Freitag, 4. November 2022

Evangelikale Weltpolitik - – von George W. Bush zu Jair Bolsonaro

 

 

 

 

Evangelikale Weltpolitik -

    – von George W. Bush zu Jair Bolsonaro

Der Kelch ging noch einmal an Brasilien vorüber: Bolsonaro, der angehende Diktator, gestützt von Ultrakonservativen, radialen und ganzen Heerscharen von evangelikalen Christen, wurde abgewählt. Der gesunde Geist in einem lebensfrohen Volk hat sich mit etwas Glück doch noch durchgesetzt, zur Freude aller demokratischen Kräfte in Südamerika, der Ökologen weltweit, vor allem aber zur Freude der existenziell bedrohten indigenen Völker und Stämme Brasiliens, die nun, mit Bolsonaros Abgang, wieder Hoffnung schöpfen können.

Fast alles, was in den letzten zwei Jahrzehnten auf globaler Ebene schief läuft, ist auf evangelikalen Einfluss zurückzuführen. Wir ernten heute die Früchte evangelikaler Politik, die mit George W. Bushs zweitem Irakkrieg begann, mit einem Irrweg gegen das Völkerrecht und den Willen vieler Nationen, der Putins Krim-Annexion und die russische Invasion in die Ukraine überhaupt möglich machte. Wer spricht darüber? Wer gedenkt noch der finsteren Botschaft jenes von hinter den Sternen, der über Missionare, Marionetten, Handlanger und Schurken über Vernichtung im Krieg Gutes schaffen wollte?

Angeleitet von Donald Trump, der für den Westen und die Welt noch gefährlicher ist als Bush, befindet sich inzwischen das halbe amerikanische Volk auf dem Weg in Verblödung.

Kleine Ironie der Geschichte: während der aktuelle Präsident der USA Joe Biden die Demokratie in Gefahr sieht und jetzt, wo Wahlen[1] anstehen, vor einem verhängnisvollen Abdriften in radikale Entwicklungen warnt, ist es Liz Cheney, die Trump politisch bekämpft – sie ist die Tochter des finsteren – und wohl auch evangelikal inspirierten – Dick Cheney, jener Gestalt hinter Präsident Bush, die den Krieg gegen Saddam Hussein eingefädelt hat. Mit ihrem Dagegenhalten will Liz Cheney wohl einiges wiedergutmachen, was in bester Absicht gestartet so falsch verlaufen war. Wenn alte Gottheiten – lange nach dem Humanismus und der Aufklärung - moderne Zeiten bestimmen, dann kommen manche Dinge durcheinander – wie jetzt!



[1] Die „Midterms“, etwa in Florida.

 

 

 

 Hier das ganze Buch als Zitat:

 

http://carl-gibson.blogspot.com/2020/11/gegen-trumps-wiederwahl-auf-zum-letzten.html

 

Trump, der Anti-Demokrat und Demokratien-Verächter hat das Zeug zum Diktator! 

Also muss eine erneute Kandidatur des Demagogen, Hetzers und Spalters der US-Nation verhindert werden - der US-Wahlkampf hat begonnen!

 

 

Ausgerechnet die Tochter von George W. Bushs Vize Dick Cheney wollte als scharfe Kritikerin des Ex-Präsidenten Trump Paroli bieten - und hat verloren! Weshalb? Etwa weil die Amerikaner inzwischen eingesehen gaben, dass das, was aus dem Hause Cheney kommt, nicht gut ist für Amerika?

Dick Cheney, der Halliburton Top-Manager hat - zusammen mit dem anderen Manager Donald Rumsfeld - den Karren USA tief in den Dreck gefahren, indem beide Bush beeinflussten, den zweiten Irakkrieg zu führen - gegen das Völkerrecht.

Die gesamte freie Welt wurde seinerzeit diskreditiert - und das machte Putins Krieg möglich.

Wie will bei dieser schweren Hypothek Dick Cheneys Tochter Liz[1] dagegenhalten und glaubhaft gegen Trump aufstehen?

Sie verlor in Wyoming, wo die Cowboys bestimmen, als Kandidatin der Republikaner den Kampf gegen die Rivalin Hegeman und schwächte - zur Freude des hämisch frohlockenden Trump - so auch die Sache der Demokraten.

Was in den USA abläuft, ist für Europäer kaum nachvollziehbar, denn die Republikaner Trumps machen inzwischen eine Politik, die dem „Retter“ Trump zuarbeitet und Positionen billigt, die undemokratisch, ja, demokratieverächtlich sind, Haltungen mit totalitärer Tendenz.

Trump, immer schon eine große Gefahr für die freie Welt und den Weltfrieden, wird so sanktioniert, obwohl er im eigenen Interesse und nur, um an der Macht zu bleiben, das Kapitol stürmen ließ und – ohne Sinn für Verantwortung – brisante und sicherheitsrelevante Geheimdokumente des Staates nachhause schleppte, einfach so, weil er als selbstherrlicher Zyniker auf demokratische Gepflogenheiten pfeift.

Wieder einmal an der Macht, wird er - wie alle Despoten der Welt – bestimmen, was Sache ist und wohin die USA in Zukunft steuern: er ist dann der Sonnenkönig, der Staat und das Gesetz! Und er wird kaum noch zu stoppen sein, wenn er noch einmal ins Weiße Haus einziehen sollte, das ist jetzt schon absehbar! Europa aber wird mit den totalitären Bestrebungen in der US-Politik große Schwierigkeiten bekommen, denn, was hier, an der Wiege der Demokratien der Welt bekämpft wird, findet Toleranz und Zuspruch in den USA.

Wehret den Anfängen, auch dort, damit die Leitnation der Freiheit nicht – mit einem Rüpel als Präsident – erneut in den Wilden Westen zurückführt, in eine Welt mit Mord, Todschlag und Selbstjustiz, in der – bei aller christlichen Heuchelei - das Recht des Stärkeren bestimmt.

 

Inzwischen, während die auf breiter Front diffamierten Demokraten wieder aufholen und in der Wählergunst zulegen, hat US-Präsident Joe Biden klare Worte gefunden und in einer sehr politischen Rede am 1. September 2022 an der Geburtsstätte der US-Demokratie in Philadelphia, Pennsylvania, vor dem Extremismus des Wahlverlierers Trump und dessen radikalisierten Anhängern gewarnt.

Nach Biden stellen diese Kräfte, die das Kapitol stürmten, eine echte Gefahr für die US-Demokratie dar, die auf lange Zeit gesichert schien, die es nun aber seit Trump nicht mehr ist.

 


 

 



[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Liz_Cheney

 

In den Anhörungen im Kongress zur Rolle Trumps beim Sturm auf das Kapitol konnte Liz Cheney deutlich Profil gewinnen, doch viele Republikaner missbilligten ihre Kritik an dem ehemaligen US-Präsidenten Trump, der von der Macht nicht so recht scheiden konnte.

Graue Eminenz Cheney, früher schon als Stabschef Strippenzieher der Macht, dann Verteidigungsminister und Öl-Manager, immer darauf bedacht, dass es den Waffenherstellern und den Erdöl-Unternehmen gut geht, ist – als guter Anti-Europäer – primär für die Kluft zwischen Westeuropa und den USA verantwortlich und für das zerstörte Vertrauen innerhalb der Partner, die auch in der NATO vereint sind, was dazu führte, dass Staaten wie Deutschland und Frankreich bis zuletzt nicht an eine Invasion Putins glaubten. Nach einer Phase der Hoffnung auf bessere Tage während der Amtszeit von Barack Obama als Präsident, hat dann der europafeindliche Nachfolger Trump die Kluft zwischen den transatlantischen Partnern weiter vertieft und nahezu unüberbrückbar gemacht, was Putin ermutigte, hasardeurhaft in die Ukraine einzufallen.

 

Vgl. dazu: 

     Die Amerikaner, ein Volk der Unwissenden? Wie wurde das Phänomen Trump möglich? Die „politische Kultur“ des Joe Biden gegen als Gegengewicht zum Antidemokraten Trump

 


Wie wurde das Phänomen Trump möglich?

Putin, der Unterwanderer[1] mit System, hat einen hohen Anteil daran, aber auch die amerikanische Einfalt der Unwissenden, die für einfache Botschaften zugänglich sind, auch wenn Gerüchte, Vorurteile, Diffamierungen, plumpe Dummheiten jenseits von gesundem Menschenverstand und wissenschaftlicher Erkenntnis zu exakten Wahrheiten erhoben und absolut gesetzt werden.

Helmut Schmidt musste nicht erst hundert Mal nach Amerika reisen, um die Unwissenheit der Amerikaner festzustellen, das Nicht-Bescheid-Wissen über die Welt, gefangen in einem engen Horizont, der oft kaum über den eigenen Bundesstaat hinausgeht.

Als Amerika-Begeisterter von Anfang an, als Amerika-Gläubiger, Bewunderer und deklarierter Freund Amerikas, war ich nur zweimal im Land der unbegrenzten Möglichkeiten – aber auch ich musste das Gleiche feststellen wie der deutsche Kanzler: der einfache Amerikaner ist provinziell, unwissend, was der Weite des Landes geschuldet ist, aber auch dem Desinteresse an dem Los dieses Planeten.

Die größten Unternehmen der Welt findet man in den USA; und der US-Dollar als Leitwährung bestimmt – China in diesem Bereich klein haltend - die Finanzen der Welt immer noch; und über die Leitbörse an der Wall Street auch den Gang der Weltwirtschaft.

Und doch lebt der Amerikaner – fern der großen Metropolen - weit draußen auf dem Land, in sich gekehrt, existenziell, mit sich selbst beschäftigt, skeptisch nach Washington blickend, wo „Uncle Sam“ residiert und ins Weiße Haus, woher er nichts Gutes erwartet.

Weltpolitik interessiert den einfachen US-Bürger nicht – und wenn einer Amerika steuert, dann soll es einer sein, den er versteht, der seine Sprache spricht, einfach, nachvollziehbar wie „Make America great again“ oder „Save America“, „Build that wall“ und „Lock her up“!

