt-Verlagschef Naumann und der Chef des Hanser Verlages schließen sich zu einem Bündnis zusammen, das nicht nur Geld generiert.)

Eine Volksverdummungsveranstaltung - von Fans für das Lesepublikum, dem man sagt, was es zu lesen und was es zu kaufen hat.
(Dazu habe ich hier einen Blog-Beitrag veröffentlicht.)

Naumann ist ein Fan von Herta Müller, ergo unkritisch.
Er hat sie quasi durch die Hintertür im Namen der BRD nominiert - und dabei andere, verdienstvolle Autoren ignoriert, bewusst übergangen.

Darf das so sein und so bleiben?

"Who the fuck is Herta Müller"
- fragte vor Jahren bereits der kritische Autor Klaus Bittermann aus Berlin - und kam zur Schlussfolgerung ... Herta Müller sei eine rabiat gewordene Volksdeutsche, die Literatur zum Davonlaufen produziere. Jeder kann den Wert der Herta Müller -Literatur selbst überprüfen. So etwas ist in keiner Weise preisverdächtig, schon gar nicht nobelpreiswürdig!

War es doch ein politischer Preis? Was sagen die Befürworter:

Herta Müller habe das Banat in die Diskussion gebracht!
Ja, in der Tat, als "Hölle auf Erden", mit dumpfen Menschen, die sich gegenseitig hassen! (F. C. Delius, Spiegel- Rezension von „Niederungen“ 1984).
Herta Müller hat die "Vertriebenen" wieder ins Gespräch gebracht! Die nach Russland deportierten Volksdeutschen aus dem Banat und Siebenbürgen!

In der Tat, mein Vater war auch dabei - und mein Schicksal wurde dadurch mit determiniert, bis hinein in Opposition und Widerstand.

Jetzt profitieren die "Vertriebenen" im Augenblick davon!
Deshalb schweigen sie zum Vorleben der Herta Müller unter der Kommunisten-Decke ...
und sie werfen ihr sogar noch den Franz-Werfel-Preis für "Menschenrechte", hört, hört, nach,

obwohl Herta Müller in Rumänien nie regimekritische Positionen bezogen hat.
Wenn wir das A posteriori- Geschwätz ehren wollen, dann können wir auch Erich Mielke von der Stasi den Friedensnobelpreis zusprechen, nachdem er sagte:

Ich liebe doch alle Menschen!

Was soll diese Heuchelei?
Die Vertriebenen machen kurzfristig bei dem Täuschungsmanöver mit, weil sie sich etwas davon versprechen! Aktualität!

Und sogar Kanzlerin Merkel begrüßt den Nobelpreis für Deutschland, auf den ersten Blick etwas Positives, in der Hoffnung, dass keiner kommt und bei Herta Müller hinter die Kulissen guckt,
ihre Literatur überprüft und eine umfassende Vita einfordert.

Herta Müller hat den echten Widerstand gegen Totalitarismus verhöhnt, ohne dass es bisher Konsequenzen gegeben hätte.

Wo ist das kritische Fernsehen?
Schläft es gut?

Nein, nein: Es lässt sich sogar von Herta Müller missbrauchen, für ihre Denunziation instrumentalisieren (Report aus Mainz), nur damit die Autorin einen Verfolgungs-Mythos zementieren kann, der nichts mit der Realität in der Ceausescu - Diktatur zu tun hat.

Die kritische Debatte kommt noch. Lügen haben kurze Beine, die Wahrheit hat keine, dichtete Herta Müller über einem ihrer sogenannten Essays - aber wir werden der Wahrheit Beine machen.


Gut recherchiert! Und die literaturkritische Ziehtochter von Marcel Reich - Ranicki, Elke Heidenreich, hat sich auch nur zur Frisur von Herta Müller geäußert - aus kollegialer Solidarität zu einem Verlagsmanager, der Herta Müller über alle Maßen schätzt und aus Rücksicht auf eventuelle Interessenkollisionen mit dem Hausverlag, der heute viele Autoren und Kollegen verlegt. Wie könnte man nur dem eigenen Verlag indirekt schaden, wenn man eine Meinung äußert, ohne dass man explizit danach gefragt wird.

