| Der tote Marder |
„Was stinkt hier“ - Der tote Steinmarder am Waldrand nah an der Zivilisation
Der Mensch schaut weg, wenn ihm etwas nicht zusagt – und er schleicht sich
weg, wenn es stinkt; weniger in der Literatur oder in der Politik, wo man
einiges erträgt an Schmutz und Gestank, aber im Wald, weil er den Aasgeruch nur
schwer ertragen kann, der an Tod und Verderben erinnert, auch an tote Menschen.
„Was stinkt hier“, habe ich mich manchmal schon gefragt, wenn der üble
Geruch aus dem Dickicht aufstieg, in das ich nicht vordringen konnte, um dort vielleicht
auf ein verendetes Wesen zu stoßen.
Doch vor zwei Tagen lag er vor mir, der Marder, nicht keusch und unverdorben
wie das Reh kurz davor im grünen Gras, sondern aufgedunsen in der heißen Sonne
- wahrscheinlich bereits angefressen von hungrigen Maden der Aasfliegen, die in
großer Zahl das tote Tier umschwirrten.
Der Marder- auch ein Teil der Schöpfung?
Den Atem anhaltend, was bei der glühenden Sommerhitze schwerfällt, machte
ich eine Serie von Aufnahmen, denn der Anblick war selten
Der Marder kommt bei Nacht – und er scheidet auch wieder, wenn er sein Werk
erledigt hat, auch am Auto vor dem Haus.
Also lieben wir den Marder – wie die Beiträge über den Marder, wenn er tot
ist!
Hässliches ertragen, auch darüber nachdenken – oder nur wegsehen?
Wer im Wald wegschaut und in der deutschen Gesellschaft, wenn es schmutzig
wird, in der Kultur, in der Literatur[1],
der schaut auch in Gaza weg, wo es auch stinkt, weil dort noch 10 000 Menschenleichen
unter den Trümmern liegen, Opfer, ungeborgen, denn das Bergen und Bestatten
ist nicht möglich, Reste von Menschen, die noch nicht alle verwest sind – und auch
zum Himmel stinken wie das Aas im Wald
Melden muss man den toten Marder nicht!
Die Opfer von Gaza wohl auch nicht?
[1] Ist Herta Müllers
schmutzige „Nobelpreis-Literatur“ zu schmutzig für die Völker der islamischen
Welt, wo man hören kann, der Westen sei identisch mit Epstein?
Vor
Jahren fragte ich auch danach, ohne eine Antwort zu erhalten im sauberen
Deutschland der Guten und Gerechten, die den Nobelpreis möglich achten.
| Carl Gibson, Naturfotograf, Buchautor, Juli 2026, mit Stab - was macht der Philosoph, wenn der Hut weg ist? Er setzt die Kappe auf, gegen die Sonne und gegen die Zecken, die auch von oben kommen. |
Leben und Tod, dicht beieinander! Zum Ableben eines Marders im Wald
Zu Gesicht bekommt man ihn selten. In der Nacht, wenn er ums Auto schleicht, erkennt man oft nur die Augen und verschwommene Konturen einer kleinen Bestie, die sich davonschleicht, nachdem die Zündkabel zerbissen wurden. (Eine Horror-Fahrt durch die Nacht vor Jahrzehnten in Südtirol mit Frau und Kind erinnert mich noch daran!) Populär ist er also nicht, der Marder! Und er hat Feinde, auch unter Menschen!
Wenn er dann scheidet, wen schert das wirklich?
Es ist, wie wenn ein Wolf stirbt oder eine Schlage; gut, dass die Bestie tot ist, sagt man sich, un geht zur Tagesordnung über!
Mich berührte der Tod der Kreatur trotzdem, die vor mir lag, nachdem mir schon der Aas-Geruch in die Nase gestiegen war, ein penetranter, ekliger Moder-Geruch, der auch an tote Menschen erinnert, an Opfer in Gaza, die heute sterben in vielen Kriegen und die unter den Trümmern liegen, während die Kultivierten der Zivilisation wegschauen, ergriffen von Nächstenliebe und Humanität.
Es geht dem Menschen wie dem Vieh[1] – und mache Bestie muss sterben, nicht nur im Alten Testament, bei Brahms und in Chabrols Film, auch in der Natur, wo manchmal Gift nachhilft, Rattengift, vergiftete Köder für den Fuchs oder die Bisamratte, bei deren Agonie der Naturfreund manchmal unfreiwillig zusehen muss.
Nach dem toten Reh[2], das ich fand, ohne danach gesucht zu haben, nun wieder ein Kadaver. Das Reh meldete ich; den Marder hingegen muss man nicht melden, erfuhr ich bei Nachfrage.
Also nimmt die Natur sich des Toten an und entsorgt die Reste auf natürliche Weise – über Maden, die alles auffressen werden, bis auf das Fell und die Knochen.
