Mittwoch, 4. Mai 2011

Aufklärung oder Vertuschung in der Terrorismusbekämpfung - Geheimgesellschaften, Sündenböcke, Verschwörungstheorien

Aufklärung oder Vertuschung in der Terrorismusbekämpfung - Geheimgesellschaften, Sündenböcke, Verschwörungstheorien




Foto: Carl Gibson

Der Kampf um das Licht

Das Licht vom Himmel lässt sich nicht versprengen,
noch lässt der Sonnenaufgang sich verhängen
mit Purpurmänteln oder dunklen Kutten ... - 

Lenau, 
Die Albigenser, 
Schlussgesang



Wie entstehen Verschwörungstheorien?
Schaffen wir nicht neue, noch gefährliche Mythen, indem eine Mythisierung auf die falsche Art verhindert werden soll? 
Wahrheit und Freiheit
oder
Geld und Macht?
Die Methode entscheidet!

Im Dunkeln lässt sich gut munkeln!
Und im Trüben kann man gut fischen!

Bücher, die aufklären und unbequeme Wahrheiten ansprechen,
 lassen sich viel schwerer verkaufen als abstruse Theorien,
die wild ins Kraut schießen.

Wohin geht die Entwicklung unserer Gesellschaft?

Vom Logos zum Mythos
Oder:
vom Mythos zum Logos?


Wer ist der Feind der "offenen Gesellschaft"?
Die "geschlossene Gesellschaft" oder die "geheime Gesellschaft"?

Die "offene Gesellschaft", das sind wir alle, besonders diejenigen,
die "kein Blatt vor den Mund nehmen",
die "frank und frei" reden,
ihre Meinung kundtun,
kritisch nachfragen,
aufklären,
sich der Wahrheit verpflichtet fühlen und nicht dem Geld,
jene, die die Lüge dort bekämpfen wo sie auftaucht und in welchen Formen auch immer.

Die "geschlossene Gesellschaft" - das ist eine selbst deklarierte Elite,
nicht die Elite des Geistes,
sondern Oligarchen, Neureiche, Aristokraten von vorgestern, die besser und edler sind,
weil sie sich über den Besitz definieren und über ihren Besitz Macht ausüben oder ausüben lassen.

Und wer steht hinter der "geschlossenen Gesellschaft", deren Mitglieder sich nicht mit dem Volk gemein machen will:
die Geheim-Gesellschaften mit ihren geheimen Missionen und Diensten, deren Ziel und Zweck niemand durchschaut,
als Strukturen der Macht.

Wer ist für das Böse in der Welt verantwortlich - die Freimaurer?
Wer ist für das Gute in der Welt verantwortlich - die Freimaurer?
Wer greift zur Weltherrschaft?

Wer zersetzt, destruiert, um Neues zu schaffen?

Auch die Freimaurer?
Opus Dei?
Der eine oder andere noch lebendige oder schon längst erloschene Orden?
Die Satanisten?
Die Sekten?

Die "offene Gesellschaft" hat sie alle zum Gegner,
weil ihre Geheimstruktur obskur ist und bleibt,
weil Mystik, Mystizismus, Mystifikation mehr verbergen und verhüllen,
als offen zu legen,
aufzuklären, hermeneutisch an das Tageslicht zu bringen.
Das Hermetische triumphiert und verdrängt das Licht der Wahrheit und die Freiheit dahinter?

"Der Kampf um das Licht" - eine Illusion,
während der Obskurantismus der Dunkelmänner triumphiert!
Quo vadis, Terra?
Welches Symbol ist das wahre?
Wo liegt der Stein des Weisen?
Was ist göttlich?
Was satanisch?

Was wird aus dem uralten, biblisch-metaphysischen Widerstreit zwischen Gut und Böse?
Und wo wollen wir hin:

In die Dunkelheit des Verborgenen - oder offen ins Licht der Wahrheit.

Regiert uns ein höllischer Dämon bis hin zur Selbstvernichtung - oder wird uns die Wahrheit friedlich machen - und frei?
Die Anschläge vom 11. September 2001 in den USA gaben viele Rätsel auf.

Die Tötung des Terroristen-Führers Osama bin Laden, der für die terroristischen Anschläge verantwortlich gemacht wird, tut das ebenso.

Widersprüchliche Angaben und gezielt zurückgehaltene Beweise sorgen für neue Verschwörungstheorien.

Nach dem "Kennedy-Mord",
der nicht erfolgten "Mondlandung" und den Anschlägen vom 11. September in den USA macht sich eine neue Verschwörungstheorie breit:

Die Tötung Osama bin Ladens war angeblich eine Farce?

Was spricht gegen eine  totale Aufklärung?

Eine stets moralisch argumentierende Nation wie die USA und der gesamte Freie Westen sollten Moral und Glaubwürdigkeit nicht aufs Spiel setzen, indem sie die ganze Wahrheit verschweigen.

Ethische Inkonsequenz und ein wankendes System der Werte wird weitere Konflikte und Unsicherheiten nach sich ziehen.