Seitdem aus vielen Verlagen eine wenige Mammut- Verlagsanstalten geworden sind, ist es auch mit dem Pluralismus der Meinungen nicht mehr weit her.

Wozu anecken, wenn man auch konform gehen kann!
Wer meine Debatten zum Thema auf www.siebenbuerger.de nachlesen will, der findet dort auch einen Herta Müller-Verriss des Marcel Reich-Ranicki zu dem Buch "Der Fuchs war schon damals der Jäger".
Es wollte RR einfach nicht gefallen!


Dass er eine künftige Nobelpreisträgerin ablehnte, das konnte der "Literaturpapst" damals nicht wissen.
Ergo sagte er im Oktober 2009 nach der Entscheidung in Stockholm nur: "Kein Kommentar". Basta!
Nur sagt dieses Nichtssagen mehr als tausend Worte.

Foto: Carl Gibson

Nitzkydorf - ein "deutsches Dorf" im Banat.
In dieser etwas abgelegen Ortschaft wurde Herta Müller geboren.
Die Enge des Dorflebens bestimmte ihre Perspektive und ihre Kritik an der "deutschen Gemeinde".


Foto: Carl Gibson

Die römisch-katholische Dorfkirche in Nitzkydorf - Taufe, Kommunion, Firmung und  Hochzeiten nahmen hier ihren Anfang.


Foto: Carl Gibson

Trostlose Heide-Landschaft bei Nitzkydorf im Banat



Foto: Carl Gibson

Temeschburg. Blick auf die Oper - hier nahm Herta Müller ihre Studien auf.


Foto: Monika Nickel

Im Ortszentrum der ehemals deutschen Gemeinde Sackelhausen im Banat unmittelbar vor den Toren Temeschburgs .

Die Kirche steht noch mitten im Dorf - aus dem Pfarrhaus wurde ein Luxushotel.
Bis 1980 war die Welt noch in Ordnung - dann folgte der Exodus.
Determiniert die Herkunft die Perspektive?


Mehr von Carl Gibson hier:
Allein in der Revolte -
Carl Gibsons neues Buch
zur kommunistischen Diktatur in Rumänien -
über individuellen Widerstand in einem totalitären System.

Allein in der Revolte -
im Februar 2013 erschienen.

Das Oeuvre ist nunmehr komplett.
Alle Rechte für das Gesamtwerk liegen bei Carl Gibson.
Eine Neuauflage des Gesamtwerks wird angestrebt.
Carl Gibson

Allein in der Revolte, Buchrückseite


Fotos von Carl Gibson: Monika Nickel

©Carl Gibson. Alle Rechte vorbehalten.











Volksverdummung und Zeit-Kritik in „offener Gesellschaft“ oder: von der Wahrheit der Lügen

Volksverdummung und Zeit-Kritik in „offener Gesellschaft“ 

Oder

Von der Wahrheit der Lügen





Wir leben in einer Zeit, wo ein Individuum in entsprechender Machtposition innerhalb von Jahren einen Schaden von 60 Milliarden US-Dollar anrichten kann. Nein, das ereignete sich nicht im autokratischen Russland, sondern im demokratischen Nordamerika.

