Sonntag, 2. August 2026

Der Dissidenten-Koffer

 

     

Der Dissidenten-Koffer des Carl Gibson aus dem Jahr 1979






 Der Dissidenten-Koffer

Als ich hier ankam, im freien Staat der Deutschen, vor 47 Jahren[1], reiste ich mit kleinem Gepäck … und etwas Konterbande in der Zigarettenschachtel als Beweis, dass ich tatsächlich aus dem roten Gefängnis kam, aus dem noch engeren in dem ganz großen.

Das Köfferchen ist immer noch da, neben den – noch unbenutzten - Handtüchern, die meine – Monate vor mir ausgereisten - Eltern, reinliche Leute seinerzeit mitbrachten, ins saubere Deutschaland der Guten und Gerechten.

Vielleicht wird es noch gebraucht, falls ich scheide, zum zweiten Mal im Leben auf dem Weg richtig[2] ins Exil; vielleicht auch nicht; denn nun reise ich, sogar ohne Notebook und Handy, mit nur ein paar USB-Sticks in der Westentasche, denn meine Werke, insofern nicht im deutschen Giftschrank oder an 50 US-Universitäten, dort angeschafft noch vor Trump, sind breit durchs Internet gestreut – und greifbar!

Auch, wenn man mir nun den einen wichtigen Blog genommen hat, mit Macht und willkürlich wie in einer Diktatur, die Aufklärungs- wie Geistes- und Kulturarbeit aus 17 Jahren einfach ausgelöscht hat in einer Tabula rasa unvorstellbarer Art, bleiben immer noch manche Früchte meiner Arbeit zurück, Werke, die darüber Auskunft geben, wer ich bin und wer ich vorher war.

Auch, wenn man mir alles nimmt, selbst die Werke – die Taten davor, die auch die Werke bestimmten wie das Leben, die kann man mir nicht nehmen, denn die waren – und die sind!

 



[2] Einen Anlauf dazu machte ich schon 1991, als mein Lebensplan zusammenbrach. Doch nicht gleich in die USA, wo man mich haben wollte, an der Uni in Lawrence, Kansas, sondern nur nach England und Frankreich – mit dem Buch im Koffer, das schon um die Welt gegangen war und an 200 Bibliotheken der Zivilisierten und Kultivierten auch heute noch eingesehen werden kann.

 

Carl Gibsons Blog für Literatur, Geschichte, Politik und Zeitkritik: Mit einem Buch im Koffer … ins Exil

 

Der Dissidenten-Koffer des Carl Gibson aus dem Jahr 1979


 



Köfferchen und Koffer – deutsche Machwerke und die Mimikry-Existenzen dahinter im Dienst der Macht

Er wandert gerade durch das Internet[1], mein kleiner, alter „Diplomaten-Koffer“, denn so nannte man ihn dort, im kommunistischen Rumänien, den ich vielleicht ins Auswärtige Amt mitgenommen hätte, wenn ich je dort angekommen wäre.

Doch ich warf keinen Stein wie andere, blieb also draußen!

Was ist das Besondere an diesem Koffer, der eigentlich nur ein Köfferchen ist?

Er gleicht dem, den Schäuble[2] nahm oder nicht nahm, nein, nicht für sich, sondern nur für die Partei, für die große deutsche christliche Volkspartei oder jenem, der – wahrscheinlich – nach Stockholm wanderte, um – über eine Jury, die sich bald darauf als korrupt erwies – einen obskuren, nebulösen Nobelpreis nach Deutschland zu bringen.

Doch mit einem Unterschied der fundamentalen, wesentlichen Art: mein kleiner, schwarzer Koffer war leer!

Es gab da keine Werte, die ich hätte mitbringen können in das freie Deutschland im reichen Westen. Schmuck, den ich nicht hatte, ausführen war verboten, bis auf den Ehering, doch ich war noch nicht verheiratet. Das eigene Geld, im arbeitsreichen Leben von der Familie erwirtschaftet, musste im Land verbleiben; selbst der Erlös für das Eigenheim, welches der Staat dem Ausreisenden- zu zehn Prozent des Verkehrswertes - quasi zwangsweise abkaufte.

Nackt sollte der Einzelne das Arbeiterparadies verlassen, so wie der Gott der Gläubigen den Menschen nach dem Bibelwort erschaffen hatte; denn, was das Individuum hatte, gehörte eigentlich – nach kommunistischer Lesart – dem Volk dort und dem Staat.