Killer-Kommando-Aktionen, wie man sie von totalitären Geheimdiensten kennt, unterwandern die Prinzipien der Demokratie.

Recht muss Recht bleiben - Rache und Vergeltung sind keine Lösungen.

Schließlich folgt aus Gewalt nichts anderes als Gegengewalt - Eskalation.


Während Musiker wie Daniel Barenboim damit beschäftigt sind, Brücken zu bauen, Gräber zu überwinden und verfeindete Völker wieder miteinander zu versöhnen - über göttliche Musik, machen kurzsichtige Machtpolitiker alles wieder kaputt.

Wehret den Anfängen!


Foto: Monika Nickel

Grau ist alle "Theorie" ... und grün des Lebens holder Baum ...

©Carl Gibson

Dienstag, 3. Mai 2011

Das symphonische Prinzip - Musik verbindet Menschen und Völker: Daniel Barenboim dirigiert in Gaza

 Aus aktuellem Anlass: 

Beitrag vom 3. Mai 2011: Ein ethischer Appell von Carl Gibson

 Im Geist von Yehudi Menuhin

Das symphonische Prinzip - Musik verbindet Menschen und Völker: 

Daniel Barenboim dirigiert in Gaza


Versöhnung statt Spaltung.
                  Motto:  
"alle Menschen werden Brüder,  wo dein sanfter Flügel weilt“
                  (Friedrich Schiller, Ludwig van Beethoven, Ode an die Freude/9.  Symphonie)

Reich mir die Hand ...

Auf diese Essenzen könnte das Lebenswerk des Musikers und Dirigenten von Weltruf  Daniel Barenboim, jüngst erst mit dem  "deutschen Kulturpreis" geehrt, verdichtet werden,
kurz auf das "symphonische Prinzip".

Wie im Orchester alle Instrumentenstimmen sich im harmonischen Zusammenklang  vereinen, wie aus divergierender Vielfalt eine Einheit wird, so führte Barenboim, israelischer Staatsbürger und Jude,  die rivalisierenden Palästinenser und Juden zusammen:

In Barenboims Orchester musizieren 
Juden und Palästinenser zusammen, 
in einem "Ensemble", in einer "Einheit" - 
 
symptomatisch für die noch  
 
"unvollendete" friedliche Ko-Existenz der beiden Völker auf den gleichen Territorium
 
Ein Signal auch für die so zerstrittene Welt?
Gerade am Tag nach dem Tod des Radikal-Islamisten und Top-Terroristen Osama bin Laden!?

Brücken bauen, statt sie nieder zu reißen und Gräben aufzutun, versöhnen über Kunst und Musik,
darin sah Barenboim stets seine Lebensaufgabe.

"Brückenbauer" Barenboim wollte von Anfang an ein Zeichen setzen,
in der Musik und über die Musik,
weil die Musik - als universelle Sprache der Menschheit - überall gehört und
weil sie – intuitiv und jenseits von Verstand und Vernunft - überall auch "verstanden" wird  -
unmittelbar wie die versöhnende, zutiefst humanistische Botschaft dahinter.

Musiker und ihre Kompositionen haben die Welt, die Menschen seit jeher "vereint"!
 
So dachten Joseph Haydn, Ludwig von Beethoven - und nach dem verheerenden Zweiten Weltkrieg mit vielfachem Genozid und Holocaust auch
Yehudi Menuhin.  
 
Trotz Auschwitz, trotz menschenverachtendem Holocaust in nie da gewesener Form, kam Yehudi Menuhin als einer der ersten Juden wieder nach Deutschland – 
und reichte den Deutschen die versöhnende Hand –
über die Musik und den Frieden stiftenden, humanen Geist der Musik.
Barenboim verstand diese einzigartige Geste und knüpfte an zum aussöhnenden Dialog ehemals verfeindeter Völker.
 
Auch er reichte zunächst den Deutschen die ausgestreckte Hand, indem er seit Jahrzehnten immer wieder auftrat, als Virtuose, als Dirigent, als Kulturemissär, um dann die Versöhnung mit den Palästinensern in Israel und in den palästinensischen Gebieten zu suchen.
 
Versöhnung in schwerer Zeit - das Gebot der Stunde!?
 
Die Kunst hat diesen „Dialog“ begründet - die Politik ist gefordert, das friedliche Miteinander der Völker im Nahen und Mittleren Osten umzusetzen. 
 
Der „interkulturelle Dialog“, von Barenboim mitgegründet und der Welt in sublimster Form vorgeführt, muss wieder angekurbelt werden und weiter gehen  -
zwischen Juden und Arabern,
vor allem aber ohne "Krieg".

Konflikte können auch ohne kriegerische Auseinandersetzungen "gelöst" werden, nach dem Willen der Völkergemeinschaft UNO und zum Wohl der betroffenen Völker und Kulturen selbst.

Barenboims Beispiel folgend, 
ist ein neuer 
"west-östlicher Diwan" angesagt.
 
Im Sinne Goethes!
Gottes ist der Orient, Gottes ist der Okzident.!?