Ein Teil dieses ergaunerten Geldes wurde eingesetzt, um Politiker und Regierungen zu korrumpieren, die dann - jenseits von Ethos und Moral - völkerrechtswidrige Kriege anzettelten und führten
mit fatalen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und auf die gesamtpolitische Situation –
 bis hinein in die Individualsphäre existenziell exponierter Menschen, die über die globale Finanz- und Wirtschaftskrise in den persönlichen Ruin getrieben werden.
Wer fragt schon nach dem Schicksal des Einzelnen, der auf der Wert „Glaubwürdigkeit“ in ein System vertaute und dann doch in Schuld und Schulden getrieben wird –
selbst unverschuldet, aber wehrlos, weil auch das Recht vor Gericht nur mit Geld durchzusetzen ist.
Wer kein Geld hat, hat Pech gehabt. Denn kein Anwalt der Welt wird sich seiner Sachen annehmen und Rechte durchsetzen, wenn er nicht angemessen bezahlt wird.
Dem System-Opfer bleibt nur die Einsicht, dass ein idealistisches Festhalten an einem System vorn Werten Illusion war – Selbsttäuschung. Das Opfer musste erst herb enttäuscht werden, um zu dieser Einsicht zu gelangen.
In den USA verloren Millionen Menschen ihr Heim, ihr Auskommen, ihre bürgerliche Existenz; sie kampieren nun in Elends- Ghettos an der kalifornischen Küste, dort wo das Klima mild ist und wo man mit ganz wenig überleben kann.
Im Alten Europa waren die Auswirkungen der globalen, selbst herbeigeführten Finanzkrise vergleichbar drastisch, nur dass hier noch ein Sozialsystem greift, von dem die Amerikaner nur träumen können.
Das politisch-wirtschaftliche System der westlichen Welt lässt es zu, dass die kaum erst überwundene Krise wieder kommt und ganze Staaten vernichtet, weil die „Spekulation“ gegen Staaten nach wie vor erlaubt ist.
Europäische Völker scheitern, damit sich wenige Finanzkonzerne bereichern.
Ist das gerecht?
Die Heuchelei und der Opportunismus der Europa- Politiker machen es möglich.
Was ist aus der Moral geworden in unserer schwarz-weiß aufgeteilten Welt von Gut und Böse?
Wo sind die Eliten, die widersprechen könnten, wenn Leviathan regiert?
Bestimmt uns die gewaltige Lüge in vielen Formen?
Jeder kann das nur für sich entscheiden, in seinem Verhältnis zur Welt und zur Gesellschaft, zu seinem unmittelbaren Umfeld.
Ist die "intellektuelle Redlichkeit" noch präsent in unserer Zeit und Gesellschaft, die Integrität "moralischer Autoritäten? Oder dürfen moralische Instanzen inzwischen lügen und nach Lust und Laune Wahrheiten verfälschen, so wie es ihnen gerade ins Konzept passt?
Wo bleiben die innere Wahrhaftigkeit des Einzelnen, das soziale Gewissen und das Prinzip Verantwortung in unserer fast schon "geschlossenen Gesellschaft"?
Nachdem ich mich ein Leben lang um den Wert „Freiheit“ bemüht hatte, in Versuch, diese Freiheit verbunden mit dem Ideal der Gerechtigkeit auch zu leben, geistig wie sozial, musste ich in den letzten Jahren eine Erfahrung machen, die mich erschüttert hat und die ich so nicht hinnehmen will, ohne zu widersprechen, ohne ein „J’ accuse“ zu formulieren.
Vielfach musste ich erfahren:
Die Wahrheit an sich interessiert nicht mehr.
Es interessiert nur noch das, was gerade „opportun“ ist,
was der Politik gerade in den Kram passt,
was „zeitgemäß“ in dieser unseren Zeit, in diesem unserem Land passt und in die Welt Anno Domini 2011.
 Was „unzeitgemäß“  und kritisch ist, das soll nicht sein.
Die Meinung der Andersdenkenden,
der Dissidenten,
der Minderheitler interessiert nicht,
weil sie Kreise stört,
weil sie etablierte Strukturen gefährdet 
und weil sie den Status quo zu verändern droht.