„Belgium is ab beautiful city“ – das ist Trump!

Ein offensichtlicher Idiot, der Präsident werden konnte, der Typus des Unwissenden und „Unberufenen“ schlechthin, der aber als „Demagoge“ die Einfältigen im weiten Land erreicht, die Dummen, die Unwissenden, die Ignoranten, die alles glauben und nichts überprüfen.

Ein aufgeklärter Europäer mit Kultur und Bildung kann nur schwer verstehen, wie dieser Trump US-Präsident werden konnte.

Ja, Amerika hat seine Eliten und seine Eliten-Schmieden, wo künftige Koryphäen und Nobelpreisträger aller Art ausgebildet werden, in Zeiten, wo dieser Preis – dank Korruption – auch an offensichtliche Idioten vergeben wird; doch das Wählervolk ist in der Mehrheit. Am Ende bestimmen die Verführten, wer das Land regiert, wer die Supermacht führt -und wie!

Trump, der Rüpel im Weißen Haus!

Welch eine Wohltat ist die Erscheinung Bidens – im gepflegten Diskurs mit Olaf Scholz auf dem G7-Gipfel in Deutschland, nahe der Front in Polen, bei der NATO und auch als Reagierender auf die Schüsse von Uvalde oder auf die Urteile des Supreme Court, die das zivilisierte Amerika des Fortschritts vor den Kopf stoßen, vor der Nation auftretend und vor den Augen der Welt: politische Kultur ist das -und keine Alterserscheinungen können das schmälern, was wesenhaft ist.

Joe Biden, der „elder statesman“, das krasse Gegenteil von Hasardeur und Bankrotteur Trump, der als Politiker nur eine dumme Figur abgab. Während an der demokratischen Gesinnung eines Biden, der seit einem halben Jahrhundert aktiv Politik macht, nie Zweifel bestanden, wagte der hetzende und die Nation spaltende Trump mit seiner Anstiftung zur „Attacke auf das Kapitol“, was einem Putschversuch gleichkommt, das Abschaffen der Demokratie an sich, um für sich das zu erreichen, was Putin in Russland erreicht hat: die absolute Macht, die Tyrannis im 21. Jahrhundert der abendländischen Geschichte.



[1] Vgl. dazu meinen Beitrag.

  

 

„Save America“ – Das Gespenst Donald Trump kreist über Amerika und bedroht die freie Welt.  

Fällt die Leitnation der Freiheit USA in das Mittelalter zurück?

Bomben auf Mexiko? Trump soll das so vorgeschlagen haben, nachdem aus dem berühmten Mauerbau an der Armutsgrenze nichts geworden ist.

Nun, nachdem man den US-Frauen von höchster Warte aus das Recht abgesprochen hat, über das Wohl und Wehe des eigenen Körpers zu bestimmen, über das Glück oder Unglück einer späteren Familie, die gewollt sein will, fehlt jetzt nur noch die Rückkehr in die Sklaverei[1].

Mit Trump als Präsident wäre das denkbar, das, was der evangelikalenfreundliche George W. Bush nicht geschafft hat.

Das Gespenst Trump kreist über Amerika und bedroht die USA wie die freie Welt, die dieser selbstverliebte Machtmensch beinahe in Borniertheit aus den Angeln gehoben hätte – über die Schwächung der EU, der NATO bis hin zum versuchten Putsch in der „Attacke auf die Demokratie“ im präsidential ausgeheckten „Sturm auf das Kapitol“.

Trump, von Haus aus ein politischer Idiot, ist zudem ein Amoralist, der Frauen unter den Rock fasst, um den Bus-Chauffeur mit dieser Heldentat zu beindrücken. Moral schert in wenig; denn er hat eine eigene Moral, die sogar noch Anhänger findet, obwohl er Hass, Hetze und Spaltung das Wort redet

Man erinnert sich vielleicht – nicht nur aus europäischer Sicht war es zum Erbrechen: während Hillary Clinton öffentlich diffamiert[2] und diskreditiert wurde, auf die gleiche Weise wie später der Wahlgewinner und aktuelle US-Präsident Joe Biden, im Rahmen des G7 Treffens gerade in Deutschland[3], kokettierte Trump mit Putin!

Mit einem Putin, dessen Verbrechen der ganzen Welt bekannt waren – und mit einem Putin auf eindeutigem Weg zum Diktator, der seine Armee ausbaute und – dank der Mitwirkung schwacher, bis unfähiger Politiker wie Merkel und Steinmeier – den Schlüsselstaat Deutschland und damit die EU über Energie in Abhängigkeit manövrierte.

Zwei Zyniker der Macht – einer wertete den anderen auf; die Russen in Moskau in inszenierter Trump-Begeisterung und Trump in unkritischen Statements zu Putins Politik und Person.

Die Früchte jener putinfreundlichen Haltung, die Jahre andauerte, sehen wir heute in der Ukraine, wo Putin ein Kriegsverbrechen nach dem anderen begeht, während Deutschland und die EU – über die mitbetroffene Bevölkerung – die Hinterlassenschaften Merkels und Steinmeiers auszubaden versuchen.

Dieser Trump, der – inkompetent, rücksichtslos und nicht für das hohe Amt geeignet – schon so viel angerichtet hat, will nun, 2024, zurück, an die Macht, und wieder auf bewährte Art: hetzend und spaltend!

Putin hat es geschafft, über die Figur die USA innenpolitisch zu destabilisieren und mit den – auch außenpolitisch nicht mehr ganz handlungsfähigen - Vereinigten Staaten auch den Rest der freien Welt.

May „God bless America“ – and may „God save America[4]“ und bewahre das große Land und Volk vor diesem Retter Trump!



[1] Vor Tagen erst feierten Afro-Amerikaner diese Errungenschaft, während der noch nicht überwundene Rassismus in den USA immer noch ein polarisierendes Thema darstellt.

[2] In der boshaften Kampagne „Lock her up“, vgl. dazu meine Beiträge in „America First“, 2018.

 

[3] Auf Schloss Elmau, in Bayern. Die großen Industrienationen der freien Welt werden in Beratungen an drei Tagen – geschützt von 18 000 Polizisten – nach Lösungen suchen, wie Putins Krieg einzugrenzen oder gar zu stoppen ist, bevor es zu einem Weltenbrand kommt.

 

[4] Save America“ – das ist der aktuelle Slogan des – immer noch nicht gestoppten -Wahlkämpfers Trump. Mögen die „Anhörungen“ die Beweise aufbringen, die diesem obskuren Antidemokraten das Rennen um die Präsidentschaft verbieten – und möge, was 60 Prozent der Amerikaner angeblich wollen, seinen Anschlag auf die Demokratie verantworten, bis hin zu allen strafrechtlichen Konsequenzen.

 

 

 

 Vgl. dazu:

 

Amerika ist gerade mit sich selbst beschäftigt, Putins Ukraine-Krieg in weite Ferne gerückt - 

die Todesschüsse von Uvalde, 

die „Hearings“ zu Trumps Anschlag auf die Demokratie im „Sturm auf das Kapitol“ 

und das frauenfeindliche Abtreibungsverbot des Supreme Court

In den Vereinigten von Amerika hat sich auf einen Schlag und in nur wenigen Tagen viel verändert, Entscheidendes, Wesentliches. Russlands Krieg in Europa – fast kein Thema mehr? Verdrängt! Überlagert

Da waren zunächst die Schüsse in Uvalde: 18 Kinder mussten sterben, ermordet von einem Massenmörder, der selbst noch ein Kind war, um die Waffengesetze „etwas“ zu verschärfen, nach Jahrzehnten des Nichtstuns und der Blockade durch NRA-Lobbyisten und Republikaner. Man wollte nun genauer hinsehen, wer eine Waffe kaufen will! Mehr als nur Kosmetik?

Hoffnung auf bessere Zeiten? So schien es einige Tage, bis ein hohes Gericht das Recht des Amerikaners bestätigte, eine Waffe zu tragen!

Fortschritt und Rückfall fast in einem Atemzug!

Dann die „Hearings“ zu Trumps Anschlag auf die Demokratie in dem „Sturm auf das Kapitol“!

Viele Aussagen belasten den ehemaligen US-Präsidenten schwer! Trump soll zur Rechenschaft gezogen werden, meinen 60 Prozent der befragten Amerikaner!

Eine Maskerade der Demokraten, kontern die uneinsichtigen Republikaner, die, ungeachtet dessen, was gewesen ist, an dem Psychopathen und Amoralisten Trump als Person und potenziellen Präsidentschaftskandidaten festhalten, ja, dessen Rückkehr ins Weiße Haus aktiv betreiben.

Und – last but not least – zu guter Letzt:

Abtreibungsverbot des Supreme Court, das Amerika mit seiner schon tief gespaltenen Nation gänzlich auf den Kopf stellen wird.

Was fünf Jahrzehnte gehalten hat und gut war, frauenfreundlich, soll jetzt abgeschafft werden! Frauen sollen in weiten Teilen der USA nicht mehr „abtreiben“ dürfen, weil eine – von Trump so zurechtgerückte – Richtermehrheit im amerikanischen Verfassungsgericht es so will!

Bis auf wenige Ausnahmen, etwa in den Bundesstaten New York und Kalifornien, wo das Recht auf Abtreibung festgeschrieben ist und auch so bleibt, fällt die USA in das finstere Mittelalter zurück, in die Welt der Evangelikalen und des Papstes, denen die Freiheit in allen Formen ein Dorn im Auge ist und die an einer obskuren Gottheit festhalten und an einem Glauben, der seit Jahrtausenden ein antihumaner Irrweg ist.

Das alles zur Enttäuschung der Ukrainer im Krieg, die sich nun mit Recht verlassen fühlen können, denn sie sind gerade verlassen, doch zur Freude Putins, der frohlocken und jubilieren kann, weil Amerika – auch nach dem verrückten Trump und mit einem ohnmächtigen, innenpolitisch gelähmten Biden – seine eigenen Probleme hat, Konflikte, die als Früchte von Hass, Hetze und Spaltung anzusehen sind.