Der Jude Barenboim hat allen die Richtung gewiesen!
Helfen wir mit, diesen von positiven, zuversichtlichen Denken und Glauben getragenen Weg zum konstruktiven Miteinander auch praktisch umzusetzen, 
jeder auf seine Weise und in seinem Wirkungsbereich:
im Gespräch, 
im interkulturellen Dialog,
in der "Begegnung" –
auch im Zwischenmenschlichen und Religiösen,
kurz im Miteinander,
nicht aber im Streit oder Konflikt!
Ein frommer Wusch ... ?


Daniel Barenboim hat jetzt sogar den Weg nach Gaza gefunden -  

richtungsweisend für den Dialog zwischen Israelis und Palästinenser - eine große Geste,
eine konkrete Tat der Versöhnung über Musik.


©Carl Gibson

Montag, 2. Mai 2011

Auf der Suche nach den verzockten Milliarden – Unsummen öffentliche Gelder verschwendet - haften Manager, Politiker doch noch?

Auf der Suche nach den verzockten Milliarden – 

Unsummen öffentliche Gelder verschwendet - Haften Manager, Politiker doch noch?




Die Kleinen hängt man, die Großen lässt man laufen!
Die Kleinen bleiben im Netz hängen - und die Großen schlagen mit Wucht durch und machen munter weiter wie bisher!?
Wer hat noch nicht davon gehört:

Da vergreift sich eine Verkäuferin an einem Berliner und isst ihn auf ... oder sie trägt ein paar Essensreste nach Hause.
Ein Sakrileg!
Wer sich derart am Eigentum vergreift, wird entlassen.

Wenn aber Milliarden an Steuergeldern Jahr für Jahr durch Nonsens-Projekte verschwendet werden,
nimmt man das zur Kenntnis und geht bald darauf zur Tagesordnung über,
ohne zu bedenken, dass die verschwendeten Milliarden gerade dort fehlen, wo Geld sowieso knapp ist.

Wozu Kindestagesstätten finanzieren, um berufstätige Eltern zu entlasten?
Wozu in die Kultur investieren oder in soziale Einrichtungen im kommunalen Bereich (Schwimmbäder, Museen etc.), wenn man alles auch schließen kann.

„Es ist kein Geld da“, lautet die Parole der Politiker, wenn etwas finanziert werden soll,
was der breiten Allgemeinheit dienen würde.
Pustekuchen!
Riemen enger schnallen, bescheidener werden!


Foto:  Monika Nickel

Die Großen der Branche wurden durch die Finanzkrise mächtiger - andere, kleinere Banken in Schieflage mussten mit Steuergeldern aufwendig "saniert" werden.

Das Zauberwort für das Vorgehen des Staates: Systemrelevanz!


Aber wenn es um "systemrelevante" Banken geht, ist wieder viel Geld da.
Milliardenunsummen werden bereitgestellt und verschwinden im Orkus, um marode Banken zu retten,
um „Bad Bank“s zu gründen,
um Gelder nach Amerika zu überweisen an eine Bank, die schon insolvent ist (Fall Lehmann Brothers) - und gleich mehrere hundert Millionen Euro,
einfach so!
Ein IKB- Manager kam vor Gericht! (Ihm war fast keine Schuld nachzuweisen.)

Die Bank kostete den Staat ca. 10 000 000 000 (Milliarden) Euro, schätzt man!

Dafür ist Geld da!
Wer ist verantwortlich für das Finanzdebakel bei der IKB, die zeitweise von Haushaltspolitikern wie Ingrid Matthäus- Mayer (SPD) über die KfW als Großaktionär in den Ruin gesteuert wurde?
Niemand!
Der liebe Gott!
Die Industrie-Kredit Bank  und KfW haben sich im Ausland (USA) verspekuliert!
Dabei war die IKB eine Mittelstandsbank, die dem deutschen Mittelstand, den Unternehmen hier im Land, Geldmittel für Investitionen sichern sollte.
Auch die kleinen Aktionäre der IKB blicken in die Röhre!
Viele lange Jahre war die IKB- Aktie ein stocksolides Papier mit einer fetten Dividende, ein Wert, ohne große Kursschwankungen - und plötzlich wurde daraus ein Zockerpapier bis hin zum bitteren Ende.
Politiker mischten kräftig mit im Vorstand und im Aufsichtsrat –
und sie machten die Fehler im Ausland, wo die Bank nichts zu suchen hatten,
ebenso wie die Landesbanken aus Nord und Süd,
die alle Milliardensummen in den USA und sonst wo investierten,
obwohl sie hier agieren sollten als "Landesbanken" und nichts vom internationalen Immobiliengeschäft verstanden.
Die Amerikaner, deren Rating-Agenturen gegen Cash selbst bestimmen, was gut ist und was böse, welche Kartoffeln wertvoll sind und welche faul, drehten den naiven Deutschen wertlose Investments an und lachten noch über den deutschen Michel, der sich – wie Hans im Glück – über den Tisch ziehen ließ.
Milliarden sind dahin!