Graue Theorie das alles?
Vielleicht, wenn ich es denn nicht selbst erlebt hätte!
Seit Jahren versuche ich als ethischer Aufklärer, dem „Mythos“ und vielfachen, zum Teil abstrusen Stilisierungen „Logos“, „Logik“ und „Wahrheit“ entgegenzusetzen.
Umsonst!
Die Welt will diese Wahrheiten nicht hören.
Die Medien wollen diese Wahrheiten nicht transportieren, hermeneutisch vermitteln, ebenso wenig wie Teile der nicht immer kritischen Wissenschaft.
Quo vadis, Deutschland?
Quo vadis, Europa?
Regieren Schein, Täuschung und Lüge?
Und nur deshalb, weil gewisse Puppenspieler ihre Marionetten tanzen lassen?
Um es vorweg zu nehmen:
Den Stein der Weisen habe ich nicht –  auch besitze ich nicht „die Wahrheit“ par excellence.
Doch habe nur eine „realistische“, faktische Sicht der Dinge, die empirisch überprüfbar ist, die sich aber diametral von allem Fiktionalen, Gaukelhaften, Erfundenem, Verschrobenem Surrealen, synthetisch Konstruierten und Artifiziellen unterscheidet.
Noch konkreter:
Vielfach  wollte selbst erlebte Fakten, Erfahrungen, historische, zeitspezifische Wahrheiten in eine Debatte einbringen.
Die Welt aber,
sprich „die kritische Presse- und Medienwelt“
will fast nichts davon hören.
Auch wollen die „kritischen“ Journalisten und Wissenschafter den Dingen nicht auf den Grund gehen!
Sie wollen nicht nachfragen, sie wollen nicht profund „recherchieren“ und sie wollen auch ´nicht investigativ tätig werden, weil die vielleicht zu eruierenden „Wahrheiten“ unbequem und unkalkulierbar sein könnten.
So kann man der „offenen Gesellschaft“ schnell den Garaus machen!
Wollen wir Ethos und Moral preisgeben?
Wollen wir der Lüge folgen und dem Triumph der Lüge, die schon regiert?
Alles Unheil der Jetztzeit resultiert aus der großen Lüge.
Im Kleinen dagegen zu halten, ist ein Anfang. Jeder kann dort ansetzen, wo er Wahrheiten entgegensetzt.
Deshalb frage ich weiter in der Hoffnung, nicht zum einsamen Rufer in der Wüste zu werden,
nicht zum Schreier aus den Katakomben,
während die Gaukler das Volk, den großen Lümmel, auf dem Markt verdummen.
Eine Reaktion auf die „geistige Situation der Zeit“ in der noch „offenen Gesellschaft“ sind meine Blogs, hier in Europa und in Amerika, wo ich weiterhin sagen werde, was meiner Meinung nach unbedingt angesprochen werden muss – frei und kritisch wie die Philosophen der Aufklärung seit der Antike.
Wer dieses Vorgehen gut findet, der kann mithelfen und fördern.
Foto: Monika Nickel
Glaspalast des Brachenprimus in Deutschland  in der Banken-Metropole Frankfurt
- Pecunia non olet!
Wenn es den Staaten schlecht geht, dann freuen sich die Banken.

©Carl Gibson. Alle Rechte vorbehalten.




Mittwoch, 20. April 2011

Was kostet die Republik? Lobbyismus, Parteispenden und Korruption aus wirtschaftsethischer und moralischer Sicht


"Was kostet unsere Republik"? Lobbyismus, Parteispenden und Korruption aus wirtschaftsethischer und moralischer Sicht




Pecunia non olet - 

Zu diesem Thema bzw.  zu den verwandten, mitschwingenden Phänomenen Lobbyismus, indirekte, legale "Korruption"sowie Korrumpierung von Entscheidungsträgern über Sponsoring wollte ich bereits früher einen Blog-Beitrag verfassen. Als ich dann aber sah, dass eine Grundsatzdiskussion noch wenig Akzeptanz finden, habe ich das Projekt vorerst zurückgestellt.
Trotzdem beschäftigte mich die Frage:
Sollten die Parteispenden gänzlich abgeschafft werden, bevor die Republik käuflich wird?
(nach dem ich in einer Verknüpfung zusätzlich gefragt hatte, ob auch alle "Lobbyismus-Aktivitäten, die auf Interessenkonflikte schließen lassen, transparenter gemacht und offen gelegt werden sollen. )
Ein heikles Thema ist das, zudem brisant, umstritten, nicht erst seit heute.
Wer den gesunden Menschenverstand walten lässt, wird das nicht viel anders sehen,
denn:
Wer Parteien oder Individuen aus diesen Parteien einen substanziellen Geldbeitrag zukommen lässt, erwartet etwas von dieser Partei.
Pecunia non olet 
Das wussten die Römer bereits vor der eintretenden „Dekadenz“!
Oder war das gar ihr Auslöser?
Diese Erkenntnis ist nicht neu. Wer die PR-Branche kennt, der weiß, dass jeder Prominente aus Politik, Wirtschaft, Medien  seinen Preis hat:
Wir können "Mister Tageschau Ulrich Wickert" buchen,
aber auch gleich den ehemaligen Präsidenten der USA Bill Clinton.
(Ob sie zur Hausparty kommen, ist eine andere Frage - aber im Prinzip kann jeder anfragen, der die Protagonisten"bezahlen" kann!) Bill Clinton ist zwar etwas teurer als Ulrich Wickert - aber vielleicht auch zugkräftiger, effizienter bei der Durchsetzung von Interessen! Es gelten die Gesetze des Marketing.
Wenn ein Unternehmen ein Produkt "vermarkten" will, dann sind alle Werbe-Mittel "legitim", insofern sie nicht gegen die guten Sitten verstoßen.
In der Politik aber ist es „hochgradig suspekt“, wenn Personen, etwa paradiesvogelartige Parteiführer oder Ministerpräsidenten indirekt über Honorare Gelder für sich und für ihre Partei einsammeln.
Aus meiner Sicht ist das eine "unmoralische Angelegenheit", zumindest in diesen Breiten, die zu Lobbyismus-Aktivitäten führen und als Korruption ausgelegt werden kann.
Wer da keine Interessenkonflikte sieht, ist einfach nur naiv.
Neben "rein moralischen Bedenken", die mir als "Wirtschaftsethiker" auffallen, gibt es da noch eine Menge "verfassungsrechtlicher Bedenken", die wie oben in der Presse zu erörtern wären und die nachträglich auch formaljuristisch abgeklärt werden sollten.