Ein ausreisender Dissident hingegen musst froh sein, wenn er das nackte Leben mitnehmen durfte, denn das war schon eine ganze Menge in einer Diktatur, in welcher der Einzelne ein Nichts war – und das Volk alles!

„Aus welchem Grund musstest du den Entlassungsschein aus dem Gefängnis in einem Zigarettenpäckchen am Flughafen durch den Zoll schmuggeln, wo er, das offiziell ausgestellte Dokument, doch dir gehörte“,

wurde ich später gefragt, naiv, von Ahnungslosen, die nicht wissen oder denken konnten, dass der – auf sein Image bedachte - „sozialistische Staat“ keine Belege und Beweise für Verfolgung und Haft im Westen kursieren sehen wollte, bewiesen die Schriftstücke doch schwarz auf weiß, dass es diese Repressionen gegeben hatte.

Trotzdem sollten die aufgeklärten Deutschen – vor allem nach ihrer glücklichen Wiedervereinigung und die Verbrechen der kommunistischen Diktaturen Osteuropas vergessend – dem Mythos mehr Achtung schenken und Priorität einräumen als dem klaren Schriftstück aus dem echten Widerstand, da eigene Helden gemacht werden mussten, nach der Einen und großen Lichtgestalt, auch noch – und nach bewährten Muster – die Mimikry[3]-Existenzen Merkel, die Pfarrerstochter, von dem Stasi-Agenten Schnur ins Rennen versetzt, und den Pastor Gauck, den auf den Oppositionsbarrikaden gegen das System in der DDR keiner gesichtet hatte!

Im Land des Persil und der Persilschein-Fabrikanten ist manches möglich – speziell bei der Konrad-Adenauer-Stiftung in Bonn am Rhein, wo man – lupenrein demokratisch korrekt – auch Kommunisten, aktive Stützen und Handlanger der kommunistischen Diktaturen „entnazifiziert“, wie schon Wernher von Braun[4] von den Amerikanern „entnazifiziert“ wurde, opportunistisch pragmatisch, in dem aus dem „furios Nazi“ ein „not furios Nazi“ wurde, denn Wernher von Brauns Wissen wurde gebraucht, speziell im Bekämpfen des Kommunismus und Stalinismus nach 1945, während die Tugenden einer Moskau-Studentin Merkel und eines deutschen Christenmenschen Gauck nicht unbedingt gebraucht wurden im neuen, guten und gerechten Deutschland.

Gemacht wurden sie trotzdem, mythisch gemacht – und zwar nach dem bewährten Muster im Fall der Einen, das gut funktioniert hatte und vom arglosen Michel geschuckt und hingenommen worden war, handelten die rücksichtslosen Akteure aus der „Denkfabrik“ und der Partei doch im Geist des Alten, der an einem Tag etwas sagte, was er am Tag darauf schon nicht mehr gesagt haben wollte, ausgerichtet an der flexiblen Moral der „entnazifizierenden“ Amerikaner.

Da es so kam, wie es nicht unbedingt kommen musste und ein Schröder nach Moskau eilte, um bei Putin sein Geld zu verdienen, ungeniert, doch toleriert von der eigenen Partei und den vaterländischen Genossen, sitzt der Dissident aus der roten Zelle als ein etwa anderer „Mann mit dem Koffer“ auf seinem kleinen Gepäckstück, in schlafloser Nacht Essays schreibend in der Hoffnung auf Wiederherstellung der Ehre wie der Soldat auf verlorenem Posten, arm am Beutel, krank am Herzen, in Erinnerungen vertieft, die sich am Objekt entzünden, aber auch – hundertmal täglich sogar – an den Spätfolgen der Securitate-Folter[5] von vom Kopf bis zu den Füßen, über die ein Gauck lacht, wenn er mit der Bekloppten den Tee genießt, einen Kaffee wie Steinmeier mit den Obdachlosen oder gelegentlich auch einen Pharisäer, mit Schuss aus Kuba, zwecks höherer Inspiration, bevor er – den Staat lobend, die Staatsräson und sich selbst als irdischer Vollstrecker - die Abhandlung über Freiheit und Toleranz schreibt oder für den Michel von der Kanzel redet.

 

 



    Täglich lerne ich dazu,

nicht immer nur aus Büchern, sondern die Natur betrachtend, die mir seit vielen Jahren schon eine Lehrmeisterin[1] ist.

In Büchern aber lese ich viel noch nach, noch mehr im Internet, das Informationen schneller und einfacher zugänglich macht als die in sterilen Bibliotheken verstaubenden Schriften, Gesagtes überprüfend – und manche Fehlinformation[2] und Vorteile dann auch revidierend.