Allein in Bayern beträgt der Schaden ca. 4 000 000 000 (Milliarden) Euro!
Peanuts!
Und wer haftet?
Wie viele Milliarden haben die Landesbanken in Bayern,
Baden-Württemberg,
in Sachsen,
in Hamburg etc. insgesamt verzockt,
in den Sand gesetzt?

Und der Bund, dessen Neuverschuldung bei gigantischen 80 000 000 000 (Milliarden) Euro liegt, muss diese Suppe auslöffeln,
d. h. wir alle,
die Steuerzahler!

Dafür geben wir in diesem Land viel Soziales auf ...
und noch mehr Kultur,
statt Menschen in Arbeit und Brot zu bringen,
macht man Jagd auf die ALG 2-Bezieher,
die Opfer der Finanzkrise sind,
damit Banker  (a la Ackermann) gleich mehrere Millionen Boni in die eigene Tasche ausschütten können.
Eigentum verpflichtet, oder?
Erst retten wir die maroden Banken mit Steuergeldern und bügeln die Management-Fehler aus,
dann bedienen  sich die Bank-Manager selbst aus Profiten, die sie via günstige Staatsdarlehen gemacht haben!

Korrekt das alles, legal und auch moralisch einwandfrei?

Die Vorstandsvorsitzenden der DAX-Unternehmen scheffeln immer noch Millionen, während die Unternehmen rote Zahlen schreiben.

Andere bereichern sich, indem sie Monopolstrukturen aufrecht erhalten und Preise für Energie, Pharma etc. künstlich hochhalten.
Welcher Hahn kräht danach - alles systemimmanent, oder?

Manager-Haftung, Politiker-Haftung - eine Illusion?
Die Hypo Real Estate (HRE) ist inzwischen vollkommen verstaatlicht – zum Schaden der Aktionäre.
Für die Milliardenschulden wird der Steuerzahler aufkommen – Unsummen sind im Gespräch.
Was noch alles in der Bad Bank des Bundes lagert oder an faulen (wertlosen) Papieren eingebracht wird, steht in den Sternen.

Etwas Hoffnung gibt es doch noch – die zu einem Viertel in Bundesbesitz gelangte Commerzbank AG schwimmt sich wieder frei – mit frischem Kapital von den Altaktionären über eine Kapitalerhöhung.

Und alle bei der Bayerischen Landesbank für den Kauf der maroden Hypo- Alpe- Adria  Verantwortlichen müssen vor Gericht, um ihre potenzielle Fahrlässigkeit zu begründen.

Foto: Monika Nickel

Im Finanzzentrum Frankfurt am Main.

Einige durch Hochmut vor den Fall gekommene Landesbanken ( etwa aus NRW) müssen sich nunmehr - mit Hilfe auch von IWF-Geldern) gesund schrumpfen.

©Carl Gibson



Monopole oder "soziale Marktwirtschaft" - der Bürger im Würgegriff der Konzerne?

Monopole oder "soziale Marktwirtschaft" - 

der Bürger im Würgegriff der Konzerne?




 © Collage/Foto: Monika Nickel



Wer soll das bezahlen?

Zur Macht der Konzerne und über die Ohnmacht der Politik
Monopolstrukturen in der Wirtschaft führen die "freie und soziale Marktwirtschaft" ad absurdum!
Die Regulierungsmechanismen des Staates haben bisher versagt.
Das Bundeskartellamt ist ein Papiertiger.
(Auch wenn gelegentlich - wie gerade gegen die Lufthansa AG - gegen "Konzerne ermittelt wird.)

Preisabsprachen?

Wie soll das Amt davon erfahren, wenn nicht - wie jüngst geschehen - ein nationales Unternehmen "aus dem Nähkästchen plaudert" und - gegen sonst übliche Geschäftspraktiken " internationale Konkurrenten aus der gleichen Brache ans Messer liefert?

Die Rekord-Sprit-Preise an den Zapfsäulen zu Ostern und das Debakel mit "E 10" machen es wieder deutlich:  

... Die vielen Ehrlichen an der Tankstelle und in der Apotheke sind die Dummen.

Jeder merkt es, wenn der Auto-Tank leer ist.
Der Sprit steigt. Doch der Bürger muss tanken, ganz egal, was Benzin und Diesel kosten.

Früher, vor zwei Jahrzehnten, zu DM-Zeiten, veränderte sich der Benzin-Preis innerhalb von Monaten um wenige Pfennig -
heute saust er um 10- 15 Pfennig um mehr rauf und runter, mit Tendenz nach oben,
obwohl der Dollar sinkt und mit ihm die Rohölpreise am Spotmarkt in Rotterdam.
Jeder politische Konflikt wird zum Anlass genommen, die Kraftstoff-Preise anzuheben.

3, 4, 5 (zum Teil  multinationale) Mineralöl-Konzerne wollen es so.
Sie scheffeln ungeniert Milliarden, weil sie ihren Preis machen - und über den selbst konstruierten Preis in die eigene Tasche wirtschaften.