 

Diese Entwicklungen und ähnliche, die noch kommen, werden Amerika verändern, doch nicht zum Guten hin; sie werden die Nation weiter spalten und so auch die Außen- und Sicherheitspolitik der USA schwächen, gerade jetzt, wo der Kampf gegen Tyrannen wie Putin und die in jeder Hinsicht rücksichtlose Diktatur des Xi Jinping in China existenzielle Züge annimmt. 

 

 

 Vgl. dazu:

 

Die Glaubwürdigkeit der USA

Kann ein Staat, der nach innen zerrissen, tief gespalten ist, eine glaubwürdige Außenpolitik betreiben?

Können sich die Bedrängten auf das Wort der USA verlassen, auf die – oft leichtfertig – gegeben Unterstützungszusagen im Fall eines Angriffs durch Aggressoren wie Putin?

 

 

 Vgl. dazu:

 

 

     Mehr Waffen für das Volk der Amerikaner, fordert Trump als Gastredner der NRA, nicht weniger Waffen, ungeachtet der erschossenen Kinder von Uvalde


Es kam, wie von mir befürchtet. Die Massentötung von 19 Menschen durch einen Amokläufer im texanischen Unvale beherrscht immer noch die Schlagzeilen der US-Medien. Der Ukraine-Krieg ist weit, verdrängt, fast schon vergessen.

Und dabei mischt Ex-US-Präsident Donald Trump die Karten wieder neue auf – gegen den vom Morden erschütterten „Sleepy Joe“, der die Toten inzwischen öffentlich geehrt hat – und für die NRA, als deren Gastredner Trump auftritt, um das zu sagen, was man dort hören will und was – leider Gottes – viele Amerikaner immer noch hören wollen.

Mehr Waffen für das Volk der Amerikaner, nicht weniger Waffen – und das ungeachtet der erschossenen Kinder von Unvale!

Mehr Waffen – mehr Sicherheit!?

So sieht das Antidemokrat Trump!

Und er verkündet die unselige Botschaft, weil er weiß, dass viele Amerikaner dem zustimmen, überzeugt, Waffenbesitz sei Freiheit.

Jeder Amerikaner müsse in der Lage sein, seine Familie zu verteidigen, mit der Waffe in der Hand, ohne auf die Hilfe des Staates angewiesen zu sein! Eine Grundüberzeugung, die sich auch bei Wahlen auswirkt!

Der Staat - das sind die auch die dilettantisch ausgebildeten Polizisten vor Ort, die nicht eingriffen, die so das Morden eines Einzelnen eine ganze Stunde lang zuließen, ohne einzugreifen.

Als Demagoge ohne Skrupel nutzt er die Lage, um seine Klientel zu erreichen, hinter sich zu scharen. Und die NRA freut sich, denn das Geschäft boomt. Auch ist nicht zu erwarten, dass die Waffengesetze abgeändert werden.

 

 

 Vgl. auch:

 

    Die Todesschüsse von Texas Oder Wenn der Krieg im eigenen Land den fernen Krieg in Europa überlagert

Auf einmal ist es so, als gäbe es Putins Krieg nicht mehr, auf CNN, aber auch auf BBC, wo die absurde Tat des jungen Todesschützen gleich zwei Nationen in Atem hält -und dahinter die Fernsehzuschauer rund um die Welt, die diesen Sendern folgen.

Ein Achtzehnjähriger ging in den Waffenladen und erwarb dort ganz legal zwei halbautomatische Gewehre, Waffen, entworfen und hergestellt, um viele Menschen in kurzer Zeit zu töten, ging in eine Grundschule und tötete dort ungehindert - und noch bevor die Polizei eingreifen konnte – 17 Kinder und zwei Erwachsene, Lehrkräfte, ohne Motiv, im Wahn, in der Krankheit, in der Verirrung, im Hass auf eine Gesellschaft, die nicht nur in den USA gespalten ist. Nun ist, angeführt von dem von der Massen-Mordtat angewiderten US-Präsidenten Joe Biden die Diskussion über eine Beschränkung der Waffenverkäufe in den USA wieder entbrannt, eine Debatte, die bereits in früheren Jahren von den demokratischen Präsidenten Clinton und Obama erfolglos geführt wurde. Immer noch ist der mächtige Waffenlobby-Verband NRA (National Rifle Association of America[1]) dagegen und stark genug, einflussreiche Politiker aus der Republikanischen Partei für die eigenen Interessen einzuspannen und für die Tatsache, das es so bleibt, wie es ist. Jeder Amerikaner, dem die Verfassung zugesteht, eine Waffe frei zu tragen, soll diese Schusswaffe auch kaufen können, selbst wenn es mit Massentötungen in Amokläufer weiter geht wie bisher!

Putins Krieg wird nun schon seit Tagen medial überlagert, ist fast schon vergessen!

Amerika hat eigene Probleme! Und Amerika ist nicht in der Lage, das eigene Land zu befrieden, die Spaltung der Nation zu bekämpfen und für ein harmonisches Leben aller Bürger in einem humanen Staat zu sogen.

Die Feinde der freien Welt freuen sich angesichts solchen Ungemachs, der hausgemacht ist und – wie es scheint – unüberwindbar: Diktator Putin, der von der Dekadenz des Westens überzeugt ist, und dahinter, der – inzwischen von den USA als bedrohlichsten Destabilisierungsfaktor der Weltordnung ausgemachten – noch größere Feind: China, das zur Weltmacht greift, über die Beherrschung ganzer Kontinente wie Afrika, der Welt-Meere und – sehr erfolgreich – auch des Weltalls.

 

 

 Vgl. dazu:


    Ukrainisch-amerikanische Irritationen und Schuldzuweisungen

Auch wenn diese in deutschen Medien nicht transportiert werden: es gibt sie doch; und sie sind nicht ganz unerheblich.

Während man in der breiten Öffentlichkeit noch den Eindruck hat, die USA und Großbritannien stünden entschieden und geschlossen hinter der von Russland angegriffenen Ukraine, gärt es in der – nicht ganz heiligen, noch heilen – Allianz.

Nach einer Äußerung von US-Präsident Joe Biden soll der Präsident der Ukraine Selenskyj sein Land nicht ausreichend und umfassend auf eine Invasion vorbereitet haben, seinerzeit, als nur die USA vor dem drohenden Einmarsch warnten, in Deutschland, Frankreich und anderen europäischen Staaten aber Skepsis waltete und „Alarmismus“ unterstellt wurde.

Die USA, die angeblich mehr als 6o Milliarden US-Dollar im Jahr zur Finanzierung ihrer 16 großen Geheimdienste ausgeben, mussten es – aufgrund guter Antennen bis in die Planungsräume des Kremls – natürlich besser wissen.

Fakt ist aber auch – und das wird heute gerne vergessen und unter den Teppich gekehrt: die Amerikaner strichen die Fahne, packten diese in Koffer und verließen hastig Kiew und die Ukraine wie einst in Vietnam oder jüngst in Afghanistan, ohne Lust, der Ukraine militärisch beizustehen.

Die Soldaten der USA werden nicht in der Ukraine kämpfen, sagte US-Präsident Joe Biden noch am Vorabend der russischen Invasion und stellte damit Putin einen Freibrief zum Einmarsch aus.

Wie zuverlässig ist also die US-Außenpolitik wirklich?

 

Vgl. dazu: 

 

     Der Krieg ist gut fürs Geschäft 

Oder 

Was aus den 33 Milliarden US-Dollar wird, die Biden beim Kongress für die Ukraine anforderte – 

eine militärökonomische Betrachtung von Heraklits Metaphysik bis zum monetären Utilitarismus der Neuzeit aus der Feder von Carl Gibson

Insofern er das Geld überhaupt bekommt.

Wenn der US- Kongress die enormen Gelder freigeben wird, dann werden diese Unsummen – was kaum betont wird – der US-Wirtschaft viel Freude bereiten, namentlich der US-Rüstungsindustrie, die alles herstellt, was die kriegführende Ukraine an Verteidigungswaffen, mit denen man auch angreifen und den Gegner zurückschlagen kann, gebrauchen wird.

Den Löwenanteil der beanspruchten Summe, etwa 20 Milliarden US-Dollar, werden sich etwa ein Dutzend ganz großer Rüstungskonzerne untereinander aufteilen, darunter Giganten wie Boeing, Lockheed Martin, General Dynamics, Raytheon und andere aus der illustren Schar.

10 Milliarden US-Dollar fließen in diverse Bereiche der Wirtschaft, während schließlich, doch immerhin noch 3 Milliarden Dollar für humanitäre Ausgaben zur Verfügung stehen sollen.

Alles in allem ist das ein kleines Konjunkturprogramm, das - über die US- Rüstungsunternehmen und deren Zulieferer der - US-Wirtschaft hilft, Umsätze zu machen und Arbeitsplätze zu schaffen, nicht anders als seinerzeit im Ersten Weltkrieg und im Zweiten Weltkrieg, als das große Amerika seine leistungsfähige Wirtschaft auf Kriegswirtschaft umstellte und Flugzeuge, Schiffe, Munition am laufenden Band produzierte, was schließlich Hitlers Ende besiegelte, das Ende eines Diktators, der nur über die Wirtschafts- und Waffenmacht in die Schranken gewiesen und niedergerungen werden konnte.

Was ist heute anders?

Der Namen des Diktators hat sich geändert!

Hitler heißt jetzt Putin![1]

Amerika will - nach den Worten von US-Verteidigungsminister Lloyd Austin bei der Tagung im deutschen Ramstein, Russland auf Dauer militärisch schwächen, so schwächen, dass Putins Russland nicht mehr in der Lage ist, Angriffskriege mit konventionellen Waffen zu führen.

Wenn Geld das über Waffenproduktion und -lieferung das möglich macht, dann ist dieses Geld gut investiert und ein ökonomischer Segen für die USA, die natürlich kein direkter „Kriegsgewinnler“ sein wollen, sondern die in diesem Krieg „moralisch agiert“, an der Werte-Front, aber mit den Mitteln des Geldes, das zu Waffen wird.