[1] Was ich vor Jahren schon zum Thema „lebenslanges Lernen“ schrieb und publizierte, findet man im Internet heute nicht mehr, vergleiche dazu:

 

Carl Gibsons Blog für Literatur, Geschichte, Politik und Zeitkritik: Aufklärung in Variationen

 

 

[2] Gerade bei Zeitgenossen, die nicht wissenschaftlich vorgehen, aber so tun, als würden sie fachlich Bescheid wissen, besteht die Gefahr, dass Nichtzutreffendes weiter gegeben wird, im Umlauf kommt, etwa im Bereich der „invasiven Arten“; dagegen hilft nur das gezielte Nachschlagen.



      Sportlich durchs Leben

Leute kannte ich, die kamen mit Sport und Deutsch durchs Abitur, wurden reif, nach dieser Reifeprüfung. An der deutschen Hochschule, wo es viele Pflanzen gibt in den Hörsälen und Seminaren, studierten die jungen Deutschen dann auch Deutsch, fürs Lehramt, nicht für die Wissenschaft – und Sport, denn sie waren Deutsche und sportlich.

So gesegnet gingen sie auch durch das Leben, während andere mit schlechteren Voraussetzungen sich durch das Abitur quälen mussten mit Mathematik, den Numerus Clausus in den einen oder anderen Fach dann auch verfehlend, um schließlich auch das zu studieren, was – aus dem Übriggebliebenen --nicht ganz so einfach war, aber oft nutzlos, zum „ewigen Studenten“ führend und zum „ewigen Arbeitslosen[1]“, während die Glücklicheren mit ihrem Deutsch und Sport oder Theologie, insofern sie nicht in der Politik landeten, über die Partei und protegiert von vielen, zu Fußballguckern wurden, gut versorgt vom Staat, oder zu Sportjournalisten im deutschen Fernsehen, in höherer Mission unterwegs, dem Staat auch anders[2] dienend.



     Stubenhocker

Das viele Herumhocken in öden Seminaren an der deutschen Hochschule ohne großen Erkenntnisgewinn macht nicht nur dekadent, sondern prädestiniert gar zu einer Laufbahn im deutschen Parlament, wo man im passiven Pflanzendasein munter weitermachen kann, womit man an der Alma Mater aufgehört hat – mit dem Nichtstun im Abnicken des von anderen Vorgegeben.

So wurde aus dem deutschen Rechtsstaat ein Staat mir vielen ungerechten Gesetzen[1].

Wehe dem, der darüber schreibt und publiziert oder über ähnliche Dinge, die der Michel nicht hören soll! Man wird aus ihm einen einsamen Wissenschaftler machen, noch unter dem Professor aus Würzburg mit den drei Hörern, und ohne Katheder, einen Privatgelehrten á la Schopenhauer oder Nietzsche, der nur noch mit sich selbst spricht und um ich selbst kreist, ohne Schule machen mit dem, was er denkt, schreibt und veröffentlicht, am wenigsten in Deutschland, das sich einmal als ein Land der Dichter und Denker definierte.

Überleben darf er, aber wie?

Mit den Schriften im Giftschrank und dem getilgten Blog im freien Staat der Deutschen!

Der ehemalige antikommunistische Dissident Carl Gibson, heute, August 2026

 

Vielfalt statt Einfalt

Diejenigen in Deutschland, die mich als Person und meine Werke kleinreden wollen, seit 1989 schon, ein Buch diffamierend, das aber dann doch um di Welt ging, müssen nur ins Internet gucken und auf den einen Blog, der noch da ist, neben m wichtigeren und mit Macht von Dunkelmännern gelöschten, und auf die 7 000 Beiträge dort, jeder anders als der andere, Aufklärung in Variationen und viele Bereiche thematisierend, um das, was ich schuf mit ihren „Werken“ zu vergleichen.

Kämpfen musste ich gegen 100 Netzwerke, gegen kleine und große, als Einzelner!

Dabei bin ich nicht schwächer geworden, sondern, trotz Krebs und manchem Leiden, viel stärker als vorher.

Mein Geschaffenes spricht für sich, während man bei meinen Kontrahenten, groß und klein, nach einem Oeuvre suchen muss, wenn auch mit der Lupe, in der Regel vergebens.