(Da der Staat über die Mehrwehrtsteuer mit verdient, lässt er die Konzerne auch im Bereich Tabak, Alkohol munter weiter machen und die Preise erhöhen.

Die Inflationsrate: Eine Mogelpackung!?)

Die gleichen Konzerne machen als Alleinimporteure auch den Erdgas-Preis, ein Preis,
der zynischer Weise auch noch an den Erdöl-Preis "gekoppelt" - ohne nachvollziehbaren Grund,
denn die Erdgas-Leitungen und Pipelines sind längst verlegt, finanziert und abgeschrieben.

Millionen Bundesbürger müssen diesen synthetisch hoch gehaltenen, "intransparenten" Benzin- und Erdgas- Preis bezahlen!

Bei der elektrischen Energie "Strom" ist es nicht anders.

Gerade einmal 4 Energie-Konzerne haben sich den Markt Deutschland aufgeteilt und sahnen ab -
 nach Gusto, wie es beliebt.
(Würden die Atom-Kraft-Betreiber die potenziellen Schäden bei Unfällen genauso adäquat absichern müssen wie der Autofahrer mit seiner Haftpflichtversicherung,   dann wäre der Atomstrom teurer als konventioneller Strom ( etwa aus Wasserkraft) - und die Gewinne wären dahin.)

Die Miet-Nebenkosten (Heizkosten) steigen dabei enorm.

Der Bundesbürger braucht fast sein gesamtes Geld,
um zu wohnen,
um zu tanken ...
und wenn er krank wird ...
und er seine Krankenversicherung bezahlt hat,
darf er den Rest in die Apotheke oder in die Klinik tragen,
um dort andere Konzerne zu bedienen,

die Pharma-Welt,
die zunächst ihre Preise erhöhen wie die Teppichhändler vor dem Schlussverkauf,
um sie dann etwas reduziert herunter zu handeln.

Unsere Politiker, erschlagen von der Lobby der Milliardäre,
machen ohnmächtig mit - und tun so als ob.

Die Aktiven sitzen selbst in manchen Aufsichtsräten und Kontrollgremien; während die Ausgeschiedenen, Leute wie Bundeskanzler a. D. Gerhard Schröder (SPD) und 
Bundesaußenminister a. D. Joschka Fischer (Die Grünen) Pipelines mit bauen und kräftig mit verdient - nach den Regeln der "freien" Marktwirtschaft aber jenseits von Ethos und Moral?

Interessenkonflikte?
Wer spricht davon?
Schlechtes Gewissen - weshalb denn?
Schließlich sichern sie die "Versorgungssicherheit" mit!

Die Resultate dieses "freien"  aber längst schon nicht mehr "sozialen" Marktwirtschaftens sind bekannt:

Viele Bundesbürger haben kein Geld mehr für Nahrung, Reisen, Konsum.

Wo bleibt der Wettbewerb?

Wo bleibt die regulierende Hand des Staates in der freien Marktwirtschaft,
die keine Monopole oder Oligopole tolerieren will?

Das Skandalöse an der gesamten Angelegenheit:
Der "kleine Mann",
der Arbeitnehmer,
der Angestellte,
der Handwerker, 
der Bauer,
vor allem Menschen,
die wenig verdienen und fast von der Hand in den Mund leben,
sie alle sind dem "System" ausgeliefert.

Sie können sich den Preisdiktaten der Konzerne  nicht entziehen;
sie sind abhängig,
weil sie überleben müssen,
weil sie wohnen, heizen und fahren müssen.

Hinter diesem hohen Preisen lauern oft Unfreiheit und Armut.
Wer spricht davon öffentlich?
Kaum einer!
Man schämt sich!

Es ziemt sich nicht, arm zu sein in einer reichen Gesellschaft!
Also quält man sich weiter,
nimmt alles hin wie bisher
und tut so "als ob" - wie die Politiker in den Sonntagsreden vor ihren Wählern.

Was tut die Politik konkret dagegen?
Aktionismus?
Sind die jüngsten Aktivitäten etwa im Bundesgesundheitsministerium mehr als Augenwischerei?

Am Ende wird man die Kuh,
(das Volk),
die man bisher gemolken hat, auch noch schlachten - wie 1929.

Das Prinzip Verantwortung wird delegiert, besonders im Sozialen.

Und die Gewerkschaft, der DGB?

Pünktlich zum 1. Mai schimpfen sie dagegen,
sie prangern Lohn-Dumping an,
sie fordern mehr soziale Gerechtigkeit
und mehr Empathie für die Benachteiligten der Gesellschaft!

Doch was ist am "Tag danach"?
Alles vergessen !?

Es geht munter weiter wie bisher!