Während Putin Erdgas und Erdöl als Waffe einzusetzen versucht, während dieser „Noch-Staatschef“- wie ein gemeinere Erpresser - Staaten, ganze Nationen zu nötigen sucht und auch faktisch – wie im Fall Polens und Bulgariens durch Erdgaslieferstopp – erpresst, setzen die Amerikaner als große Erdölproduzenten ihre Energieträger ein, auch schmutzig gewonnenes Flüssiggas, um auszuhelfen, verdienen aber gut mit dabei, weil die Preise steigen und steigen und steigen!

Also reibt sich Onkel Sam genüsslich die Hände und zählt die klingenden Dollars wie Donald Duck, denn der Krieg, nach Heraklit der Vater aller Dinge, lässt sie hereinfliegen wie die gebratenen Gänse aus dem Schlaraffenland.

Cui bono, fragen Juristen, wenn Verbrechen geschehen und wenn man im Heer der Unschuldigen nach Schuldigen sucht!

Cui bono, sagen sich auch die Ökonomen, die das Beste aus dem Krieg machen, und, ganz im Geist von Heraklit, Werden aus dem Vergehen ermöglichen. Was in der Ukraine abgefackelt wird, steht vielleicht woanders – beflügelt von dem neuem Geldsegen – wieder auf, schöner und blühender als vorher!

Aktionäre freuen sich mit den steigenden Kursen, die Wall Street freut sich, der erstarkte Dollar freut sich – und die US-Administration des - als schwach wahrgenommenen - Präsidenten Joe Biden freut sich auch!

Was will man mehr!

Also ist profanes Geld ein heiliges Mittel zum Zweck – und im Geist der Utilitaristen eines John Stuart Mill, die allen das Glück gönnen, sowie der amerikanischen Verfassung ein Mittel zur Beglückung und materiell-seelischen Befriedigung der Vielen im Staat, die Aktiendepots haben und die im Alltag harte Dollars verdienen statt den Rubel, der nicht mehr recht rollen will - wie die maroden Panzer einer verbrecherischen Soldateska-Armee.



[1] Vgl. dazu meine Essays zur Thematik, u. a. : „Stoppt Putler“.

 

 

 

      Putins Russland darf diesen Krieg nicht gewinnen, 

verkündet US-Präsident Joe Biden 

und genehmigt weiter 800 Millionen Dollar an Waffen- und Aufbauhilfe für die aggressiv bedrängte Ukraine

Und das, obwohl Putin die USA und andere explizit vor einer Weiteraufrüstung der der militärisch unterlegenen Ukraine gewarnt hat.

Wo der deutsche Kanzler Olaf Scholz noch zögert[1], wahrscheinlich, weil ihm Putin in dem Gespräch am langen Tisch massiv drohte, weil Scholz bestimmt Dinge weiß, die sein Volk nicht wissen soll, damit es ruhig weiterschlafen kann, eine Weile noch, handelt Biden unbeeindruckt und konkret, indem der den ukrainischen Kämpfern das Material geliefert wird, das in der Schlacht gebraucht wird, um dem übermächtigen russischem Militär-Moloch irgendwie gewachsen zu sein.

Dass Biden diese zentrale Botschaft aussprach und was Biden genau liefern wird, erfährt der ZDF-Zuschauer in Deutschland nicht; denn die gewichtige Meldung wurde innerhalb von Sekunden abgehandelt, ohne dass Essenzen und Details genannt worden wären.

Wie soll der Deutsche sich ein realistisches Bild von dem Gesamtgeschehen, in das er bald involviert sein wird, machen, wenn die deutschen Medien öffentlich-rechtlicher Art ihm Wesentliches unterschlagen?

Biden liefert Haubitzen, Drohnen, Munition und Geld für die Regierung in Kiew, um wichtige Zahlungen zu tätigen, während Deutschland immer noch das versagt, was es – über Geld hinaus – geben könnte, um das Überlegen der ukrainischen Nation zu ermöglichen.



[1] Vgl. dazu meinen jüngst hier veröffentlichten Beitrag: Zauderer Scholz.

 

 Zum Titel:

Sinngemäß wiedergegeben. Den genauen Wortlaut kann man bei CNN nachhören.

 

 

Vgl. auch:

  Der Ukraine-Krieg ist längst ein Stellvertreter-Krieg

Wer es noch nicht wusste, wer es noch nicht ahnte, konnte Gewissheit erhalten, wenn er dem Affentheater, das Putin wenige Tage vor Kriegsausbruch vor den einbestellten Ja-und-Amen-Sagern aus seiner Mannschaft und Regierungsclique aufmerksam folgte, denn dort wurde dieser Aspekt auf den Punkt gebraucht in der Aussage eines Akteurs in Uniform, der die Ukraine als „amerikanische Kolonie“ bezeichnete.

Ergo ist Bidens Amerika die Schutzmacht hinter der Kolonie - und der Krieg, den es auf dem Territorium der Ukraine zu führen gilt, wobei möglichst viele Ukrainer vernichtet werden sollen, gilt den USA. Das Schicksal der Ukraine ist dabei sekundär. Man wird aus dem Land eine Wüste machen, einen Friedhof, um das Eroberte dann Russland anzugliedern, einem Großrussland, dass, bei Gott und dem Patriarchen, keine „Regionalmacht“ ist, sondern, so Gott will und mit dem Segen des Patriarchen, bald wieder eine Supermacht unter roter Fahne mit Hammer und Sichel, harmonisch koexistierend mit Kerzenschein und Weichrauchduft wie bei den Päpsten im Vatikan seit fast zweitausend Jahren üblich!

Lawrow, Putins Sprachrohr in der Welt, hat die – schon mehrfach verkündete – Botschaft am 11. April 2022 noch einmal wiederholt, für Schwerhörige, die nicht einsehen wollen, dass Putins seinen Weg gehen wird, über Leichen und Friedhöfe, jenseits von Moral, Recht und Gesetz. Viel Russen folgen ihm, nicht viel anders, als verblödete Deutsche einst Hitler folgten, wenn auch in den Untergang.

 

 

      „Unipolare Welt“ – die Revanche von Putins Russland

Es war die Zeit, als die Welt nur noch eine echte Supermacht hatte, die USA, allein übriggeblieben nach dem Fall der Berliner Mauer, dem Ende des Eisernen Vorhangs und des Warschauer Paktes mit dem Zerfall der Sowjetunion. Russland, der Nachfolgestaat des kommunistischen Imperiums, musste sich noch finden, während 15 GUS-Staaten ihren Weg in die Souveränität gingen; und China, kaum erst aufgestiegen vom „Entwicklungsland“ zur „globalen Wirtschaftsmacht“, war noch nicht so weit, weder politisch noch militärisch, um den Vereinigten Staaten von Amerika in allen Bereichen die Stirn zu bieten und Kontra geben zu können – ideologisch wie machtpolitisch.

In diesen beiden Jahrzenten von 1989 bis in das 2012, als Putin seine Rückkehr zur Macht als Präsident Russlands einleitete - also in den Amtszeiten der US-Präsidenten Clinton, George W. Bush und auch noch Barack Obama - machte die USA außenpolitisch de facto, was sie wollte, während das noch nicht gefestigte Russland als Zaungast bei diesem Agieren – auch gegen das Völkerrecht – ohnmächtig zusah, gedemütigt auch noch zur weltpolitisch unbedeutenden „Regionalmacht“[1].

Die nationale wie machtpolitische Revanche Russlands dafür erfolgte durch die Krim-Annexion und setzt sich heute mit dem massiven Militäreinmarsch in die Ukraine fort, konsequent nach der von Putin - schon während der Münchner Sicherheitskonferenz - vorgegebenen Stoßrichtung und dem Motto, wenn ihr das Völkerrecht brechen dürft, dann dürfen wir das auch, nur wesentlich brutaler und nicht mehr vor den Augen der zivilisierten Welt verborgen wie im Irak, in Syrien, in Libyen, sondern so, dass alle den Staatsterror Russlands mitbekommen, mit Angst und Schrecken – und als Abschreckung und Mahnung, damit alle gewarnt sind, irgendwie in Solidarität mit der überfallenen Ukraine dagegenzuhalten!

Lawrow, Putins Sprachrohr, predigt diese Doktrin im Sicherheitsrat der UNO und vor der Vollversammlung; und Kreml-Sprecher Peskow folgt der - von oben herab diktierten - Sprachregelung ebenso loyal wie alle Diplomaten der Russischen Föderation sowie die Duma-Vertreter, wenn diese Repräsentanten des russischen Volkes international zur Rede gestellt werden, dabei das Völkerrecht nach eigenen Vorstellungen interpretierend und mit einer Terminologie, die objektive Phänomene wie Krieg euphemistisch umschreibt.



[1] Vgl. dazu meine Beiträge zu dieser Thematik:

 

 

 

   Putins Antrieb zum Krieg und der weltpolitische Minderwertigkeitskomplex in der „unipolaren Welt“

Der vom ersten Tag schon chaotisch ausufernde Vernichtungskrieg in der Ukraine, der Diktator Putin das Selbstbestimmungsrecht abspricht, bereit, das ihm unliebsame wie gefährliche - da demokratische - Staatsgebilde zu zerschlagen, ja, ein ganzes Volk zu vernichten, ist eigentlich nur ein „Stellvertreter-Krieg“ in der eigentlichen Auseinandersetzung mit dem – inzwischen hellwachen - weltpolitischen Erzrivalen USA, die – über die ebenso „geweckte“ NATO – in diesem „bewaffneten Konflikt“, wie es das Völkerrecht ausdrückt, plump herausgefordert wird.

Wer Putins Sprachrohr Lawrow genau zuhört, kann das klar heraushören!

„Homo sovieticus“ Putin, der kleine KGB-Agent mit eindeutiger Sowjetsozialisation, will, es nicht wahrhaben, dass der große Gegenspieler der USA auf der politischen Weltbühne Sowjetunion untergegangen ist und das wesentlich kleinere Russland mit seinen 150 Millionen Bürgern und einer auch personell geschrumpften Armee – ungeachtet des reich bestückten Atomwaffenarsenals - die Rolle nicht mehr einnehmen kann, die die Supermacht Sowjetunion lange Zeit innehatte.