Das Alte Europa ist in Sachen Lobbyismus, "Parteispenden", direkte Einflussnahme nicht identisch mit den USA. Hier herrschen „andere Traditionen“ und eine andere "
politische Kultur". 
Was dort selbstverständlich ist, ist es hier noch lange nicht.
In den Vereinigten Staaten ist es gängige politische Praxis, dass Milliardäre lange vor einer anstehenden US-Präsidentenwahl "den Hut herumgehen lassen", um Geld für den Wahlkampf "ihres Kandidaten" einzusammeln.
Das Großkapital will das künftige politische Schicksal der USA nicht dem "Zufall" überlassen - also greift es ein und fordert die Reichen und Superreichen auf, viele Millionen in den Hut zu legen, damit ein guter Wahlkampf ausgetragen werden kann und damit der "Kandidat ihrer Wahl" Präsident wird – 
Wen wundert es dann, wenn der Präsident gerade die Branchen und Konzerne favorisiert, die ihn gemacht haben?
So wurde George W. Busch zum Präsidenten der USA - und einige Bereiche der Wirtschaft bzw. Einzelkonzerne aus Energie, Rüstung, Sicherheit etc. profitierten direkt.
"Moralisch suspekt" all dies?
Vielleicht! Oder sicher!
Aber immerhin "offen" und "transparent" -
Die Amerikaner, etwa die Öl-Texaner-Familie Bush, die zwei Präsidenten hervorgebracht hat, haben keine Schwierigkeit damit, das zuzugeben - das ist so in Amerika! Open society!
(Hier aber verharren wir immer noch im Zustand der Verlogenheit und der Heuchelei, weil keiner offen zugeben will, dass mittelbar oder unmittelbar Einfluss ausgeübt wird - über Kapital oder sonst wie.)
In Mittelamerika ist es anders - und in Südamerika auch!
Doch hier?
Hier gelten andere "Maximen" der Politik, die eng durch das Grundgesetz der BRD definiert und eingegrenzt sind.
Es darf nicht sein, dass über so genanntes "Sponsoring" Parteien gefördert werden, denn substanzielle Sponsoring-Gelder stellen nichts anderes dar als "verdeckte Parteispenden", Zuwendungen, die eine Gegenleistung erwarten lassen.
In Sport, Kultur etc., wo Fördermittel knapp sind, wo es oft auch nur um Ehre, Ruhm und immaterielle Werte geht, ist "Sponsoring" legitim, nicht aber dort, wo politische Entscheidungen getroffen werden.
Sonst wird die Republik käuflich.
 Ich kaufe mir einen Politiker?
Das erinnert nicht nur an Diogenes von Sinope, der auf einem antiken Sklavenmarkt ausgerufen haben soll: „Ich kaufe mir einen Herrn“,
, dass gemahnt auch schmerzlich an die Aussprüche jenes "Schönen Konsuls", der angeblich mit seinen Millionen gleich mehrere südafrikanische Präsidenten "auf dem Tisch tanzen" lassen wollte..
Die Bundesrepublik Deutschland - eine Bananenrepublik, wie von den Narren im Karneval gesehen?
Es ist höchst bedenklich, wenn bundesdeutsche Spitzenpolitiker (Bundeskanzler, Außenminister, Wirtschaftsminister) bereits kurze Zeit nach dem Ausscheiden aus dem Amt in die Wirtschaft wechseln, als Berater agieren oder gar im nicht demokratischen  Ausland beratend tätig werden.
Gerhard Schröder, Joschka Fischer, Wolfgang Clement und andere habe es auf ihrem schnellen weg ins Unternehmer-  und Beratertum vorgemacht. Jeder muss zusehen, wo er bleibt, wenn es um das liebe gute Geld geht, auch wenn man sich als überzeugter Demokrat in den Dienst von Autokraten und Despoten begibt.
Der Verdacht, bestimmte politische Entscheidungen gerade so getroffen zu haben,
um sich selbst für eine spätere Zusammenarbeit zu empfehlen,
quasi als Selbstreferenz,
ist nicht ganz abwegig.
Ethisch sind solche Praktiken, die eine Loyalität gegenüber Volk und Staat vermissen lassen, jedenfalls nicht.
Die Verzahnung von Wirtschaft und Politik ist an sich schon ein Problem. Wenn der Zynismus aber auch noch schamlos ausgelebt wird, hat der Staat, der das duldet, ein Problem.
Silvio Berlusconi ist ein warnendes Beispiel, wohin die arrogante, selbstherrliche und nicht einmal von der Justiz einzuschränkende Machtfülle führen kann – in die schrankenlose Bunga-Bunga- Gesellschaft, in das Sodom und Gomorra des 21. Jahrhunderts.
Die Sache ist ernst.
In diesen Punkten gilt es, Klarheit zu schaffen!
Mehr Transparenz - "Glasnost" und Perestroika auch hier, sonst bestraft auch uns das Leben.
Wenn wir "Un- Moral" und Amoral  wollen in der Politik,
offenen Lobbyismus,
Interessenkonflikte,
dann müssen wir in diesem Staat,
wo alles geregelt ist,
auch diese manipulativen, instrumentalisierenden Grenz-Bereiche definitiv klären und regeln :
Entweder – Oder:
Liberalität also auch in den Bereichen des Ethisch- Moralischen?
Oder gleich Sodom und Gomorra und das Recht des Stärkeren,
der Wille zur Macht in der Politik?
Schließlich hat Gott den Wolf über das Schaf gestellt,
und das Schaf muss einsehen, dass es einige Dinge ändern kann und andere nicht.
Foto: Monika Nickel