©Carl Gibson

Freitag, 29. April 2011

Kulturland Rumänien: Banat, Siebenbürgen, Bukarest - aus dem Skizzen-Buch von Michael Blümel

Kulturland Rumänien: 
Banat, 
Siebenbürgen, 
Bukarest - 
aus dem Skizzen-Buch von Michael Blümel




Griechisch-orthodoxe Kirche in Bukarest





Die Oper in Temeschburg (Timisoara), Banat - Detail




Im Zentrum von Bukarest





Das "Rumänische Athenäum" im Herzen der Hauptstadt




Weltliches Gebäude in der City von Bukarest




Unterwegs in der rumänischen Hauptstadt Bukarest






Silhouette der "Schwarzen Kirche" in Kronstadt (Brasov), Siebenbürgen


Die Zeichnungen entstanden im Herbst 2010.

Copyright: Michael Blümel. Alle Rechte vorbehalten.


Maler Michael Blümel aus Bad Mergentheim
ist zugleich der Illustrator meines Werkes zur jüngsten rumänischen Geschichte:

Symphonie der Freiheit.
Widerstand gegen die Ceausescu-Diktatur. 2008.





Mehr von Carl Gibson hier:
Allein in der Revolte -
Carl Gibsons neues Buch
zur kommunistischen Diktatur in Rumänien -
über individuellen Widerstand in einem totalitären System.

Allein in der Revolte -
im Februar 2013 erschienen.

Das Oeuvre ist nunmehr komplett.

Alle Rechte für das Gesamtwerk liegen bei Carl Gibson.

Eine Neuauflage des Gesamtwerks wird angestrebt.
Carl Gibson

Allein in der Revolte, Buchrückseite


Fotos von Carl Gibson: Monika Nickel

©Carl Gibson. Alle Rechte vorbehalten.















Donnerstag, 28. April 2011

Ganz unten – Exodus, Flüchtlingselend und Armut im „reichen Westen“

Ganz unten – Flüchtlingselend und Armut im „reichen Westen“


Fallen gelassen und ausgegrenzt
Von „kleinen Teufeln“ und „Gefallenen Engeln“ -
von Mauern und Brücken,
von der Würde und der „zynischen Freiheit“ ...
und
vom „Locus amoenus“ zum „Locus terribilis“

Wie viel Würde brauchen wir eigentlich, um als Mensch zu bestehen?

Zwei Drittel der Erdbewohner leben unfreiwillig in Diktaturen, ohne Chance über "Würde" und "Gerechtigkeit" nachdenken zu können, geschweige diesen Grundwert einzufordern.
Sie akzeptieren ihr Los und leben fatalistisch  in den Tag hinein wie kastendeterminierte Inder, weil sie nicht oder nicht mehr an die Veränderung des Status quo glauben –
oder sie riskieren Leib und Leben, indem sie sich auf einen Exodus begeben, auf die gefährliche Flucht über das todbringende Meer
in der Hoffnung am Ufer des wohlhabenden Europa und in den Vereinigten Staaten doch noch das Mekka zu finden, von dem alle träumen.
Italien aber will die Tunesier, Libyer, Ägypter, Jemeniten und andere Afrikaner
Nicht aufnehmen – die Humanität endet dort,
wo das Eigeninteresse beginnt.
Das Schengener Abkommen soll – nach italienischer Vorstellung – ausgesetzt werden;
Die Flüchtlinge aus Afrika sollen weiter reisen,
noch Norden,
dorthin, wo sie auch keine haben will.
Wer den Exodus ermutigt und Diktatoren im Namen der Freiheit verjagen will, der muss auch ein Ohr haben für das Elend in der Welt,
für Flüchtlinge
und die „helfenden Hände“ der den Nächsten liebenden Christenmenschen,
nicht nur zur Ostern- Zeit und zu Weihnachten!

Was darf ein Mensch in einen zivilisierten Kultur-Staat erwarten?

Ein menschenwürdiges Dasein in einer Gesellschaft mit sozialer Verantwortung und sozialem Netz?

"Wenn in Deutschland und Europa die Lichter ausgehen, dann gehe ich eben nach Amerika",
das sagte ich mir immer wieder in den Folgejahren der Wiedervereinigung,
als ich merkte, dass die "blühenden Landschaften" ausblieben
und die Umverteilung des DDR-Volksvermögens über die so genannte "Treuhand" eher das Unrecht mehrte, statt ausgleichende Gerechtigkeit zu schaffen.
Amerika mit seinen vielen Freiheiten war mein "Hintertürchen", das ich mir insgeheim immer offen hielt, als Ideal,
als regulative Idee - und als psychologische Krücke wie das noch fernere Himmelreich,
wo ein guter Vater wohnt,
umgeben von der Engel Ordnungen und himmlischen Heerscharen,
die alles wieder gut machen, was die Erdenwelt an Kummer und Leid bereitet hat.

Weshalb ging ich trotzdem nicht nach Amerika, in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, obwohl dieser Schritt fast schon vollzogen war um 1991?
Weil Amerika auch eine andere Seite hat,
eine unschöne Gesichtshälfte,
einer zynischen Fratze gleich,
entstellt vom Raubtierkapitalismus und von der Verlogenheit eines Finanzsystems,
dessen Kollaps für das weltwirtschaftliche Unheil der Jetztzeit verantwortlich ist.


Foto: Monika Nickel


Blick auf das Banken-Viertel in "Mainhattan" - Frankfurt am Main, die "amerikanischste"
der deutschen Großstädte.