Lawrow spricht deshalb im Auftrag seines Chefs aus dem Kreml, teils frustriert, teils entrüstet von einer „unipolaren Welt“, die nur noch von die Supermacht USA bestimmt wird, vergisst aber bei dieser – fast schon antiquierten – Rhetorik, dass längst schon ein neuer Akteur die weltpolitische Bühne betreten hat, der als so genannter „game changer“ die makropolitische Konstellation verändert hat und noch mehr machtpolitisch verändern wird: China, die rote Diktator im Reich der Mitte als neue Weltmacht, gefährlich für die USA, für die gesamte freie Welt und der eigentliche Gegner und potenzielle Feid der Zukunft, während Russland in den Status zurückfällt, den es nach eigenem Selbstverständnis, genauer nach Putins Vorstellung, nicht einnehmen will – als „Regionalmacht“ mit Atomwaffen, so, wie von Obama faktisch treffend diagnostiziert, doch strategisch unklug und provozierend ausgesprochen.

An dieser Zurücksetzung, an diesem weltpolitischen Minderwertigkeitskomplex laboriert Putins Russland heute – und der Krieg in der Ukraine mit selbstgefälliger Waffendemonstration, völkerrechtswidrigen Drohungen und Erpressungen aller Art sind die Mittel dazu, sich in Szene zu setzen!

Der Westen spricht wieder mit Putin! Unfreiwillig! Und immer noch!

Mit Hitler aber verhandelte keiner mehr, nachdem er zum Menschheitsverbrecher geworden war, die Welt in Brand gesetzt, ganze Völker vernichtet hatte.

So wird es Putin ergehen, der aus dem Volk der Russen ein Paria-Volk und aus dem russischen Staat einen Schurken-Staat gemacht hat – mit einer neuen „Achse des Bösen“ dahinter zu Kim in Nordkorea … und vielleicht auch nach Peking, wenn Xi Jinping, dem Putin mit diesem Krieg in die Suppe spuckt, ihm den Plan verdirbt, die Zeichen der Zeit nicht richtig begreift.

 

 

 

 


US-Präsident Bidens Satz: „Dieser Mann darf nicht an der Macht bleiben!“ – ein moralischer Appell an das Gewissen der zivilisierten Welt oder Aufruf zum Putsch gegen Putin und zum Tyrannensturz im Kreml?

US-Präsident Biden rief damit nicht, wie die sensationslüsterne Presse, die stets nach Skandalschlagzeilen giert, zu verstehen glaubte, zu einem Umsturz auf, zu einem Pusch oder gar zu einem Tyrannenmord, sondern Biden argumentierte moralisch, indem er der Welt klarmachte, dass ein Kriegsverbrecher, den er an anderer Stelle mit Recht einen „Schächter“ und einen „mörderischen Diktator“ nannte, das – verführte – Volk der Russen nicht länger würdig repräsentiert, sondern die Russen weltweit diskreditiert und sie auf lange Zeit von der zivilisierten Welt abkoppelt.

Putin macht mit seinem Volk der Russen das, was Hitler aus den Deutschen machte: eine auf ewige Zeiten stigmatisierte Nation!

Die Deutschen haben bitter für die Verbrechen Hitlers an der Menschheit bezahlt – und sie bezahlen immer noch!

Das droht den Russen, wenn sie es nicht schaffen, diesen Dämon Putin von der Macht zu entfernen.

Als moralische Nation unter Gott, die, nach moralischen Abwegen im Zweiten Irakkrieg - um nur einen Fall zu nennen, wo Amerika ethisch und völkerrechtlich versagte – ihre Moralität wiedergefunden hat, nun, nach den Tagen des Abenteurers Trump, ist es für den Führer der freien Welt geradezu eine Pflicht, auf die notwendige Entfernung Putins von der Macht hinzuweisen.

Hitler, der Teufel, hat, wohl beschützt von Teufeln aller Art, über 40 Attentate überlebt und, überlebend, noch für viel Unheil gesorgt und für Millionen Tote in der Endzeit des Zweiten Weltkrieges in beiden Lagern.

Wenn Putin weitermachen und weiter morden kann, wird es auch noch viele Tote geben!

Bidens Wort sollte als Warnung verstanden werden, als ein moralischer Appell an das Gewissen der zivilisierten Welt, die einst Hitler nicht hinnehmen wollte und vereint auftrat, um den deutschen Tyrannen zu stoppen!

Ist das schon vergessen?

 

 

Putin-Fan Donald Trump findet es genial, was der Kriegsverbrecher in der Ukraine anstellt

Es spricht für diese verrückt gewordene Welt, deren Los Trump, der Anti-Demokrat und Psychopath, als US-Präsident lange mitbestimmt, mit auf den Kopf gestellt hat. Doch Trump konnte letztendlich doch noch demokratisch ausgebremst, von der Macht entfernt werden, bevor er – nach dem Spalten der Nation – globalen Schaden anrichtete, während Putin seinen Weg zum Ausbau der Diktatur in Russland weiterverfolgen durfte, ungehemmt, bis hinein in den aktuellen Angriffs- und Vernichtungskrieg gegen das Volk der Ukraine.

Nun, wo Putin angreift, kommt dieser Zyniker der Macht Trump, angeblich erneut zum höchsten Amt der USA strebend, und findet – amoralisch wie immer – das „genial“, was Putin kriegerisch in der Ukraine anstellt, den Kampf gegen Zivilisten, gegen Kinder, Frauen, Alte, Schwache, Kranke!

Trump findet die Verwüstungen der ukrainischen Städte gut, den Massenmord und Unschuldigen, ja, der Psychopath billigt das Leid von 10 Millionen Ukrainern auf der Flucht!

Bewahre Gott Amerika vor diesem Trump im Präsidentenamt! Denn, wenn es Putin nicht gelingen sollte, die Welt zu vernichten, dann könnte es dieser Unbelehrbare doch noch tun!

Putin-Fans dieser Art gibt es noch viele auf der Welt, nicht nur in Russland, in der Duma der Ja-und-Amen-Sager, im Umfeld des Patriarchen, der alles absegnet, was vom Diktator kommt, und im von wo der Staats-Propaganda verführten Volk die Einfältigen, dem man - wie bei Potjomkin - Fakten vorgaukelnd, wo nur Lügen sind; es gibt diese unkritischen Anhänger – neben und hinter Trump – auch in den USA, in republikanischen Kreisen, ja, selbst in Deutschland, wo die Politikverdrossenheit die Enttäuschten der Merkel-Zeit in das falsche, antidemokratische Lager getrieben hat.

Weil sie – nach den Erfahrungen mit zwei Jahren Pandemie und staatlicher Bevormundung und Gängelung an allem zweifeln, was von den Regierenden kommt, laufen sie zu den Despoten über, in der Hoffnung, dass der starke Mann, der mit eiserner Faust regiert, kommen wird, um auch sie zu erlösen.

Putins Messianismus der russisch-panslawistischen Art ist nichts anderes als die Kehrseite der primitiv-Philosophie des Donald Trump „America First“ und „Make America great again“, und somit der Slogans, die Trump bei Ronald Reagan geklaut hat!

Putin will die alte Sowjetunion wieder herstellen, nicht mehr ganz rot mit Hammer und Sichel, dafür aber an Lenin und Stalin festhaltend in russischen Farben, garniert mit Bibelzitaten, Kerzen und Pfaffensegen, damit die freche Lüge in Mogelpackung nicht gleich vom tumben Volk durchschaut wird.

Dem einfachen Russen mag man es verzeihen, wenn er dem Tyrannen, der inzwischen ein Kriegsverbrecher ist, auf den Leim geht – unverzeihlich aber ist es, wenn sich in den humanistisch- aufklärten, demokratisch ausgerichteten Nationen des Westens und den Erfahrungen in zwei Weltkriegen und mit brauen wie roten Diktaturen immer noch Menschen finden, die, jenseits von Verstand, Vernunft und Menschlichkeit, Demagogen folgen, Verführern, die längst schon erwiesene, wüste Verbrecher sind!

 

 

 

 

   Putin hat sich selbst gestürzt – Zeitenwende in Moskau

Wer die Zeichen der Zeit verkennt, wird von wird von den Entwicklungen der Zeit überrollt, gerade im Geistigen und Moralischen.

Die Menschheit wollte diese verheerenden Kriege nicht mehr.

Nie wieder Krieg,

das war die Botschaft, die die lange Friedenszeit nach dem Zweiten Weltkrieg bestimmte, die den Frieden und glückliche Tage für viele Menschen auf der Welt möglich machte. Ja, es gab auch Ausnahmen von dem friedlichen Weg, den die Völker der Welt im harmonischen Einklang beschritten; es gab Massenmorde - und es gibt immer noch dutzende Bürgerkriege in allen Ecken der Welt, eben, dort, wo das Völkerrecht nicht greift; dort sind Verwerfungen immer noch möglich, dort, wo keiner hinschaut, ist auch und staatlich verordneter „Genozid“ möglich - wie im Fall der Uiguren, wo ein mächtiger Staat das Hinschauen der zivilisierten Welt unmöglich macht.

Es gab große Umwälzungen in den letzten Jahrzehnten in der eurasischen Welt, den Zusammenbruch der Sowjetunion, die Auflösung kommunistischer wie militärischer Machstrukturen im so genannten Ostblock, den Zerfall von Titos Jugoslawien und den blutigen Jugoslawien-Krieg mit Massakern an Zivilisten, der nur durch das Eingreifen der UNO und der westlichen Allianz im Namen der Menschlichkeit und der Moral beendet werden konnte, dann auch juristisch aufgearbeitet in einem Kriegsverbrecher-Tribunal in welchen die Schergen des Krieges gegen ganze Völker, die ethnischen Säuberungen planende Köpfe und die militärischen Ausführer zur Rechenschaft gezogen wurden – von Milosevic, über Karadgic bis hin zu Mladic.