 Machtphilosoph Friedrich Nietzsche in Naumburg.

"Glück" stellt sich nach Nietzsche ein, wenn das Gefühl der "Macht" wächst.

Trotzdem: 
Nietzsche dachte moralisch - bei aller (Pseudo-)Moralkritik:
"Innere Wahrhaftigkeit" und "intellektuelle Redlichkeit" 
darauf legte Nietzsche großen Wert,
ganz zum Verdruss der Machiavellisten aus der Politik von heute.


©Carl Gibson. Alle Rechte vorbehalten.

Donnerstag, 14. April 2011

Securitate – Materie erstmals vor einem deutschen Gericht. Der Banater Schwabe Richard Wagner gegen den Siebenbürger Sachsen Claus Stephani – juristischer Auftakt zu einer moralisch-politischen Angelegenheit

Securitate – Materie erstmals vor einem deutschen Gericht. Der Banater Schwabe Richard Wagner gegen den Siebenbürger Sachsen Claus Stephani – juristischer Auftakt zu einer moralisch-politischen Angelegenheit



Rücksichtslose Aufklärung
Oder
Persönlichkeitsschutz?

Die Sache ist brisant – denn erstmals wehrt sich ein als "IM der Securitate" apostrophierter und in der Öffentlichkeit stigmatisierter Bundesbürger vor Gericht :

Die Materie ist für Banater Schwaben und Siebenbürger Sachsen nicht neu,
weder für die ehemaligen Bürgerrechtler aus Rumänien,
noch für die freien Schriftsteller und Literaten aller Couleur,
noch für die beiden Landsmannschaften.