Foto: Monika Nickel

Viele Flüchtlinge zieht es gerade nach Frankfurt, in eine Stadt mit hohem Ausländer-Anteil.


Wer lange an die USA glaubte,
an universelle Menschenrechte,
an Dollar-Stabilität,
an Prosperität für alle,
an das Funktionieren einer Wirtschaft in der "offenen Gesellschaft" der Freiheit,
der musste schließlich enttäuscht werden als offenbar wurde,
dass im Grunde doch  die Lüge regiert
im Bund mit Bestechlichkeit und dramatischem Werteverfall. 

Ein Kapitel für sich – nicht nur aus der Sicht der Moralisten.

Das andere Amerika - das Amerika der Stigmatisierten, der Schwachen, der Ausgegrenzten, auch diese Seite gibt es,
ein Kontrast, um den Goldenen Westen mit anderen Augen zu sehen, vielleicht gar empathisch aus der Perspektive eines Betroffenen?
Vor einiger Zeit fand ich wieder die Muße, um fern zu sehen ...
bis hin nach Kalifornien ...
auf den Sunset Boulevard in Hollywood, an einen Ort, den ich einst als Tourist erkundet hatte ...
Die Gaukelwerkstätten der Welt stehen dort,
Schmieden der Illusion auf Zelluloid,
Filmstudios mit unzähligen Schauspielern, Stars und Sternchen,
berühmten und fallen gelassenen!

Tatsächlich!

War das Oscar-Kandidat Nick Nolte, der da in einer Mülltonne wühlte und nach etwas Essbarem oder sonstwie zu Verwertendem suchte?
Hatte ich richtig hingesehen oder hatte ich mich getäuscht?
Noch wollte ich es nicht glauben - Ließ Amerika seine Weltstars auflaufen ... scheitern, einfach so:
 Marlon Brando,
Michael Jackson ... in einem sonderbaren Anflug von Pseudo-Moral und Heuchelei?

Ein alt gewordener "Columbo"- Darsteller wurde von Polizisten abgeführt, verdreckt, aggressiv, randalierend.
Einst der "große Zampano" - und jetzt, um die 80 Jahre alt, nur noch ein Wrack!?
Wenn kümmerte es im „reichen Amerika“, wenn einer, der hoch aufgestiegen war, nun vor den Augen der Welt so tief fiel?

Solidarität - weit gefehlt!
Man ließ ihm und anderen die Freiheit, vereinsamt, verarmt, in die Ecke gestellt zu Grunde gehen zu dürfen.

Schein und Sein - Täuschung und Wahrheit?
Potjomkinsche Dörfer und glitzernde Fassaden gab es nicht nur an der Karl-Marx-Allee in Ost-Berlin, wenn die Truppen der NVA vor den roten Staatschefs der Welt in Waffen vorüber paradierten –
Auch Los Angeles machte das möglich ... und der andere beliebte Drehort, 5 000 Meilen entfernt, auf Florida, in Miami.
Nur einen Steinwurf von der Beach entfernt eine riesige Brücke.
Und unter dieser Brücke leben Menschen!
Nicht freiwillig etwa - wie in Avignon oder an der Seine –
sondern "verbannt",
mit Fußfesseln kontrolliert und auf einen kleinen Raum festgelegt.

Ehemalige Sexual-Straftäter müssen ihren Resozialisierungsweg in die Gesellschaft "unter der Brücke" ableisten,
jahrelang und ohne Hoffnung, die selbst errichtete Baracke unter der Autobahnbrücke verlassen zu dürfen.
Das regionale Recht des Sonnenschein-Bundesstaates Florida will es so.
Und keiner von der zentralen Regierung im nicht allzu fernen Washington hat etwas dagegen. „Mir geht es hier schlechter als im Knast“,
wundert sich einer, der sich im Affekt mit Schuld beladen hat ... und für sein Tun schon büßte. Und jetzt?
„Das ist der richtige Ort, wo solche Leute hingehören“,
meinen die Konservativen in der von Kriminalität geprägten Stadt - Law and order in seiner drastischen Form, jenseits von Würde und Menschenrechte!
Und was wird aus den wirklich großen Verbrechern,
die einen Schaden von 60 Milliarden Dollar anrichten und das Weltfinanzsystem ins Wanken bringen - über betrügerische Hedge- Fonds, nur um alle Puppen tanzen zu lassen?
Auch Star-Finanzverbrecher und Milliardenbetrüger Madoff trägt eine Fußfessel, hörte ich! 
Aber unter der Brücke leben musste er wohl nicht?
Doppelmoral und Heuchelei auch hier!
Wie schnell landet man in einem US-Gefängnis, nur weil ein Sherriff gnadenlos ist und weil seine Aussage vor Gericht mehr zählt als alle vorgetragenen Fakten?
Auch ich gab Gas im liberalen Bundesstaat New York - und hatte Glück : Der Polizist hatte ein Einsehen:
Im "Alten Europa" gingen die Uhren doch anders?
Andere Länder, andere Sitten! Kultur und Zivilisation - oder nur schnöder Wille zur Macht?
Sehr wohl!