Das Ausland, das heute genau liest, was ich seit 2008 öffentlich publik machte, staunt nur – und ist voller Verwunderung darüber, wie s möglich war, mich im Land des Michel trotzdem klein zu halten und auch noch arm zu machen über Halunken, deren Ungeniertheit und Unverschämtheit sich gewaschen hat, die aber trotzdem aufrecht stehen wollen – wie die Königskerze, einer verlogener als der andere, gut zu dem System passend, dem sie dienen im freien Staat der Guten und Gerechten, die es schafften, ein ganzes Volk zu entmündigen, auch noch 80 Jahre nach dem Krieg.

Der Giftschrank – die deutsche Antwort auf die Wahrheitsfindung

Ein „Thema in Variationen“ seit 2008, also seitdem man ein wichtiges Buch kaputtgemacht hat im freien Staat der Deutschen, das Testimonium eines Zeitzeugen aus der roten Diktatur – und das nur, um an einem Narrativ festzuhalten, an einem Lügen-Mythos, dem man selbst gemacht mit falschen Helden, die man selbst hat machen lassen.

Wenn ein Vance seinerzeit gewusst hätte, dass es einen deutschen Giftschrank gibt – und er hätte es wissen könne, den die Beweise findet man an 50 US-Elite-Hochschulen, auch für Politiker zum Nachlesen und zum Studieren – dann hätte er das Unding bestimmt angesprochen, als es um die Meinungsfreiheit in Deutschland ging, die er hier vermisste.

Die USA hat eine offene Kultur der Auseinandersetzung mit der Macht, die dem verlogenen Deutschaland abgeht: wenn Geheimdienstleute dort aus dem Dienst schieden oder Staatsdient aus er Administration, dann reden sie, frei und offen, während der deutsche Beamte hier um seine Pension zittert, als schweigt, sich einem Eid beigend, den er schon als Hilfswissenschaftler an der deutschen Hochschule geleistet hat.

Also leisten sich die Deutschen – zum Staunen der Welt – einen Giftschrank, darin, neben anderen, auch die Bücher des Carl Gibson, der schweigen und ein Prophet im eigenen Land nicht länger sein soll!

Also ekelt man in aus dem Land, für das er eintrat, als junger Mann, unter Kommunisten, als andere, deutscher Zunge, aber im kopf antideutsch, im Bund mit den Kommunisten des Diktators, auf Deutschland spuckten, hier und heute aber als deutsche Helden gelten.


Diffamierung in Variationen – ein Machwerk der Securitate im Auftrag der Kommunistischen Partei des Diktators

Man findet es im Internet – problematisiert und wissenschaftlich ausgewertet wurde es noch nicht.

Doch jedermann kann es lesen und sich ein Bild machen, wie im so genannten Sozialismus des Ostblocks -im Sinne einer „sozialistischen Ethik“ sowie im Rahmen der Umerziehung des Gefallenen Engels zum guten Staatsbürger, der arbeitet, ohne nachzufragen - nach der weisen Anweisung von oben, von Ceausescu persönlich - ein Staatsfeind an den Pranger gestellt wurde, namentlich vom Kollektiv in der Fabrik, von systemloyalen Claqueuren, damit alles, für den sauberen Westen und für die humane Welt, seine Richtigkeit hat; und auch noch den legalen Touch, verfassungsgemäß auch dort, schließlich ging es gegen Parasiten im Staat, die das mit ihrer deplatzierten Kritik zunichtemachten, was die ganze Nation in Freuden gerade aufbaute.

Angesprochen habe ich diese Vorstufen zum „Schauprozess“ in der Fabrik zunächst und bald darauf als Farce im Gerichtssaal in meinem 1 000-Opus, 2008, in dem der deutsche Papst vielleicht blätterte, um zur Eintritt in die „Symphonie der Freiheit“ aufzurufen, das ein guter Christenmensch und staatlicher Aufklärer kommunistischer Verbrechen Gauck aber aus der Hand legte, dem Dissidenten die Tür weisen ließ, um mit einer Bekloppten Tee zu trinken und selbst eine Abhandlung über Freiheit zu schreiben, über die Freiheit, die auch in der DDR – fern von Merkel und Gauck – andere erkämpften.

Also ehren wir, tolerant, wie wir nun einmal sind, im wiedervereinten Deutschland der Guten und Gerechten aus der CDU und der SPD, die Kommunisten mit dem Bundesverdienstkreuz, stellen die wahren Kämpfer aus dem Widerstand aber in die Ecke, dem Elend ausgeliefert zwecks Verrottung!

Schließlich soll an diesem deutschen Wesen die Welt genesen!

 

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