Den Schmetterling stört der Geruch[3] nicht, denn er fühlt sich auch auf dem Misthaufen wohl, auf dem Weinberg, und auf dem Haufen, den der Mensch in der Natur hinterlassen gleich seinem Hund.
| Der tote Marder |
[1] Carl Gibsons Blog für Literatur, Geschichte, Politik und Zeitkritik: "Es geht dem Menschen wie dem Vieh, so wie es stirbt, so stirbt er auch." Bibel, AT. - Tod und Vergänglichkeit in der Natur ... und in der menschlichen Gesellschaft. Vom Schwinden der Singvögel und vom Dahinscheiden der Menschen in großer Zahl. Ein Pandemie-Essay von Carl Gibson
[2] Ein springendes Reh sah ich auch in diesen Tagen, neben dem Fuchs im Abendlicht, aber auch ein totes:
So, wie ich in Jahrzehnten des Waldgangs noch nie erblickt hatte, in voller Pracht und Schönheit, aber tot.
[3] Ein Thema, das ich seit vielen Jahren in Variationen gestalte, kritisch:
Auch ein Grund, meinen Blog von der Welt zu tilgen?
Ein Paradies der Schmetterlinge – und noch ein Opfer … von Gift oder Sommerhitze?
Ausgeschildert ist es nicht – man muss es finden oder zufällig darauf stoßen, in der Waldschneise, hier, am Höhberg.
Nachdem ich dort schon einen interessanten Stein gefunden hatte, einen selten mit Quarz-Strukturen, sah ich mir die Gegend noch genauer an – und fand, neben viel Natur und 1 000 Schmetterlingen, einen toten Marder, über den sich schon die Aasfliegen hermachten.
Die Disteln werden dort, unweit von Distelhausen, wo das Bier herkommt, gute zweieinhalb Meter hoch – Königskerzen sprießen dort in voller Pracht
Und Bilder von Schmetterlingen, für die man sonst viele Tage braucht, lassen sich dort in wenigen Stunden schießen.
Leben und Tod, dicht beieinander.
Steine sah ich dort auch, große, gewaltige Steine und viele kleine, mit Profil und ohne, aus dem Wald kommend, nicht ahnend, das schon ein paar Meter unten, im Tal des Bibers an dem Muckbach, die Zivilisation wartet, mit einer Bank für Wanderer, Radlern und Menschen, die mit Hunden spazieren gehen.
Das verendete Tier, das zum Himmel stinkt, nehmen sie nicht wahr, noch die Königskerzen und die Schmetterlinge und Insekten, die vergnügt durch das Sonnenlicht fliegen und schwirren, nur noch Wenigen eine Freude.
| Carl Gibson, Naturfotograf, Buchautor, Juli 2026, unter Disteln, 2,5 Meter hoch |
Zitronen mit 4 Konservierungsstoffen, gewachst – der Weg von Argentinien nach Deutschland ist weit – und die ungesunde aus den Supermärkten muss wohl sein?
Weil der deutsche Politiker, der das alles möglich macht, es so will? Und die EU?
Die rücksichtslosen deutschen Discounter verkaufen auch alles!
Heimgekehrt vom Aldi-Einkauf lese ich den Beipackzettel und staune:
Konserviert mit Imazalil, Fludioxinil, Thiabendazol, Oxidadpolyethylene. Gewachst mit Shellac.
Lesebrille und Lupe müssen her, um das zu lesen?
Was ist noch „gesund“ an einer Zitrone, die so behandelt wurde?
Ist das noch zu steigern?
Da ich aus gesundheitlichen Gründen keine Industrie-Säfte kaufe, setze ich mir Limonaden an mit, Bio-Zitrone.
Zwei kaufte ich für 1, 69 Euro bei Aldi, ein halbes Kilo Tage vorher – eine zerfiel sofort, schimmelte vor sich hin.
Bald darauf stellten sich Darmprobleme ein – und mit diesen kamen die Fragen nach den Ursachen!
War es die unreife Melone von LIDL, von der Stiftung des deutschen Christenmenschen Schwarz aus Heilbronn, der mehr als 8 Milliarden Euro schwer sein soll? Die so unreif war wie jene Aldi kurz davor?
Waren es die unreifen Pfirsiche aus dem gleichen Laden, die in sich zusammenschrumpften, ohne nachzureifen, die ich aber nicht wegwerfen wollte, weil ich prinzipiell keine Nahrung wegwerfe, wohl wissend, was Hunger ist, aber auch, was Verschwendung bedeutet?
Wenn keine Abhilfe geschaffen wird, wird es munter so weiter gehen. Korrupte, verlogene, heuchlerische Politiker machen es möglich, während der Bürger, der solche Produkte verzehrt, krank wird – und der schon Kranke noch kranker – zur Freude mancher Ärzte und der Pharma-Industrie![1]
[1] Mehr dazu hier:
Es macht keine Freude, solche Beiträge zu verfassen, aber sie müssen sein, wenn nicht alles, was nicht stimmt in der deutschen Gesellschaft, im Sumpf verschwinden soll.
| Königskerze, daheim, im steinernen Garten |
| Disteln, 2,5 Meter hoch |
| Carl Gibson, Naturfotograf, Buchautor, Juli 2026, mit Stab |
| Carl Gibson, Naturfotograf, Buchautor, Juli 2026, unter Königskerzen |
| Der Weg, die Schneise |
| Schmetterlinge, |
| Königskerzen, wuchtig in der Natur |
| Königskerze am Stein |
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