Das alles konnte Putin wissen, als er seinen Vernichtungsfeldzug gegen das Volk der Ukraine ausbrütete, vorbereiten und durchführen ließ – und dieser Putin musste auch auf das Ende sehen, auf die Haltung der Welt, die entschlossen war, das Deja-Vu aus Jugoslawien nicht wieder zuzulassen!

Die Zeichen der Zeit verkennend und der Zeit entfremdet, plante Putin, der Befreier der Russen in der Ukraine, die diese Befreiung nicht wollen, und agierte damit an der Stimmung in der Welt vorbei.

Die reifer, einsichtiger gewordene Menschheit will diese – unter Vorwänden aller Art und im Geist der Machtpolitik und Expansion geführten – Vernichtungskriege mit ungezählten Zivilopfern, getöteten Kindern, Frauen, Alten, Gebrechlichen nicht mehr!

Putin hat sich also selbst gestürzt, indem er die Bedürfnisse der Zeit verkannte!

Was Biden aussprach, haben die Russen in Russland längst begriffen, die mündigen Russen, nicht die Verführten im Volk!

Sie alle wissen es längst; und sie fühlen es überdeutlich, dass es mit diesem Führer, der eine ganze Nation zu Aussätzigen im Kreis der Völker gemacht hat, nicht weiter gehen kann – und dass es mit dem „Schlächter“ Putin, mit dem – gleich Hitler - niemand mehr ernsthaft spricht, auch wenn Macron und Scholz noch telefonieren, aus Prinzip, um das „Gespräch“ nicht ganz abreißen zu lassen, für Russland keine Zukunft gibt.

Putin hat sich selbst ein Bein gestellt – entrückt hat er, den lauf der Dinge verkennend, sich selbst abgeschafft!

 

 

 

Putin, der Schreckliche, hat alles auf eine Karte gesetzt, gepokert, geblufft – und verloren!

Eigentlich sind die Russen Schachspieler, bedächtige, gute Schachspieler, die jeden Zug genau überlegen, vor sie ihn tun - wie Schachweltmeister Garri Kasparow[1], der die Welt seit vielen Jahren vor Putin warnte und jetzt Recht bekommt.

Putin aber entschied sich in seiner verbitterten Auseinandersetzung mit dem Erzfeind USA für das Spiel der Amerikaner, für Poker, für ein Spiel, das er, der große Spieler, der Hasardeuer und der Tausendsassa, der alles kann, und der auch – gestützt von Lawrow - die Klitschkows im Ring besiegen würde, wohl nur unzulänglich beherrscht?

Ergo setzte er mit seinem Bluff auf ein verdecktes Blatt, auf eine Karte, auf Aggression … gegen den Rest der zivilisierten Welt – wurde durschaut und verlor!

An dem Tag, als verwirrter Putin den Angriffskrieg gegen die Ukraine lostrat, einen Krieg, den er vor den Augen der halbverschlafenen Welt vorbereitet hatte, besiegelte er den eigenen Untergang.

Von diesem Fehler gibt es kein Zurück.

Jetzt stellt sich nur noch die Frage, wen dieser Verrückte noch mitnimmt, in den Untergang!



[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Garri_Kimowitsch_Kasparow

 


Putins Krieg diskreditiert China

Als China sich bei der Abstimmung in der Vollversammlung der UNO sich nicht auf die Seite von Putins Russland schlug, sondern sich der Stimme enthielt, war es dem mächtigen Xi Jinping durchaus bewusst, dass sich das Milliardenvolk, das Spiele ausrichtet und in der Welt als ein Volk von Friedfertigen wahrgenommen werden will, nicht mit einem offensichtlichen Aggressor solidarisieren kann.

Das Ergebnis der Abstimmung war eindeutig: 141 Staaten der Welt lehnten Putins Angriffskrieg gegen den souveränen Staat Ukraine ab, was Putin seinem Volk der Russen erklären muss!

Nur 5 Schurkenstaaten stimmten zu!

Vier Vasallen – und Russland!

Das Milliardenvolk der Inder enthielt sich ebenso, bestimmt von Interessen und Anhängigkeiten von Russland, wobei die Chinesen, bei denen Putin – wirtschaftlich ohnmächtig und von westlichen Sanktionen gezeichnet - inzwischen um Waffen und Geld bettelt, es bis zum heutigen Tag unterlassen haben, Putins Krieg moralisch zu verurteilen.

Putins Krieg kommt für China zur Unzeit – und er diskreditiert China, das selbst über Expansion zur globalen Machtentfaltung drängt und Taiwan erobern will, im friedlichen Anschluss oder eben mit Gewalt – á la Putin!

 

 

Duckmäuserstaat Deutschland – die Wirtschaftsmacht ist in der Solidarität mit der bedrängten Ukraine ein Zwerg! 

Die Kleinen, Estland, die Republik Moldau, sie helfen mehr, den Flüchtenden und mit Waffen zur Selbstverteidigung… und beschämen so Deutsche und Franzosen!

 


Würde Deutschland bei der Aufnahme von Flüchtlingen prozentual mit der kleinen Republik Moldau gleichziehen, dann müssten hier etwa 8 000 000 Flüchtende versorgt werden!

Wo es um das nackte Überleben geht, zeigte sich das kleine Land solidarisch, obwohl es arm ist.

Ähnlich die baltischen Staaten, die, obwohl selbst von Putins Aggression bedroht, der Ukraine aushelfen, wo sie nur können, in einmaliger, bisher so nie dagewesener Solidarität, auch mit Waffen zur Selbstverteidigung[1]!

Und Deutschland? Ja, es gab eine Luftbrücke, um die Moldau zu entlasten, auch etwas Geld!

Doch geht es nach General a. D. Vad, nach dessen weisen Einsichten Merkel ihre Politik gestaltete, hat Deutschland inzwischen genug getan für die Ukraine – und die Bedrängten, deren unflätiger Botschafter[2] hier und heute, in Deutschland – ganz und gar ohne Grund[3] - geehrt wird, müssten dankbar sein für das, was Deutschland schon alles getan hat! Hört, hört!!!

Fakt ist: Deutschland kann viel mehr tun, und hat auch die Pflicht dazu, selbst ohne Putin zu provozieren, denn der Diktator, der unverhohlen mit dem Atomschlag droht, braucht keine Provokation als Kriegsgrund: er macht, was er will!

Duckmäuserstaat Deutschland – mit einem ängstlichen Kanzler, der – als wohlbehütetes Kind der Zivilisation – eingeschüchtert wurde von einem primitiven Tyrannen aus Gosse, der, wie erkannt wurde, „Zivilisationsbruch“ betreibt?

Die Kleinen können dem Wirtschaftsriesen Deutschland ein Vorbild sein – wie die Armen auf der Straße, die den Nächsten in der Not aushelfen, obwohl sie selbst nichts haben.

Wer Aggressoren wie Putin gewähren lässt, wird bald alles verlieren, was er noch hat, nicht nur das Leben in Freiheit, auch das Leben selbst.



[1] Wir wollen keine Kuchen als Geschenk, wir wollen Waffen, betonte Präsident Selenskyj in seiner originellen Pressekonferenz in einer U-Bahn-Station in Kiew am 23. April 2022, in Erwartung des hohen Besuches aus den USA, namentlich von Außerminister Blinken und dem Verteidigungsminister.

 

[2] Nach Melnyk versteht General Vad nichts vom Krieg in der Ukraine.

 

[3] Vad verkennt, dass die Ehrung Melnyk im Reichstag mit „standing ovations“ nicht der Person des Botschafters galt, sondern dem Volk der Ukraine, welches in Deutschland – durchaus würdig, mutig und kämpferisch – vertreten wird.

Ferner ist es sehr „fad“, was dieser ausrangierte General, der sich sprachlich nur sehr mäßig artikulieren kann, an Weisheiten, salopp gesprochen, von sich gibt – „nomen est omen!? Er redet pro Putin, was auch in den Medien registriert wurde, defaitistisch, den eingeschüchterten Kanzler stützend, was Putin ermutigt, mit dem Morden und Drohen so weiter zu machen.

Wenn Persönlichkeiten dieses Formats in der Bundeswehr zum General aufsteigen können und das Kanzleramt beraten, dann er klärt das auch, weshalb die Bundeswehr mit dieser Führungskultur und Autorität „blank“ dasteht und mit der Armee auch die Verantwortlichen in der Politik.

 

    Zauderer Scholz und die Zwänge der Realpolitik Oder Wer abhängig ist, agiert unfrei

Was weiß Kanzler Scholz, was wir, die deutschen Staatsbürger, nicht wissen?

Hat - der immer schon gewaltbereite – Putin, der allen droht und der mit allem droht, was er an Massenvernichtungswaffen einsetzen kann, Scholz seinerzeit schon gedroht, damals, am langen Tisch?

Scholz war damals schon abhängig von russischer Energie, existenziell abhängig, also unfrei im politischen Handeln!

Wer hat Deutschland Russland ausgeliefert? Das fragte ich seinerzeit, nachdem ich schon die Frage aufgeworfen hatte: in wessen Auftrag macht Merkel Deutschland kaputt![1]

Und jetzt – was ist jetzt anders?

Was Scholz nachdem Ausbruch von „Putins Krieg“ als „Zeitenwende“[2] bezeichnete, um auch anzudeuten, dass es – mit der Überwindung des Tabus „Waffenlieferung in Kriegsgebiete – eine neue Außen- und Verteidigungspolitik gegenüber potenziellen Aggressoren geben wird, garniert mit einer 100 Milliarden-Euro schweren Aufrüstung der unter Merkel sträflich vernachlässigten Bundeswehr, konnte und sollte als ernüchterungsbedingte Umkehr verstanden werden.