Heute hat ein freiwilliger Prozessbeobachter und Kommentator (Supersvabo) auf „Banatblog“ eine Zusammenfassung des Gerichtstermins präsentiert,
sehr lesenswert das Ganze,
auch wenn die komplexe Materie im Gerichtssaal noch nicht ausdiskutiert werden konnte, unter:



Pressereaktionen werden hoffentlich bald folgen.

Ich selbst habe an dieser Stelle bzw. auf meinem US-Blog


die Thematik ausgiebig behandelt, u. a. unter:










Die Beiträge schrieb ich aus der Perspektive des Betroffenen, des Zeitzeugen mit Securitate- Folter- Gefängnishaft und CNSAS-Erfahrung bzw. des Historikers (Wissenschaftlers), der die Materie Securitate, Opposition, SLOMR, kultureller Widerstand während der Ceausescu-Diktatur weiterhin erforscht bzw. durch einschlägige Publikationen ausgewiesen ist.

Die wichtigsten Argumente wurden dort formuliert,
wobei die Frage,
ob Richard Wagner und seine ehemalige Gattin Herta Müller sich über Recht und Gesetz hinwegsetzen können,
 indem sie andere Personen der Zeitgeschichte verunglimpfen, beleidigen, verdächtigen,
Priorität genießt,

neben den grundsätzlichen Fragen,
ob
„Aufklärung um jeden Preis“ 
betrieben werden darf,
ohne Rücksicht auf Verluste,
bzw. ob

ehemaligen Mitgliedern der Rumänischen Kommunistischen Partei Ceausescus wie Richard Wagner aus Perjamosch im Banat
das „moralische Recht“ zusteht,
andere „moralisch“ zu verurteilen.

Verurteilt in diesem Fall nicht ein „,moralischer Versager“
( KP-Mitglied Richard Wagner, von 1972 – 1985 in der totalitären Einheitspartei von Diktator Ceausescu, 
während aufrechte Oppositionelle in Gefängnissen einsaßen)
einen anderen potenziellen Versager ( angeblich IM der Securitate „Moga“ bzw. „Marin“?


Zu Richard Wagner – in einem Kommentar habe ihm auf SbZ klargemacht, dass er nicht alles sagen kann, darf, was er weiß,
auch wenn es moralisch angebracht ist –
und dass er nicht einfach so – und ohne Quellenangabe aus fremden CNSAS-Akten zitieren darf (Akte Arnold Hauser).

Richard Wagner spielt mit dem Feuer.
Es wird sich zeigen, ob er nun den Schutz genießt, den Herta Müller bei ihren Behauptungen genießen konnte.

Für potenzielle IMs der Securitate habe ich keinerlei Sympathie, da sie oft sogar freiwillige Instrumente der Securitate und der RKP waren.

Trotzdem ist es gut, dass sich einer wehrt – 
und auch der anderen Seite das Paktieren der RKP-Genossen diesen vor die Nase hält.

Wie im Falle der Stasi-Täter (DDR) auch, 
müssen deutsche Gerichte abklären, was zulässig ist und was nicht,

wo die Persönlichkeitsrechte bzw. Interessen beginnen
und wo das Interesse der Allgemeinheit an Aufklärung und Moral einsetzen darf und gerechtfertigt ist.

Das Münchner Gericht wird heute eine Entscheidung darüber fällen, ob eine Auskunft der rumänischen Gauck-Behörde CNSAS im Internet veröffentlicht werden kann oder nicht.

Doch das ist erst der Anfang zu einer Schuld und Sühne-Debatte, an der der innere Friede in diesem Land hängt.


Abschließend erinnere ich daran, dass Richard Wagners Verunglimpfungen sich mehrfach auch gegen meine Person richteten, jüngst unter:

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/die_gibsons_oder_die_banater_schwaben_ihre_selbsternannten_sprecher_und_uns/


Foto: Carl Gibson
RKP-Zentrale in Temeschburg (Timisoara), Banat -
die KP war der Auftraggegber der Securitate.
Das wird heute von Wendehälsen und Chamäleons gerne vergessen.


Foto: Carl Gibson

Ehemalige Securitate-Zentrale in Temeschburg (Timisoara), 
Banat am ehemaligen Leontin-Salajan-Boulevard.

Beitrag vom 14. April 2011

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