Auch die Rehabilitation wurde und wird anders gehandhabt in „good old Germany“ ,
 das soziale Netz ist ein anderes , der Stellenwert der Menschenwürde und das Gebot –
 das mehr ist als nur eine regulative Idee und Maxime der Politik,
verankert im Grundgesetz der Bundesrepublik  Deutschland:
"Die Würde des Menschen ist unantastbar".

Wohl dem,, der weiß, was er hat - der vergleichen kann.
Also - weshalb nach höheren Sphären schweben, wenn das Gute liegt so nah!
Bleibt daheim,
nährt euch redlich und schaut euch die böse Welt im Fernsehen an,
auch wenn uns manches doch zu denken geben sollte.

In Berlin wurde eine Mauer niedergerissen .- die Ost-Deutschen wurden wieder frei!
Südlich von San Diego im Wüstenland an der Grenze zu Mexiko baut die USA eine andere Mauer, um Armutsflüchtlinge aus ganz Mittel- und Südamerika abzuhalten, ihr Erdenglück in der USA zu finden.
Der Exodus tobt überall, genährt vom Armutsgefälle zwischen Nord und Süd der Welt!

Was unternahm Kommunismus- und Totalitarismus- Kritiker George Orwell, als es ihm ganz dreckig ging, damals in Paris und in London? Er schrieb ein Buch darüber und dokumentierte das eigene Elend und das Elend seiner Zeit!
Und heute?
Seine modernen Schriftsteller-Kollegen schweigen!
Sie schweigen, weil sie angepasst sind,
weil sie es sich nicht verderben wollen mit den Mächtigen!
Gelegentlich schimpft man von sicheren Hafen Deutschland aus gegen die Menschenrechtsverletzungen im fernen China,
wohin man selbst nie reisen wird,
und begeistert sich – auch gegen dessen Willen – für Ai Weiwei,
vergisst aber die Not und Elend im eigenen Land.
Zu sozialen Fragen und innenpolitischen Themen pflegt man sich nicht zu äußern;
Denn das könnte ja als „Regimekritik“ ausgelegt werden und künftige Privilegien und Preise gefährden!

Das Ergebnis dieser opportunistischen Haltung unter den „freien Geistern“ der Jetztzeit :

Der Januskopf,
das doppelte Gesicht,
die doppelte Moral, die Heuchelei, die Verlogenheit,
bis hinein in Krieg oder Nichtkrieg,
Sein oder Nichtsein.


Foto: Monika Nickel

Frankfurt am Main - Stadt der Kontraste und der Diskrepanzen
zwischen Steinreichen und Bettelarmen.

Die Finanzkrise traf nur die einen, die anderen wurden dabei stärker.

  
©Carl Gibson. Alle Rechte vorbehalten.

Kunst gegen das Vergessen - bei der CNSAS in Bukarest Impressionen und Expressionen - Aus Michael Blümels "Bukarest"-Graphik-Serie

Impressionen und Expressionen -

Kunst gegen das Vergessen - bei der CNSAS in Bukarest


Aus Michael Blümels "Bukarest"-Graphik-Serie:



Im "Lesesaal" der CNSAS -
Bis die eigene Akte eintrifft, darf man etwas warten ... wie einst im Sozialismus.
Das Warten ist gut geeignet, die Lebensläufe verfolgter Bürgerrechtler, Politiker, Schriftsteller und Philosophen aus der finsteren Zeit des "Stalinismus" zu studieren.

In neueren Securitate-Akten fehlen Details aus der Kartei-Karte, z. B. "Fingerandrücke" oder "Fotos", Hinweise auf die "nicht lückenlosen" Dokumente-Sammlungen.
Die Securiate bewahrte das auf, was ihr in den Kram passte, ihre Sicht, ihre Interpretation.



Wer zur CNSAS reist, sollte eine Begleit-Person dabei haben. Denn es könnte sein, dass ihm die Erinnerung oder der Akten-Inhalt die Luft abschnürt.

Unerwarteter, sogar freiwilliger "Verrat" aus nächsten Bekanntenkreis ist nicht selten. Trotzdem: In der Regel übte die Securiate Druck aus, um an Informationen heran zu kommen.
So funktionierte die Diktatur - mit Einschüchterungen und Terror. 




Archetypisches für alle totalitären Systeme der Welt - Folter und Gefängnishaft



"Erinnerung" an die "peinliche Befragung" im real existierenden Sozialismus.

Personen, die den Terror nicht auf eigener Haut erleben mussten, trauern inzwischen der einstigen Utopie nach.

Das Copyright für alle hier veröffentlichten Graphiken liegt bei Michael Blümel, Bad Mergentheim.

Michael Blümel illustrierte mein Erinnerungswerk zur Gründung der freien Gewerkschaft SLOMR in Temeschburg (Timisoara):

Symphonie der Freiheit.
Widerstand gegen die Ceausescu-Diktatur.
2008.