Nun aber erleben wir den Zauderer, der nicht kann, wie er vielleicht will, weil Deutschland immer noch von Russland anhängig ist – ohne russisches Erdgas läuft hier nichts! Die deutsche Wirtschaft, die mächtiger ist als die Botschafter der Ukraine, sitzt dem Kanzler im Nacken und verhindert bisher das, was Scholz eigentlich liefern wollte und was, über den SPD-Mann hinaus, Grüne, FDP und die Opposition CDU/CSU auch fordern: schwere Waffen für den ukrainischer Selbstverteidigungskampf gegen Putins völkerrechtswidrige Aggression mit tausendfachen Kriegsverbrechen überall in der überfallenen Ukraine.



[1] Vgl. dazu meine drei Bücher zur Thematik.

[2] Vgl. dazu mein Werl „Endzeit“, 2018.

 

 


Carl Gibson, 

Natur- und Lebensphilosoph, ethisch ausgerichteter Zeitkritiker, politischer Essayist,

Naturfotograf, im März 2022



Mehr zu Carl Gibson, Autor,  (Vita, Bibliographie) hier:

https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Gibson_(Autor)

https://de.zxc.wiki/wiki/Carl_Gibson_(Autor)

(Das Wikipedia-Porträt Carl Gibsons in englischer Sprache)


https://www.worldcat.org/identities/lccn-nr90-12249/

 Bücher von Carl Gibson, zum Teil noch lieferbar.



Copyright: Carl Gibson 2022.

 

 

 

 

Die Verblödeten der Diktatur, im Rumänien Ceausescus und anderswo - und die Die Verblödeten der Demokratien in Deutschland … und anderswo

Aufgewachsen in einer kommunistischen Diktatur, musste ich zwanzig Jahre meines Erdendaseins miterleben, wie ein ganzes Volk verblödet, das Volk der Rumänen unter Ceausescu, das, bis auf wenige Ausnahmen in der Opposition, die rote Diktatur mittrug, duckmäuserisch und feige, nicht besser als die Deutschen seinerzeit ihren Hitler folgten, obwohl absehbar war, dass jener Teufel der Hölle zustrebte.

Mit dem verblödeten Volk, das sich fügt, statt zu kämpfen, verblöden auch die „Geister der Nation“; die Denker, die Schriftsteller, sie machen mit und dienen der Macht als höchst servile, speichelleckende Diener solange, bis es nichts mehr zu lecken gibt!

Dann reisen die Verblödeten - mit ihrem gesamten Blödsinn im Kopf und im Gepäck aus, nach Deutschland – und werden dort mit Freuden empfangen!

In der neuen Heimat unter neuen Herren zeichnen in der roten Diktatur Verblödeten dann das „Bild der Diktatur“, nicht, wie erlebt, aber, wie imaginiert, was gedruckt und weitergereicht wird - wie heute in Putins Russland, wo die Wahrheit auf dem Kopf steht und die Lüge triumphiert.

Der Deutsche soll sich darüber nicht aufregen, hat er doch selbst die Wahrheit verdrängt, Zeitzeigen zum Schweigen gebracht und – auch in der freien Demokratie- die blödsinnigen Lügen kommunistischer Handlanger hingenommen, und verbreitet, gefördert auch noch von Politikern im höchsten Amt.

In Büchern hielt ich dagegen – vergebens?

Nachdem der Schwachsinn nach Deutschland ausgewandert ist und dort Literatur verfasst, „Fiktion“, die als Realität gehandelt wird, stehen die Rumänen Ceausescus als geläuterte Nation da und werden – als gute, loyale Mitglieder in der NATO – die Freiheit des Westens und westliche Werte verteidigen, gegen Putin und gegen andere Tyrannen, wenn es nicht anders kommt … wie damals!

 


 Vgl. auch:


 

Dieser Beitrag wurde im Jahr 2020 auf diesem Blog publiziert.

 

Viel früher warnte der französische Philosoph Michel Serres:

 

https://taz.de/Philosoph-Michel-Serres-ueber-die-Moral/!5823030/

 

 

 Die rücksichtslosen Gefährder in Haftung nehmen, in Haft?

Wird ein Virus die Menschheit ausrotten? Das Neue, schon in der gegenwärtigen Pandemie?

 

 

Vor Jahren hatte ich mir Gedanken darüber gemacht - die und Antworten sind eingeflossen in mein Werk

Nach dem Atomschlag wird es ein Virus sein, das die Menschheit auslöscht, fand ich und band diese Erkenntnis in das Fabelwerk ein, das sich eigentlich - als eine etwas andere Faustdichtung -parodistisch und mit Humor mit totalitären Systemen auseinandersetzt, mit Hitler und Stalin, mit Nationalsozialismus und Kommunismus.

Eine Beobachtung der Tierwelt und der plötzlich erkrankten Tiere - etwa das jüngste Amselsterben - legt die Vermutung nahe, dass - wie in der Tierwelt - ein Virus auch die hypertroph gewordene, aufgeblähte Menschheit dezimieren, ja, vernichten wird.

Hellsehen konnte und kann ich nicht - doch die Vogelgrippe war bereits ein Alarmzeichen und der "Rinderwahn" - Krankheiten, die von Menschen gemacht sein können.

Fiktion, gute Belletristik, soll zum Nachdenken animieren, zum Einkehr haten und zur Besinnung führen. Wer Ohren hat, der höre!

So in dem Bericht:

Carl Gibson sagte 2018 tödlichen Virus voraus;

https://peters-patrioten-postille.de/pdf/peters_patrioten_postille_nummer_4.pdf

Mein Buch liest man in der Public Library in New York, man findet es in Princeton, nicht aber in Deutschland, wo der Rufer in der Wüste lebt, arbeitet, doch nur ganz bescheiden wirkt.

 

Panikmache? Bestimmt nicht!

Die Rücksichtslosen machen heute – trotz aller Warnungen – weiter, unten an der Basis im Volk, wo man es nicht besser weiß und ungehemmt feiert, aber besonders oben, im Weißen Haus, wo ein erkrankter Präsident Trump die - alle Menschen bedrohende - Infektionskrankheit in unverantwortlicher Weise kleinredet. Die Sintflut und Sodom und Gomorrha waren nur ein Anfang – das bittere Ende der Bestie Mensch kommt vielleicht noch. Bald?

Dann regieren die Tiere.

 

 


 

Führer Lupus und der Lupismus - vom Nationalsozialismus zum real existierenden Ostblock-Kommunismus in humoresk-satirischer Parodie:


Das "Nachwort" von  

Carl Gibsons "Eselsroman" 

in Einzelgeschichten aus dem Tierreich:

 

Faustinus -

der glückliche Esel

und die

Revolution der Tiere



Kommunismus-Parodie und Totalitarismus-Kritik
in Humoresken und Satiren 



Erschienen!

Das neue Buch von Carl Gibson


ab 1. März 2018 im Buchhandel:

https://www.openpr.de/news/994945/Carl-Gibsons-Faustinus-erschienen-Nachdenken-ueber-rote-und-braune-Diktaturen-in-literarischer-Form.html







Nachwort: Parodie der Parodie und Aufklärung nach der Aufklärung




Der Rahmen der Erzählung bleibt offen, auch, weil der Esel noch lebt und wacker strampelt, aber auch offen, wie das Leben selbst und der nie abgeschlossene Erkenntnisweg. Das Wissen verändert sich ständig - und, wie in diesem Werk immer wieder leitmotivisch hervorgehoben: alles ist im Fluss. Auch das Niedergeschriebene ist relativ und bleibt unvollendet - ein „Fragment“.

„Fabula docet et delectat“, sagten die Alten, wenn sie sich auf die klassische „Fabel“ bezogen, wie man sie seit fast dreitausend Jahren im Abendland kennt. Die Aussage gilt noch mehr für die - bestimmt ebenso alte - „Parodie“, welche die Weltliteratur und Geistesgeschichte durchzieht, vielleicht noch genauer hinter die Kulissen schauend, Hintergründe beleuchtend, in Wunden schürfend und neue Phänomene exponierend, wie die Fabel und Parabel - nicht weniger lehrreich, dafür aber wesentlich unterhaltsamer, indem fast alles in Frage gestellt, relativiert und zum Teil auch ad absurdum geführt wird.

In diesem Werk, das sich als „Selbstparodie“ versteht, jagt eine Parodie die andere, auf unterschiedlichen Ebenen - doch nicht, um primär „zu unterhalten“, sondern - wie aus der spezifischen Struktur deutlich zu erkennen - um Ideen zu exponieren, Ernstes, ironisch gebrochen. Die Begründung der Hauptthesen, alle totalitären Systeme seien schlecht sowie Nationalsozialismus und Kommunismus seien - als die beiden Seiten einer Medaille - nicht nur wesensverwandt, sondern de facto identisch, erfolgt, oft aus der Perspektive der Tiere betrachtet, in hunderten Einzelgeschichten, die in der Regel Parodien sind, ausgerichtet an der konkreten Geschichte selbst und an den - hier mit parodierten - zentralen Werken der Weltliteratur, namentlich an Voltaires Candide, Goethes Faust und Nietzsches Zarathustra, also an großen Büchern, die eigentlich selbst schon Parodien sind.

Zur Genese und Edition


Zur Genese: Der Hauptteil dieses Werkes entstand - nach Abschluss der „Symphonie der Freiheit“ im Herbst 2007 - innerhalb von sechs Monaten, während des Abwartens auf die Edition, quasi als allegorisch-metaphorische Alternative zur „Klartextfassung“ des historisch getreuen Testimoniums eines Zeitzeugen, der die kommunistische Diktatur, so beschreiben musste, wie er diese erlebt hatte, authentisch, kritisch, nur der Wahrheit verpflichtet, jenseits retuschierter Selbstdarstellung.

„Symphonie der Freiheit“ erschien im Mai 2008, gefördert vom IKGS der Universität München, in einem fränkischen Kleinverlag.

Als sich herausstellte, dass der zweite Band der Dissidenten-Memoiren „Allein in der Revolte“ nicht zeitnah, wie vertraglich geregelt, ebenfalls 2008 erscheinen konnte, ja, vom Verleger auf Eis gelegt wurde, wohl weil die Inhalte mit den Wahrheiten und Konzeptionen der „Förderer“ kollidierten, entschloss ich mich, das „Faustinus-Projekt“ in der Entwurf-Fassung online zu veröffentlichen - auf einem - extra dafür eingerichteten - Blog.

Während die Veröffentlichung des historisch - wie literaturhistorisch - wichtigen Zeitzeugenbeitrags „Allein in der Revolte“ - mit Unterstützung des Schriftstellerverbandes VS innerhalb der Dienstleistungsgewerkschaft ver-di - juristisch durchgesetzt werden musste und erst im Jahr 2013 erschien, nach fünfjähriger Verzögerung durch einen unverantwortlich agierenden Verleger, publizierte ich im Jahr 2010 annähernd hundert Faustinus-Kapitel im Internet.

Dieses - über die ursprüngliche Fassung inzwischen hinausgewachsene - Werk kommt erst jetzt - also fast zehn Jahre nach den publizierten Entwürfen und in dieser Form - als Opus eines Autors, der zum „Verleger“ werden musste - weil ein halbes Dutzend „Kampfbücher“ dazwischenkamen. Die - als „Polemik“ denunzierten - Aufklärungswerke[1] faktischer Natur aus meiner Feder - fünf an der Zahl und aus eigener Kraft ediert - denen auf Grund der Aktualität und der Brisanz der Materie absolute Priorität einzuräumen war, stehen Bücher heute dort, wo sie hingehören[2].

Dieses Opus, wie es heute vorliegt, eine lockere Sammlung von Humoresken, Satiren, philosophischen Märchen, Fabeln - bis hinein in die Groteske, versteht sich primär als ethische Auseinandersetzung mit den Philosophemen der Macht seit der Antike, speziell aber mit den verheerenden totalitären Systemen des 20. Jahrhunderts, mit dem realen Kommunismus - seit Marx, Lenin und Stalin - sowie mit dem Faschismus und dem Nationalsozialismus in der Ausformung eines Mussolini und Hitler - in parodistischer Form.

Zugleich kann das Buch als eine Art „Philosophie des Glücks“ gelesen werden.

Die kritische Distanz zu allen Heilslehren religiöser oder ideologischer Natur wahrend, widmet sich dieses eindeutig „parodistische Projekt“ - neben der Thematisierung des Strebens an sich - der Suche nach Glückseligkeit, zeigt „Wege“ auf - aus der Einsamkeit und Melancholie heraus - „ins Glück“, ohne jedoch verbindliche „Rezepte zum Glücklichsein“ anzubieten. Der Einzelne ist aufgefordert - über die Auseinandersetzung mit der Materie und angeregt durch diese - seinen eigenen Weg zum Selbst und somit zu Lebenserfüllung und Glück zu finden.

Diese „Trilogie“ ist noch nicht abgeschlossen. Aufgrund verschärfter Existenzbedingen und gesundheitlicher Einschränkungen publiziere ich das Werk jetzt, „unvollendet“ und „provisorisch“, damit es nicht untergeht, behalte mir aber vor, die drei Teile später - ausgeweitet - einzeln zu veröffentlichen, wie beabsichtigt, mit Tier-Zeichnungen, und das Buchprojekt „etablierten“ Verlagen anzubieten.

Um die „ursprüngliche Stimmung“ dieser Parodie beziehungsweise „Selbstparodie“ - in welcher das parodierte Sujet aus der Gegenwart oft ungenannt bleibt, nicht zu zerstören und, um den Leser auch an der Lösung mancher „Rätsel“ zu beteiligen, blieben zahlreihe Kapitel in der Form vor 2008, dem Publikationsjahr der „Symphonie der Freiheit“, Band 1; andere wurden erweitert oder neu hinzugefügt, auch, um die Erkenntnisse und Entwicklungen nach der Edition der fünf „Kampfbücher“ - in Essays, Kritiken, Abhandlungen, Pamphleten etc. - mit einbeziehen zu können.

Leitfaden zur Konzeption[3] und Intention


Drei Bücher in einem - Endlich kommen die Tiere zu Wort! Die Menschen sind ausgestorben - die Tiere sind nun ganz auf sich gestellt. Was ist aus dem Vermächtnis der Menschheit geworden? Werden die Tiere nun alles besser machen? Werden sie alles so hinnehmen, wie bisher, Unterdrückung und Ungerechtigkeit? Oder werden sie sich erheben, im gerechten Zorn den Aufruhr wagen, ja die Revolution - gegen die „missratene Schöpfung“, gegen das „Recht des Stärkeren“, sich emanzipieren, um frei und gleich zu werden? Anders, als in der klassischen Fabel, wo Tiere nur mit Menschenstimme und für Menschen sprechen, reden in diesem Werk Tiere auch in eigener Sache und sagen, was sie erleiden.

Obwohl in dem langen „Eselsroman“ - bestehend aus vielen abgeschlossenen, auch einzeln zu lesenden Tiergeschichten - thematisch noch viel „Allzumenschliches“ durchschimmert, präsentiert das Werk eine Fülle neuer Perspektiven - eine Welt aus der Sicht der Tiere, gesellschaftlich, politisch, ethisch und existenziell.

Die sinnvoll gelebte Existenz, das Streben nach Erkenntnis, Entfaltung und Glückseligkeit, Werte, die gerechte Staatsform und das harmonische Miteinander stehen im Mittelpunkt des Werkes, in permanenter Absetzung von totalitären Ideologien und Diktaturen. Ernster Hintergrund humoresk aufbereitet und serviert - eine etwas andere Heranführung an das philosophische, ethische und staatspolitische Denken.

Was kommt konkret auf den Leser zu? Eine Geschichte aus dem Leben - in Tiergeschichten am laufenden Band, in welchen Fragen aufgeworfen werden, die uns alle betreffen: Was ist Glück? Welche Wege führen ins Glück? Und - muss ich erst frei sein, um glücklich zu werden? Das fragt sich der kleine Waldesel aus Siebenbergen, bevor er zur großen Fahrt aufbricht. Auf seiner Reise - hinaus in die Welt und hinein in das Leben - lässt der naive Romantiker Faustinus die „Diktatur des Wolfsstaates“ hinter sich, um in der „Republik der Esel“ seine Sehnsucht zu erfüllen.

Was der ewig idealistische Glücksritter - auf seinem Weg in die Freiheit und Selbstverwirklichung - so alles erlebt, wie er liebt und leidet, wie er Angst, Einsamkeit und Trauer überwindet, und wie er dann - trotz existenzieller Rückschläge aller Art - doch noch glücklich wird, das erzählt dieses moderne Märchen.

Die lockeren „Geschichten“ innerhalb einer Rahmenerzählung - teils Märchen-Rezeption, teils „Faust-Parodie“ - können als Einführung in das ethische, existenzielle und staatstheoretische Denken gelesen werden, aber auch als ökopazifistisches Manifest oder zeitkritisches Pamphlet. Kern der besinnlichen Humoreske sind wirklichkeitsnahe Fragestellungen und Herausforderungen des modernen Menschen in seiner permanenten Auseinandersetzung mit Staat und Gesellschaft, in seinem Ringen, um eigentliches Sein, um Selbstbehauptung und freie Selbstbestimmung.

In das gut vertraute - und doch so ferne - Reich der Tiere verlagert, durchdringen sich antike Philosopheme, ausgehend von der Sophistik, Epikur und der Stoa bis hin zur modernen Existenzphilosophie Nietzsches mit den Theorien klassischer Staatsphilosophie, mit Fragen normativer und utilitaristischer Ethik, im Versuch - in kontrastierender Absetzung - Antworten auf die dringlichsten Probleme der Jetztzeit zu finden.

Märchen, Mythos, Erzählung, Parodie, Satire, Essay, Gedankenlyrik, Groteske, Posse, Aphorismus, Sentenz, Maxime sowie Allegorie, Symbolik, Sarkasmus, Selbstironie und ein Esel - als viel verkanntes Geschöpf - werden als gestalterische Mittel eingesetzt, um die - oft als trocken und unnahbar apostrophierte - Philosophie - über Literatur - aus den Elfenbeintürmen heraus und hin zu den Menschen zu führen.

Wozu dieses - vielfach „nonkonforme“, ja, ketzerische Buch des Dissidenten? Die ernste Seite des Werkes animiert - vielleicht gerade jüngere Leser, die noch keine totalitären Systeme in der Realität erleben mussten - dazu, tiefer über Diktaturen nachzudenken, nicht abstrakt und streng faktisch festgelegt, sondern locker - über „Literatur“, in humoresker, parodistischer und somit in leicht zugänglicher Form. Eine gewisse pädagogische Absicht ist auch intendiert: Die hier in großer Fülle exponierten Ideen können im Ethik-Unterricht herangezogen werden.

Wer aber den Streifzug durch die - mehr als zweitausendjährige -Geistesgeschichte Europas nur aus Freude an der „Historie“ lesen will, aus Lust, um aufzulachen, wie freie Geister bei der Lektüre Voltaires, Heines und Nietzsches immer noch auflachen, der findet in diesen „parodistischen Tiergeschichten“ - mit und ohne Moral - bestimmt einiges vor, was ihn zum Lachen bringt. Heiter entrückt - melancholisch-besinnlich: Allzu-Animalisch - wie im richtigen Leben!

Realistisch beschrieben, konkretisiert und ausgeweitet wird die hier poetisch bildhaft dargestellte Widerstands-Materie in der zweibändigen Autobiographie „Symphonie der Freiheit“, (2008) bzw. „Allein in der Revolte“, (2013), authentische Testimonien, in welchen der ehemalige Bürgerrechtler Ross und Reiter nennt, die echten Wölfe und die echten Geier.

Carl Gibson, ethisch orientierter Philosoph, hat die Essenzen seines eigenen Philosophierens[4] in diese neuzeitliche Fabel verlegt.






[1] Vergleiche dazu die Titel in der Auswahl-Bibliographie weiter unten.
 
[2] An den Elite-Universitäten in den USA, aber auch im „Giftschrank“ der Universität Würzburg.
 
[3] Auszug aus der früheren Vorrede (2010) bzw. Buchrückseite. Mehr zur Konzeption auch im Pro